24.01.13

Wenn sich ein Paar trennt, das Haustiere hält, landen diese häufig im Tierheim. Das sollte unbedingt vermieden werden. Es gibt schließlich fast immer einen Weg den Tieren weiterhin ein Zuhause zu geben. Die Halter sollten immer im Sinne der Tiere handeln.

Der Streit um die Haustiere

Geht eine Beziehung in die Brüche, leiden die Haustiere sehr häufig darunter. Nicht wenige Halter entscheiden sich für eine Abgabe ins Tierheim. Bis auf wenige Ausnahmen kann ich dieses Verhalten überhaupt nicht verstehen. Schließlich liebt man die Tiere doch und da sollte es einem wichtig sein, dass es auch weiterhin ein schönes und artgerechtes Zuhause hat. Die Tiere können immerhin nichts für die Umstände.

Immer im Sinne der Tiere

Da es bei einer Trennung sehr emotional zu geht und oft viel Frust im Spiel ist, werden die Bedürfnisse von Haustiere hinten angestellt. Geht es um die Entscheidung, wer das Haustier behalten darf, sollten beide Besitzer die Situation nüchtern betrachten und keinesfalls die persönlichen Differenzen auf Kosten des Tiers austragen. Hier sollte sich jeder folgende Fragen stellen:

  • Wer ist die direkte Bezugsperson des Tiers?
  • Wer kann dem Tier mehr Auslauf ermöglichen?
  • Wer hat mehr Zeit und kann sich besser um das Tier kümmern?
  • Ist die Haltung finanziell möglich?

Alle diese Fragen sind im Sinne des Tieres gestellt. Tiere sollten generell immer bei ihrer Bezugsperson bleiben dürfen. Sie sind an diesen Menschen gebunden und würden leiden, wenn man sie von ihm trennt. Das sollte jedem bewusst sein.

Grundsätzlich kann man nur an die Vernunft appellieren und hoffen, dass alle Tierhalter im Falle einer Trennung das Interesse der Tiere im Auge behalten. Natürlich ist das bei Trennungen schwierig. Das ist mir bewusst. Aber die Tiere sind nunmal auf uns angewiesen und an der Situation völlig unschuldig. Sie sollten niemals leiden müssen, weil wir Menschen es nicht auf die Reihe bekommen.

Die Lage vor Gericht

Ich hoffe, dass sich Betroffene stets außergerichtlich einigen können. Denn in einer Gerichtsverhandlung sieht die Lage oft anders aus als gedacht. Neben Hunden und Katzen geht es in Streitereien nach einer Trennung auch um Pferde, Hamster, Hasen oder Vögel. Im Gegensatz zu Kindern besteht auf Tiere keinen gesetzlichen Anspruch. Um das Umgangsrecht zu streiten, ist deshalb in der Regel zwecklos.

Laut Gesetz sind Tiere zwar keine Sachen, aber sie werden rechtlich gesehen zuerst einmal wie Hausrat behandelt. Vorausgesetzt es liegen keine besonderen Regelungen vor. Geht es tatsächlich vor Gericht, entscheidet dieses über den Verbleib des Tieres. Dabei wird normalerweise berücksichtig, wo dem Tier ein artgerechteres Zuhause geboten werden kann.

Vorbeugen statt streiten

Wer von vorne herein sicher gehen und den Verbleib der Tiere im Falle einer Scheidung regeln möchte, legt dies in einem Ehevertrag fest. Außerhalb einer Ehe kann ebenfalls ein Vertrag diesbezüglich aufgesetzt werden. Hierfür rate ich euch einen Anwalt um Hilfe zu bitten. Dann geht garantiert nichts schief ; )

Vorschlag bei mehrere Tieren

Häufig leben in einer Beziehung mehrere Tiere. Bei einer Trennung könnte versucht werden diese sinnvoll zu trennen. Das wäre für beide Parteien ein Kompromiss und niemand ist mit zu vielen Tieren überfordert. Leben zum Beispiel eine Hauskatze und zwei Hunde bei einem Paar, könnte der Partner, der einen Garten hat die beiden Hunde nehmen. Der Andere  hat vielleicht nur eine Wohnung mit Balkon, wo sich die Wohnungskatze bestimmt wohl fühlt. Das ist natürlich nur ein Beispiel, das gewiss nicht immer so einfach umzusetzen ist. Aber vielleicht eine Anregung für weitere Ideen.

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