10.12.13

Grundsätzlich finde ich es immer sinnvoller zuerst vor der eigenen Haustür aufzuräumen und beziehe dieses Prinzip gerne auf den Tierschutz. Denn was macht mehr Sinn als zunächst die Tiere in der eigenen Heimat zu retten? Trotzdem möchte ich meinen Blog regelmäßig nutzen, um auf Tierschutzvereine und seriöse Organisationen aufmerksam zu machen. Heute ein paar Zeilen zum Tierschutzverein Helfende Hände e.V.

Helfende Hände – Der Verein

Im eingetragenen Verein Helfende Hände haben sich private Tierschützer zusammengeschlossen, um Tieren in Not zu helfen. Insbesondere beschäftigen sich die Vereinsmitglieder mit der Vermittlung von Katzen und Hunden aus dem spanischen Tierheim Triple A in Marbella. Da das Leben auf den Straßen für die Tiere sehr hart und brutal ist, kann ich gut verstehen, warum sich die Tierschützer genau dort einsetzen. Im Süden sind Hunde und Katzen in vielen Ländern nicht viel „wert“. Wie oft konnte man in den Nachrichten oder auf Tierschutz-Seiten schon lesen, dass Hunde dort knallhart vergiftet und erhängt werden. Ich kann mich an einige grausame Bilder nur zu gut erinnern. Was dort teilweise abgeht ist widerwärtig. Schön, wenn sich jemand gezielt für solche Tiere einsetzt. Denn auch sie haben eine Chance verdient.

Ein neues Zuhause für kleine Spanier

Ziel des Vereins ist es herrenlose Hunde und Katzen aus dem spanischen Marbella zu retten und ihnen ein neues Zuhause zu vermitteln. Marbella ist eine Großstadt und liegt ganz im Süden von Spanien. Hunderte von Tiere warten im Moment auf ein neues Heim. Und täglich kommen welche hinzu. Da viele der Tiere, die im spanischen Tierheim ankommen trotz allem gut vermittelbar und sozialisiert sind, aber sich gerade in Spanien keine neuen Halter finden, kümmert sich der Verein um die Vermittlung nach Deutschland und weitere Länder.

Triple A – Das Tierheim in Spanien

Im Tierheim Triple A in Spanien, auch als AAA Marbella bekannt, versucht man jedes Tier umfangreich zu versorgen. Das Tierheim ist auf die Unterstützung von Vereinen wie Helfende Hände angewiesen, um möglichst viele Tiere zu schützen. Gegründet wurde der eingetragene Verein Triple A von spanischen Tierschützern. Sie kümmern sich nicht nur um die Aufnahme und Pflege der Tiere. Sie versuchen auch mit Nachdruck Aufklärungsarbeit zu leisten und Straßentiere zu kastrieren. Schließlich vermehren sich Hunde und Katzen unkontrolliert. Mittlerweile ist es gelungen, dass rund 60 Prozent der Tiere erfolgreich ins Ausland vermittelt werden können. Besonders viele Tiere gelangen nach Deutschland, Finnland, in die Niederlande und nach Schweden.

Wenn es euch interessiert und ihr einen Einblick in die Situation vor Ort bekommen wollt, findet ihr hier ein Video dazu. Viele Freiwillige kämpfen jeden Tag für die Tiere und machen es möglich, dass viele Straßentiere eine vorübergehende Bleibe finden und dem Tot entgehen. Finanziert wird der Verein aus den Schutzgebühren, Spenden und Mitgliedsbeiträgen.

Die Tiervermittlung

Interesse geweckt? Dann könnt ihr euch auf dieser Unterseite des Verein umfangreich zur Tiervermittlung informieren. Dort wurden viele hilfreiche Infos zusammengestellt. Vom Ablauf der Vermittlung über den Transport bis hin zum Gesundheitszustand der Tiere wird dort alles ausführlich erklärt.

Ihr wollt direkt zu den aktuell zu vermittelnden Hunden aus Spanien? Dann geht´s hier lang!

Ihr wollt direkt zu den aktuell zu vermittelnden Katzen aus Spanien? Dann geht´s hier lang!

Ich wünsche dem Verein hiermit weiterhin viel Erfolg bei der Tiervermittlung. Schön, dass es solche Vereine mit tatkräftigen Tierschützern und Freiwilligen gibt! Vielleicht finden sich ja weitere deutsche Familien, die einen Platz für ein Tier freihaben : )

14 Kommentare für “Vorstellung Tierschutzverein „Helfende Hände e.V.“”

  1. Evelyn Kregenow

    Hallo!
    Wir wollten einer Katze ( Shanti oder Humphrey) ein Zuhause auf lebenszeit geben,haben uns an Frau Demmler gewannt.Da wir schon 2 ältere kastrierte Perser haben,wir diese Rasse seit 30 Jahren haben,kennen und lieben.
    Dach was sagt Frau Demmler,nur beide zusammen,wenn wir nur eine wollten ginge das nicht und wir wären egoistisch würden da unsere eigenen Bedürfnisse in den vorder Grund stellen.
    Dies ist unsere erste Erfahrung mit so einer Organisation,dachte da geht es um Tierschutz und Tierliebe??
    Das ist nicht die Art die wir darunter verstehen,lieber beider dort belassen mit ungewissem Schicksal als einer ein schönes liebevolles Zuhause zu geben.
    Aufrufe den Tieren zu helfen und dann so was,unverständlich,zumal sie ja zu 2 Artgenossen kämmen.
    Mit freundlichen Grüßen

    Antworten
    • Hallo Evelyn,

      tut mir sehr leid, dass du direkt negative Erfahrungen gemacht hast. Ich nehme
      an die Kontaktperson von der du sprichst, ist auch direkt vom Tierschutzverein Helfende Hände e.V.?

      Ich kann natürlich nicht viel dazu sagen, da ich nicht dabei war und die Person nicht kenne. Ich bin
      mir aber sicher, dass sie sicherlich nur das Wohl der Tiere im Sinne hatte. Klar, jemanden als egoistisch zu bezeichnen,
      weil er „nur“ ein Tier aufnehmen kann/will, ist sicherlich nicht fair. Ich bin der Meinung, dass jeder selbst entscheiden muss, was er sich zumuten kann und wie viele Tiere er aufnehmen möchte. Ist ja auch immer eine finanzielle Sache. Hinzu kommt, dass du ja schon Katzen hast und da muss man ja immer schauen, dass es auch nicht zu viel wird. Gerade wenn die Tiere schon älter sind.

      Auf der anderen Seite denke ich, wollte die Ansprechpartnerin beim Verein sicherlich, dass die beiden Tiere zusammen bleiben, weil
      sie vielleicht Geschwister sind oder? Man kann sich jetzt darüber streiten, ob das richtig ist oder nicht. Viel mehr kann ich nicht sagen, weil ich die Dame nicht persönlich kenne und natürlich nicht alle Hintergrundinformationen habe. Vielleicht gab es ja noch andere Gründe…

      Aber bitte lasse dich von dieser einen Erfahrung nicht von einer Adoption abbringen. Du hast einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung gemacht, wenn du ein Tier vom Tierschutzverein nehmen möchtest. Bist du in der Zwischenzeit fündig geworden?

      Wenn nicht, versuche es einfach nochmal. Bestimmt findest du eine treue Seele für euch : )

      Liebe Grüße Gaby

      Antworten
  2. Hallo,
    wir haben in diesen Tagen leider eine absolut negative Erfahrung mit der Organisation „Helfende Hände“ gemacht: Wir hatten nach ausführlicher Vorkontrolle „unseren“ Welpen mit einem bestimmten Flug zugesagt bekommen. Am Vorabend wurden wir von Frau A* angerufen, dass sie einen Notfall mitnehmen möchte und unser Hund zusammen mit seinen beiden Geschwistern dann ganz sicher mit dem Flug am folgenden Tag (Dienstag) morgens mitkäme. Am Montag abend rief eine Kollegin von Frau A* an, es hätte große Probleme mit den Behörden gegeben etc., jedenfalls würden alle Tiere frühestens in 3 Wochen nach Genehmigung der Registrierung und Neuausreisen dürfen. Wir waren maßlos enttäuscht, hatten wir uns doch riesig auf unseren Welpen gefreut. Als ich bis zum folgenden Wochenende immer noch nichts gehört und per e-mail eine Frist gesetzt hatte, wurde der Ton deutlich schärfer. Inzwischen hatten wir mit 2 anderen Damen gesprochen, die letztes Jahr sowie vor ca. 2-3 Jahren ihr Tier selbst nach einem halben Jahr nicht bekommen, aber ihr Geld ebenfalls nicht zurück erstattet bekommen haben. Es lief genauso ab wie bei mir gerade: vertrösten, was schief gelaufen mit den bösen Behörden, keine Flugpaten, frühester Flug irgendwann – vielleicht – zwei Monate später etc. Es gibt noch einige andere Merkwürdigkeiten, die ich aber nicht auch noch aufführen möchte. Jedenfalls bin ich heute vom Vertrag zurückgetreten und werde nun versuchen, meine 350 EUR zurück zu erhalten.

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    • Hallo Hoffnung67,

      tut mir sehr leid, dass du schlechte Erfahrungen machen musstest.
      So sollte es natürlich nicht laufen!

      Allerdings möchte ich an dieser Stelle verdeutlichen, dass Tierschutzorganisationen wie Helfende Hände e.V. tatsächlich leider sehr viele Steine von den Behörden in den Weg gelegt bekommen. Das kann ich aufgrund meiner Kontakte zu verschiedenen Tierschützern aus erster Hand bestätigen. Natürlich soll dies aber keineswegs eine Entschuldigung für deine Erfahrungen sein. Ich möchte dir lediglich sagen, dass es tatsächlich sein kann, dass die Behörden Probleme machen und alles komplizierter wird, als vielleicht zunächst angenommen. Inklusive unangenehmen Wartezeiten.

      Aber natürlich ist es so, dass eine Adoption von Tieren aus dem Ausland von den Organisationen sehr gut vorbereitet werden muss. Da gibt es zahlreiche Vorschriften, die eingehalten werden müssen, um den Ablauf reibungslos zu gewährleisten.Solche Zwischenfälle sollte es dann eigentlich nicht geben, wenn alle Genehmigungen usw. im Voraus konkret geklärt wurden.

      Da viele positiv vom Verein „Helfende Hände“ berichten und auch ich für meinen Beitrag gründlich recherchiert habe, kann ich es mir gar nicht vorstellen, dass eine derartige Herangehensweise bei den Tierschützern von „Helfende Hände“ die Regel sein soll.

      Generell denke ich, dass bei jeder Organisation mal etwas schief gehen kann. Oft handelt es sich um ehrenamtliche Helfer, die selbst maßlos überfordert mit der Masse an Anfragen und organisatorischen Aufgaben sind. Wie gesagt, das sind alles keine Ausreden, aber ich möchte dennoch versuchen zu vermitteln.

      Mit deiner Erlaubnis deinen hier aufgeführten Kommentar verwenden zu dürfen, würde ich gerne einmal direkt beim Verein anfragen und um eine Stellungnahme bitten. Vielleicht erreiche ich etwas als neutrale „Person“ und da ich als Bloggerin auch eine gewisse Reichweite habe, könnte es durchaus sein, dass eine Reaktion folgt. Wäre das für dich in Ordnung?

      Viele liebe Grüße,

      Gaby

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      • Hallo Gaby,
        das ist ganz toll, dass Du Dich so reinhängst, Respekt! Selbstverständlich kannst Du es versuchen, aber Du wirst an die Dame geraten, die hier alle Fäden in der Hand hat und Dir „ihre“ Version erzählen wird. Übrigens verblüffenderweise dieselbe Person, die die ehrenamtliche Vermittlung und Vorkontrolle für die Organisation A.P.A.P.A, (ebenfalls Südspanien) übernimmt, sofern die Adoptanten in ihrem Einzugsgebiet wohnen.
        Ich möchte mich jetzt hier in der Öffentlichkeit eigentlich nicht weiter zu dem Thema äußern. Ich kritisiere vor allem nicht das Tierheim vor Ort! Aber trotzdem noch eine kleine Anmerkung: Schau mal in den Andalusien Nachrichten in google, ob Du was von Razzia bei Triple A findest …
        Liebe Grüße und alles Gute

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        • Hallo Hoffnung67,

          entschuldige bitte, dass ich mich noch nicht gemeldet habe. Ich habe gerade so viel zu tun beruflich, dass ich noch nicht dazu gekommen bin. Ich werde nächste Woche Kontakt mit dem Verein aufnehmen und gebe dir dann wieder Bescheid.

          Ich wünsche dir einen schönen Feiertag heute : )

          Bis bald!

          Liebe Grüße

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        • Hallo Hoffnung67,

          wie versprochen, habe ich den Verein Helfende Hände e.V. soeben bezüglich deines Falls angeschrieben.
          Ich bin gespannt was kommt. Habe um eine schriftliche Stellungnahme gebeten.

          Ich melde mich wieder.

          Wünsche dir schöne Pfingsten : )

          LG Gaby

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  3. Hallo Hoffnung67,

    heute komme ich endlich dazu mich nochmals bezüglich deines persönlichen Falls zu melden. Nachdem ich den Verein Helfende Hände e.V. am 13. Mai 2016 angeschrieben habe, folgte direkt am nächsten Tag die Antwort vom Verein. Ich hatte bislang jedoch noch keine Zeit mich darum zu kümmern. Deshalb heute erst meine Rückmeldung:

    Ich hatte dem Verein deine Mail an mich zitiert, um ein möglichst individuelles Feedback dazu zu erhalten. Es ging ja um deinen hier nochmals angeschnittenen Kommentar:

    „“Hallo,
    wir haben in diesen Tagen leider eine absolut negative Erfahrung mit der Organisation „Helfende Hände“ gemacht: Wir hatten nach ausführlicher Vorkontrolle „unseren“ Welpen mit einem bestimmten Flug zugesagt bekommen. Am Vorabend wurden wir von Frau A* angerufen, dass sie einen Notfall mitnehmen möchte und unser Hund zusammen mit seinen beiden Geschwistern dann ganz sicher mit dem Flug am folgenden Tag (Dienstag) morgens mitkäme. Am Montag abend rief eine Kollegin von Frau A* an, …“ (Rest siehe oben)

    Es hat sich eine Andrea vom Verein bei mir gemeldet und mir folgendes Feedback gegeben:

    „Es ist so, dass das spanische Veterinäramt im April entschieden hat, dass auch Tiere die nach Deutschland reisen 2 gültige Tollwut-Impfungen haben müssen, obwohl für die Einreise nach Deutschland eine gütige Tollwut-Imfpung reichen würde. Danach müssen wir uns natürlich richten, was im Fall von Monk zu einer Verzögerung der Ausreise um 21 Tage geführt hätte.“

    Andrea von „Helfende Hände e.V.“ teilte mir außerdem mit, dass die entsprechende Dame (also wahrscheinlich du) die Schutzgebühr von 350 Euro umgehend zurückbekommen hätte, nachdem sie von der Adoption zurückgetreten sei. Das Geld wurde seitens des Vereins wohl bereits Ende April überwiesen.

    Der Vorwurf, dass eine Schutzgebühr in der Vergangenheit einbehalten wurde, ohne dass der jeweilige Hund den neuen Besitzer erreichte, wurde deutlich zurückgewiesen. Du hattest hier ja noch von anderen Leuten gesprochen, auch diese anonymen Vorwürfe sind halt leider nicht nachvollziehbar!

    Was in diesem Fall natürlich hilfreich wäre, ist, wenn man wüsste, ob du die Dame auch tatsächlich bist. Sonst lässt sich das Ganze nur schlecht nachvollziehen.

    Ich persönlich kann natürlich hier nur vermitteln und dem Verein zum einen wiedergeben, was du sagst und dir wiederum, was der Verein dazu zu sagen hat. Ich war nicht dabei und kann mir daher kein Urteil erlauben.

    Problematisch sind anonyme Vorwürfe meiner Meinung nach leider immer. Wie ich dir vorher schon einmal gesagt habe, fände ich es persönlich natürlich super schade, wenn es so wäre, dass ein Tierschutzverein das Vertrauen von potenziellen Adoptanten missbraucht. Allerdings lässt sich dein Vorwurf nicht beweisen und umgekehrt natürlich auch nicht.

    Was ich selbst nur dazu sagen kann, ist, dass eine Verzögerung der Ausreise eines Tieres leider immer drin ist. Ich weiß durch Kontakte zu anderen Tierschützern, dass die Behörden den Vereinen das Leben teilweise extrem schwer machen. Ständig kommen neue Vorschriften, die es erschweren Tiere nach Deutschland zu vermitteln. Grundsätzlich sollte man da Verständnis haben, wenn es mit Behörden tatsächlich zu Problemen kommt. Eine Verzögerung von drei Wochen ist natürlich mega ärgerlich für dich, aber vielleicht auch nicht soooo lang, dass eine Adoption zwangsläufig rückläufig gemacht werden muss, wenn der Verein alles in seiner Macht stehende getan und eigentlich alles richtig vorbereitet hatte und dann die Behörden kurzfristig mit einer Änderung kommen. Da kann der Verein nicht viel machen und muss sich leider dem Gesetzgeber bzw. den Behörden fügen. Wir wissen nun halt nicht, ob „dein“ Hund nach den drei Wochen dann wie gewünscht bei dir angekommen wäre, was ja durchaus realistisch sein könnte.

    Wie gesagt, ich möchte nicht weiter Stellung beziehen, da das in diesem Fall echt schwer ist. Zum einen weil der Vorwurf anonym geäußert wurde (gerne kannst du, wenn du magst mir deinen Namen in einer PN sagen und ich kläre es konkreter ab) , zum anderen weil ich die Kommunikation zwischen dir und dem Verein nicht einsehen kann. Daher kann ich nur versuchen die Situation so gut es geht nachzuvollziehen…

    Ich will lediglich darauf sensibilisieren, dass beide Seiten Verständnis füreinander aufbringen müssen. Eine Adoption von Tieren aus dem Ausland ist mit sehr vielen Hürden verbunden, die Vereine meistern müssen. Ich kann dich vollkommen verstehen, dass du enttäuscht warst, als du erfahren hast, dass sich die Adoption verzögert, doch ich schätze mal, dass auch der Verein hier genervt von den Behörden ist und die Hunde lieber pünktlich abliefern würde.

    Grundsätzlich finde ich es sehr wichtig, dass beide Partien trotz aller Schwierigkeiten respektvoll miteinander umgehen. Unhöfliche Kommunikation ist sowohl vom Verein aus nicht angebracht, als auch nicht von Adoptanten. Beide Seiten haben ihre Interessen und das müssen beide akzeptieren. Manchmal kann es helfen sich in die Situation der anderen Partei hineinzuversetzen. Ich könnte mir vorstellen (weil du ja geschrieben hattest, dass der Ton schärfer wurde im Laufe der Geschichte), dass die Tierschützer in diesem Fall enttäuscht waren, dass eine Adoption wegen der Verzögerung zurückgezogen wurde. Ich weiß, wie sehr ehrenamtliche Tierschützer teilweise mit den Tieren vor Ort mitleiden. Wenn eine Adoption zurückgezogen wird, müssen sie die Tiere wieder zurück in ihre Zwinger bringen bzw. können ihnen nicht wie erhofft, ein neues Zuhause geben. Das kann extrem frustrierend sein. Ich selbst war schon bei einem Transport von Hunden dabei, die ein neues Zuhause bekamen. Wenn ich mir vorstelle, dass ich den Hund hätte wieder zurückbringen müssen… ich will es mir gar nicht vorstellen. Gleichzeitig kann ich mich natürlich auch in dich hineinversetzen. Man hört ja viel von Betrügereien und hat berechtigterweise Angst um sein Geld. Das verstehe ich genauso. Ich will an dieser Stelle einfach darauf aufmerksam machen, dass es beim Tierschutz in erster Linie um die Tiere geht und die Herausforderungen für alle teilweise enorm sind. Die Nerven liegen vielerorts blank.

    Du hast jetzt die Antwort vom Verein und ich bin gespannt, ob sie auch deinen Fall betrifft.

    Du kannst ja Bescheid geben, ob dein Geld inzwischen eingegangen ist, um das an dieser Stelle zumindest für andere Leser zu klären. Hast du vielleicht auch noch den Namen des entsprechenden Hundes? Der wurde ja in der Antwort angemerkt…

    Ich hoffe du hast dein Geld bekommen und bin gespannt auf dein Feedback : )

    Wäre schön, wenn du dein Vertrauen in den Tierschutz nicht verlierst und am Ende doch noch einem Hund einen neuen Platz geben kannst : )

    Liebe Grüße,

    Gaby

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    • Ich habe auch nicht gute Erfahrungen gemacht. Habe einen Vertrag bekommen der nur Pflichten für mich hat und ich keine Rechte habe. Dann sollt ich Schutzgebühr auf Privatkonto zahlen……sehr suspekt. Das ich den Vertrag etwas umänderte das ich nicht zahlen muss wenn der falsche Hund gebracht wird und wenn auf dem Transport was schief geht wurde die Dame pampig. Und gab mir den Hund nicht. Ich kann eh nicht verstehen das solche Verträge gemacht werden. Blödes Beispiel aber wer kauft einen Fernseher und der Händler behält alle rechte und schreibt vor was gewartet werden soll und ab wann ein Techniker
      Kommen muss und wann man den Fernseher entsorgen darf. Wieso geben diese Tierschützer nicht ihr Eigentumsrecht ab denn für das wohl des Tieres wollen sie ja bei Vermittlung auch nicht mehr aufkommen aber bestimmen was mit dem Tier passiert.

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      • Hallo Hanni,

        vielen Dank für deinen Kommentar. Tut mir leid, dass du negative Erfahrungen gemacht hast.

        Allerdings muss ich sagen, dass diese Verträge schon ihren Sinn und Zweck haben und unverzichtbar sind. Leider gibt es viele
        Menschen, die mit Tieren aus dem Tierschutz nichts Gutes im Sinn haben, sondern diese nur weiterverkaufen wollen oder
        sogar züchten wollen. Das trifft sicherlich nicht auf dich zu und ich bin sicher, dass du das Wohl des Hundes im Sinn hattest,
        aber ohne Verträge ginge es im Tierschutz nicht. Das soll den neuen Haltern vor Augen führen, was mit der Adoption alles
        auf sie zu kommt. Viele gehen da nämlich leider viel zu blauäugig ran und informieren sich nicht ausreichend über ihre Pflichten als Hundehalter. Die Verträge klären auf und sind für beide Parteien wichtig. Auch in deutschen Tierheimen werden derartige Verträge verwendet. Beispielsweise soll mit einem Schutzvertrag der Halter über seine Pflicht aufgeklärt werden, für den Hund eine artgerechte Haltung zu garantieren und eine Kastration durchzuführen. Zudem wird das Züchten untersagt und auch der Weiterverkauf. Gerade der Weiterverkauf wäre für den Tierschutz völlig daneben, denn was würde es bringen Vermittlungen durchzuführen, wenn der Kreislauf dann in einem anderen Land bzw. Region einfach weitergeht…Auch das Züchten ist nicht im Sinne der Tierschutzarbeit. Stattdessen will man die Menge an herrenlosen Tieren ja reduzieren. Das geht nur, wenn nicht noch mehr Hunde nachkommen.

        Zudem muss ich sagen, dass ich den Vergleich mit einem Fernseher nicht passend finde (ich weiß du hast geschrieben „blödes Beispiel“, aber das möchte ich trotzdem betonen). Ein Hund ist ein Lebewesen und da muss man natürlich ganz andere Voraussetzungen an die Bedingungen stellen. Die Tierschutzvereine achten zurecht ganz genau darauf, wer die Hunde bekommt und ob es ihnen im neuen Zuhause auch gut geht. Da müssen gewisse Pflichten im Vertrag stehen. Es muss gewährleistet sein, dass die Hunde gut versorgt sind. Ansonsten würde die Vermittlung keinen Sinn machen.

        Und dass die Vereine nach der Vermittlung nicht mehr für weitere Kosten aufkommen können, ist natürlich klar. Die Vereine kämpfen mit Geldmangel und haben bereits bis zu Vermittlung viele Unkosten pro Hund. Das glaubt man oft nicht. Aber ich war selbst im Ausland in einem Tierheim und habe gesehen, was ein einziger Hund an Geld „verschlingt“. Das wird unterschätzt.

        Also ich verstehe dich, dass du enttäuscht bist, wenn die Kollegen aus dem Tierschutz unfreundlich gewesen sein sollten, aber über die Verträge sollte man froh sein. Natürlich habe ich das entsprechende Dokument in deinem Fall nicht gesehen. Ich kenne jedoch andere Beispiele und habe schon einige dieser Schutzverträge in den Händen gehabt. Sollte es so einer gewesen sein, entspricht das der üblichen Vorgehensweise. Und natürlich ist es schade, dass du deinen Hund dann nicht bekommen hast, aber das liegt eben immer im Ermessen der Entscheider im jeweiligen Fall…Hier auch noch ein Tipp bzw. eine Anmerkung aus meiner Sicht: Oft melden sich Interessenten für Hunde aus dem Ausland oder auch aus dem Inland und versprechen zunächst, dass sie den gewählten Hund unbedingt haben wollen. Und ist er dann da, überlegen sie es sich nochmal anders. Die Tierschutzvereine haben dann ein riesen Problem und müssen für den Hund schnell ein neues Zuhause finden. Leider sind da viele potenzielle Adoptanten nicht besonders zuverlässig und lassen die Tierschützer dann regelrecht hängen. Daher kann ich es irgendwo nachvollziehen, wenn die Tierschutzvereine nicht besonders entgegenkommend sind, wenn es um Änderungen am Vertrag geht. Du hattest ja gemeint, dass du Änderungen vorgenommen hast hinsichtlich „wenn auf dem Transport was schief geht“ damit du dann nicht zahlen musst. Versteh ich zwar aus deiner Sicht, aber ich kann mir gut vorstellen, dass so ähnliche Wünsche schon mal akzeptiert wurden und dann wurde ein solches Entgegenkommen ausgenutzt, um den Hund dann doch nicht nehmen zu müssen. Nicht falsch verstehen: Das ist keinesfalls eine Unterstellung, sondern ich versuche nur das Verhalten der Dame vom Tierschutzverein zu verstehen und nachzuvollziehen. Man glaubt hat leider nicht, was die Tierschützer da täglich erleben und mitmachen müssen über viele Jahre. Da macht man irgendwann einfach keine Ausnahmen mehr.

        Ich hoffe ich konnte dir vielleicht ein bisschen die andere Seite näher bringen und erläutern, warum es vielleicht so gelaufen ist… Es ist grundsätzlich ein schwieriges Thema. Aber ich hoffe, dass du noch zu deinem Traumhund kommst : ) Und beim nächsten Mal siehst du die Sache mit dem Schutzvertrag vielleicht mit anderen Augen.

        Liebe Grüße,

        Gaby

        Antworten
  4. Hallo zusammen,

    wir haben mittlerweile 2 Hunde von Helfende Hände e.V. Die Abwicklung war sehr professionell und
    herzlich. Wir haben die Beiden aus einen Rudel von 6 Hunden. Der Kontakt zu den anderen Adoptanten wurde organisiert, so dass wir uns via WhatsApp austauschen können. Eine Kollegin von AAA, welche auch einen der Hunde hat, ist ebenfalls in der Gruppe, genauso wie Frau A….

    Ich kann eigentlich nur positives berichten und glaube, dass die Organisation(Flug,Paten,Arzt)vom Aufwand her unterschätzt wird. Ich habe großen Respekt vor Menschen, welche sich uneigennützig für das Wohl der Tiere einsetzen.
    Gruß D.H.

    Antworten
    • Hallo Dirk,

      freut mich sehr, dass sich auch positive Feedbacks hierzu finden. Vielen Dank, dass du dich dazu hier geäußert hast
      und deine Erfahrungen mit mir und meinen Lesern teilst! Das ist sehr wichtig.

      Super auch, dass ihr euch mit anderen austauschen konntet. Das hilft viel finde ich und kann die Adoption erleichtern.
      Wie du auch geschrieben hast, unterschätzen leider viele, was derartige Tierschutzvereine leisten und welchen Herausforderungen sie sich täglich stellen müssen. Ich habe es in Rumänien selbst erlebt und habe gesehen, was ehrenamtliche Helfer alles auf sich nehmen, um den Tieren ein besseres Leben zu ermöglichen.

      Ich wünsche dir weiterhin alles Liebe für dich und deine Vierbeiner : )

      Gruß Gaby

      Antworten
      • Hallo Gaby,
        wir haben auch noch einen Hund von einem anderen Verein: 4animals! e.V.

        Die Leute dort sind auch hochmotiviert und in der Abwicklung äußerst professionell.

        Man muss aber auch stets bedenken, dass die Arbeit die geleistet wird, in der Freizeit realisiert wird. Von der Schutzgebühr, die zu entrichten ist, werden noch nicht einmal die Kosten gedeckt wenn man mal, was natürlich nicht so ist, die ganze Arbeit davon bezahlen müsste.

        Die Erwartungshaltung der Menschen, wenn es um Hunde aus dem Tierschutz geht, ist manchmal schon sehr verwunderlich. Ich bin mir auch nicht sicher ob den Menschen klar ist, dass so ein Tier, auch wenn es kerngesund ist, eine Menge Folgekosten verursacht.
        In unseren Fall war es auch spannend, für unseren Urlaub eine geeignete Unterkunft zu finden, wo man mit 3 Hunden willkommen ist. Das sind dann alles so Feinheiten die man berücksichtigen sollte…aber…einfach kann jeder.

        Fazit: unsere Söhne sind nun (fast) erwachsen….jetzt haben wir wieder alle Hände voll zu tun 🙂

        Ich kann aus unseren Erfahrungen eigentlich nur jeden empfehlen, einen Hund aus dem Tierschutz zu adoptieren. Es gibt so viele verschiedene Hunde, da ist für jeden etwas dabei.

        Antworten
        • Hallo Dirk,

          absolut, stimme dir absolut zu. Viele sind schockiert, wenn sie hören, wie viel Schutzgebühr man teilweise zahlen muss.
          Dass sie dafür aber einen kastrierten, gechipten sowie geimpften Hund mit EU-Pass bekommen, sehen sie nicht. Müsste
          man das alles in Deutschland beim TA machen, wäre man auch mehrere hundert Euro los, je nach dem…
          Und man muss ja auch bedenken, dass die Tierschutzvereine die Hunde teilweise jahrelang pflegen, mit Medikamenten versorgen, impfen
          und füttern müssen. Das kostet eine Menge Geld.

          Finde es ganz toll, dass Du Hunde aus dem Tierschutzverein aufgenommen hast. Wir sind mit unserer Maya aus Rumänien auch super glücklich : )

          Wünsch dir und deiner Familie alles Gute.

          Viele Grüße

          Antworten

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