Chemische Kastration

27.02.15

Im letzten Beitrag ging es um die Vor- und Nachteile der Kastration für Hunde. Dabei ging ich auch kurz auf die Thematik des Suprelorin-Implantats ein. Heute möchte ich ausführlich über die sogenannte chemische Kastration berichten und erläutern, wie das mit dem „Hormon-Chip“ funktioniert.

Das Hormon-Implantat für Rüden gibt es seit ein paar Jahren. Es erlaubt es Rüden nicht chirurgisch zu kastrieren, sondern lediglich auf chemischer Ebene. Dafür wird dem Tier kein Gewebe entfernt, es handelt es demnach auch um keine Amputation nach §6 Abs.1 des Tierschutzgesetzes. Der Rüde bekommt unter die Haut ein kleine chipähnliches Implantat eingesetzt, das den Hormonhaushalt verändert. Der Rüde wird vorübergehend unfruchtbar. Dieses moderne Implantat ist eine Alternative zur operativen Kastration und erlaubt es Haltern zu beobachten, ob sich Verhaltensweisen und sonstige Aspekte beim Tier verändern. Zudem ist die chemische Kastration eine Alternative für Rüden, bei denen eine herkömmliche Kastration nicht möglich ist. Wie z.B. bei herzkranken Tieren, für die eine Operation mit Narkose ein erhöhtes Risiko darstellt.

Was ist ein Suprelorin-Implantat im Detail?

Ähnliche wie der Mikrochip zur Kennzeichnung von Hunden ist das Suprelorin-Implantat für Rüden ein chipähnliches kleines Ding. Das Implantat enthält Deslorelin, ein Wirkstoff der über die Dauer von sechs bis zwölf Monaten kontinuierlich an den Organismus abgegeben wird. Bei sechs Monaten sind es 4,7 Milligramm Deslorelin, bei zwölf Monaten 9,4 Milligramm.

Die Wirkung im Detail: Das Hormon Gonadotropin-Releasing-Hormon, kurz GnRH, wird vom Körper normalerweise regelmäßig ausgeschüttet, um zu gewährleisten, dass aus einer Drüse (Hypophyse) im Gehirn bestimmte Botenstoffe ins Blut gesandt werden. Diese Botenstoffe steuern die Produktion von Geschlechtshormonen (v.a. Testosteron) im Hoden. Das im Implantat enthaltene Deslorelin hat eine starke Ähnlichkeit mit dem körpereigenen GnRH. Durch die kontinuierliche Abgabe dieses Stoffs wird der Organismus des Rüden quasi verarscht ; ) Entschuldigt den Ausdruck, aber so finde ich kann man das Ganze am besten beschreiben. Durch die Abgabe von Deslorelin werden an der Hypophyse gewisse Rezeptoren blockiert und der Körper des Rüden bekommt quasi vermittelt, dass von den Geschlechtshormonen bereits ausreichend vorhanden sind und er keine weiteren produzieren muss. Die Hypophyse stellt dann die Ausschüttung der Botenstoffe ins Blut ein. Anschließend stellen die Hoden keine Geschlechtshormone mehr her, die Spermien-Bildung wird eingestellt. Auf diese Weise kommt es zur vorübergehenden Unfruchtbarkeit.

Die Kurzversion: Durch die ständige Abgabe von Deslorelin in kleinen Mengen wird der Rüde vorübergehend unfruchtbar. Sobald die Menge Deslorelin aufgebraucht ist, wird der Rüde wieder zeugungsfähig. Deslorelin verhindert die Produktion der Botenstoffe, die zur Testosteronbildung benötigt werden.

Wie wird das Implantat platziert?

Das Suprelorin-Implantat wird mit einer Kanüle im Nacken des Tiers unter die Haut gesetzt. Der Vorgang gestaltet sich im Grunde genauso wie beim Chippen. Für das Einsetzen ist keine Narkose notwendig. Der Vorgang geht ziemlich fix. Es ist für Hunde mäßig schmerzhaft, genau wie beim Chippen auch.

Wann wirkt das Implantat und wie lange?

Nach den ersten zwei bis drei Wochen sinkt das Niveau der Geschlechtshormone stark. Unfruchtbar ist der Hund aber erst nach sechs bis acht Wochen. Grund hierfür ist, dass zu Beginn ja noch Sperma vorhanden ist, womit der Rüde Nachwuchs zeugen könnte. Aus Erfahrungen einiger Halter geht hervor, dass es möglich ist dass sich das typische Rüdenverhalten in den ersten drei Wochen verstärken kann. Nach der Wirkungsdauer, die zwischen sechs und zwölf Monaten dauern kann, ist das Deslorelin leer und die Hoden nehmen die Produktion der Spermien wieder auf. Das Benehmen des Hundes wird langsam wieder wie vor der chemischen Kastration. Laut Studien soll sich bei 80% der Hunde der Testosteronspiegel ein Jahr nach der Implantation eines sechs-Monate-Implantats wieder normalisieren.

Wie wirkt sich die chemische Kastration auf das Verhalten aus?

Da mit dem Implantat das Niveau der Geschlechtshormone maßgeblich verringert wird und damit wesentlich weniger Testosteron zur Verfügung steht, werden von diesem Hormon verursachte Verhaltensweisen eingedämmt. Unter anderem betrifft das das Aufreiten, Urinmarkierungen und ständiges Schnuppern. Das Verhalten wird gleichermaßen verändert wie bei herkömmlich kastrierten Rüden. Verhaltensweisen wie territoriale Aggressionen oder Futterneid sind allerdings auf andere Ursachen  zurückzuführen und werden vom Implantat nicht beeinflusst.

Rüde

Vor- und Nachteile des Implantats

Generell sind die Vor- und Nachteile des Hormon-Chips ähnlich wie bei der herkömmlichen Kastration. Aufgrund der wegfallenden OP und des nur vorübergehenden Eingriffs in den Hormonhaushalt ergeben sich aber zusätzliche Vorteile. Nachfolgend wesentliche Fakten zusammengefasst:

  • Rüden sind während der Wirkdauer des Chips vorübergehend zeugungsunfähig
  • Hoden werden inaktiv und verkleinern sich aufgrund dessen
  • Veränderung im Stoffwechsel: Der Kalorienbedarf sinkt. Eine Anpassung/Reduzierung der Futtermenge ist notwendig um Übergewicht zu vermeiden
  • die exakten Auswirkungen auf Rüden lassen sich im Voraus nicht bestimmen

Die Vorteile im Überblick:

  • unerwünschtes Sexualverhalten verschwindet teilweise oder ganz: chemisch kastrierte Rüden markieren und rammeln weniger, sie haben einen deutlich geringeren Ausfluss aus der Vorhaut und auch das jaulen kann abnehmen
  • Aggressionen gegenüber andern Rüden kann abnehmen
  • keine endgültige Kastration und damit Unfruchtbarkeit
  • unerwünschte Verhaltensweisen durch die Kastration müssen nicht für immer hingenommen werden. Haltern wird damit ermöglicht ihren Rüden zunächst zu beobachten und nach der Wirkung des Implantats darüber zu entscheiden, ob weiterhin implantiert wird, möglicherweise eine operative Kastration sinnvoller oder der Umgang mit dem nicht kastrierten Hund angenehmer ist. Das Implantat dient quasi als „Testlauf“
  • keine Narkose nötig

Die Nachteile im Überblick:

  • Bei Hunden mit einem Körpergewicht von unter zehn Kilogramm kann die Wirkung länger anhalten als eigentlich vorgesehen.
  • Es wurde in Studien bislang nicht nachgewiesen, ob die Hunde nach der Wirkdauer der Hormon-Chips tatsächlich wieder zeugungsfähig sind. Der Einsatz bei Zuchtrüden ist deshalb bislang nicht empfehlenswert.
  • Fellveränderungen: insbesondere bei langhaarigen Rassen kann das Fell flusiger werden.

Weitere mögliche Nachteile könnt ihr im Beitrag zum Thema „Kastration Hund – Vor- und Nachteile“ nachlesen. Übrigens: Bei Tumoren am Hoden oder Prostata-Veränderungen wird von einer chemischen Kastration abgeraten! Tierärzte empfehlen dann Alternativen.

Bei welchen Hunden sind Implantate möglich?

Gesunde und erwachsene Hunde können ein Implantat dieser Art erhalten. Bei kranken Hunde ist allerdings dringend davon abzuraten. Zu den Krankheiten gehören Hoden- und Prostatatumore und Hodenhochstand (Kryptorchismus). Wird ein Rüde gerade geimpft, darf das Implantat nicht zeitgleich eingesetzt werden. Dadurch könnten sowohl Immunsystem als auch Hormonsystem negativ beeinflusst werden.

Was kostet das Suprelorin-Implantat?

Suprelorin-Implantate für sechs Monate kosten ungefähr 90 Euro. Für zwölf Monate-Chips muss man rund 160 Euro hinlegen.

Hier zum Vergleich die Kosten der chirurgischen Kastration: Die reine Operation kostet in der Regel zwischen 180 und 220 Euro, je nach Größe des Hundes. Hinzu kommen Gebühren für Kontrolluntersuchungen, Entfernung der Fäden und eventuell Übernachtungskosten beim Tierarzt für die Beaufsichtigung direkt nach der OP. Kommt es zu Komplikationen steigt die Rechnung weiter.

Gibt es das Suprelorin-Implantat für Hündinnen, Katzen sowie Kater?

Nein. Der Hormon-Chip ist ausschließlich für Rüden zugelassen.

Update 3.08.2015 – Entfernung des Chips

Eine Leserin hat mich auf einen wichtigen Punkt hingewiesen, auf den ich an dieser Stelle ergänzend eingehen möchte. Sie stellte die Frage, ob der Chip nach der Behandlung wieder entfernt werden muss! Eine gute Frage! Ich habe daraufhin nochmals recherchiert und auf der Internetseite für fachkundige Arzneimittelinformationen pharmazie.com die Antwort gefunden. Dort wird erklärt, dass das Suprelorin-Implantat biologisch verträglich ist und deshalb nicht entfernt werden muss. Er bleibt einfach im Körper des Hundes zurück und baut sich von selbst ab. Ungefähr nach der doppelten Zeit der eigentlichen Wirkdauer soll der Chip nicht mehr nachweisbar und damit abgebaut sein. Bei einem 6-Monate-Chip wäre das dann nach ungefähr einem Jahr der Fall.

Sollte man die Behandlung abbrechen wollen oder der Chip aus anderen Gründen raus müssen, lässt er sich operativ entfernen. Mit Ultraschall können Tierärzte das Implantat lokalisieren und anschließend entnehmen. Allerdings soll das gar nicht so einfach sein, weil sich das kleine Implantat mit dem umliegenden Gewebe verbindet und „wandert“.

Update 9.12.2015 – Wiederholung und Nebenwirkungen

Eine Leserin (Conny) hatte mir unter diesem Artikel über einen Kommentar folgende Fragen gestellt:

Hallo Gaby,
wie oft in Folge kann man die chemische Kastration vornehmen? Können Nebenwirkungen (z.B. erhöhtes Krebsrisiko) entstehen, wenn der Chip zu oft gesetzt wird?

Ich habe heute endlich Zeit gehabt mich mit meiner Tierarztpraxis in Verbindung zu setzen. Dort bekam ich auf die Frage wie oft man die chemische Kastration vornehmen kann die Antwort, dass es generell zwar keine Begrenzung gibt für die Anwendung des Chips und man theoretisch mehrmals im Leben eines Hundes auf die chemische Kastration zurückgreifen könnte, es aber stets sinnvoller wäre, diese Möglichkeit als vorübergehende Maßnahme zu betrachten, um sich danach für oder gegen eine dauerhafte Kastration zu entscheiden. Denn man muss bedenken, dass mit der mehrmaligen chemischen Kastration für den Hund eine ständige hormonelle Veränderung einhergeht, die nicht unbedingt optimal für das Tier ist. Daher sollten Halter die chemische Kastration lediglich als „Testlauf“ betrachten (wie ich es oben schon erklärt hatte).

Das sei auch deshalb besser, weil man ja den genauen Zeitpunkt der Wirkung nicht exakt festlegen kann. Möglicherweise wird beim Wiederholen der richtige Zeitpunkt verpasst und wenn es blöd läuft, kommt es doch zu einer ungewollten Befruchtung. Die Praxis wies mich außerdem darauf hin, dass die herkömmliche Kastration auf Dauer günstiger sei, als die ständige Wiederholung der chemischen Varianten. Auch das ist ein Faktor, den es zu beachten gilt. Akute Nebenwirkung einer mehrfachen Wiederholung der chemischen Kastration sind in dieser Praxis nicht bekannt. Aber: in dieser Praxis kommt das auch äußerst selten vor, sodass konkrete Erfahrungswerte fehlen.

Zur Frage ob der Praxis Nebenwirkungen durch das Suprelorin-Implantat bekannt sind, wurde mir gesagt, dass außer den typischen Nebenwirkungen (z.B. dass der Hund ruhiger werden oder eine Gewichtszunahme folgen kann), die auch bei herkömmlichen Kastrationen auftreten können, keine weiteren Nebenwirkungen bekannt sind.

Ich hoffe diese Infos helfen nochmals ein bisschen weiter. Bitte bedenkt, dass es sich hierbei um die Auskunft einer einzelnen Praxis handelt. Ich kann hier keine allgemeine Antwort dazu geben, aber ich denke, dass die Hinweise der Tierarztpraxis ein wenig die Angst nehmen können und zusätzlich aufklären.

Update 2.03.2016 – Nebenwirkungen für Menschen und dauerhafte Unfruchtbarkeit

Es ist Zeit für ein weiteres Update, denn ich habe gerade mit der medizinischen Fachberatung des Hersteller Virbac telefoniert, einem Hersteller für Tierarzneimittel. Grund für meinen Anruf waren zwei neue Kommentare von meinen Lesern:

Thema Unfruchtbarkeit

Iwanka hatte im Februar darüber berichtet, dass sie befürchtet ihr Hund sei aufgrund des Chips möglicherweise dauerhaft unfruchtbar.

Zitat: „Mein Rüde hatte zweimal in Folge diesen Chip um bei meiner Hündin drei Läufikeiten zu überbrücken. Zuvor hatten wir 1 Wurf . Nun war ich vor ca 4 Wochen beim Tierarzt und ließ ein Spermiogramm von meinem Rüden machen.Resultat: nicht eine einzige Spermie zu erkennen-unfruchtbar.“

Daraufhin fragte ich die Leserin noch: „Welcher Zeitraum lag denn zwischen dem Ende der Wirkungsdauer des Chips und dem Spermiogramm?“ Eine Antwort schrieb sie bislang nicht. Vielleicht folgt sie noch : )

 

Ich habe der medizinischen Fachberaterin von Virbac von diesem Fall berichtet. Ihre Antwort: Es gäbe keinerlei Hinweise darauf, dass das Implantat zur chemischen Kastration eine dauerhafte Unfruchtbarkeit verursacht. Laut ihren Informationen beträgt die Wirkungsdauer bei 80 Prozent der durch diesen Wirkstoff durchgeführten chemischen Kastration 6 – 12 Monate, bei 18 Prozent zwischen 12 und 18 Monate und bei 2 Prozent noch länger. Die Wahrscheinlichkeit ist daher hoch, dass das Spermiogramm in diesem Fall zu früh durchgeführt wurde. Ich bin kein Experte und möchte das nochmals wiederholen. Ich versuche lediglich meinen Lesern die Daten von fachkundigen Stellen zu übermitteln und nach bestem Gewissen zu recherchieren.

Man muss die Wirkungsdauer des Implantats genau im Auge behalten. Im Einzelfall sollte der behandelnde Tierarzt zurate gezogen werden. Aber grundsätzlich gilt: Hinweise darauf, dass das Suprelorin-Implantat dauerhafte Unfruchtbarkeit auslösen soll, gibt es keine. Lediglich während der Wirkungsdauer besteht Unfruchtbarkeit und die ist ja erwünscht.

Thema Nebenwirkungen für Menschen

Franziska schrieb mich ebenfalls im Februar an:

„Meine Tierärztin ist derzeit schwanger und sagte mir, sie dürfe aus diesem Grund derzeit den Chip nicht persönlich einsetzen. Das Einsetzen des Chips müsste deshalb von ihrer Helferin durchgeführt werden.“ Sie fragte daraufhin: „Gibt es denn Untersuchungen oder Aussagen des Pharmaherstellers oder einer anderen Prüfstelle zu eventuellen Wirkungen des Chips auf den Hundebesitzer/die Hundebesitzerin. Kann ausgeschlossen werden, dass es hier zu einer Übertragung des Wirkstoffs auf den Menschen kommt?“

Hier war die Antwort der medizinischen Fachberatung ebenfalls deutlich: Es gibt keinerlei Nebenwirkungen für den Menschen und somit kann eine Übertragung ausgeschlossen werden. Man muss keine Angst haben, dass es durch Streicheln des Hundes zu Hormonstörungen beim Menschen kommt. Das ist ausgeschlossen.

Die Erklärung: Der Hinweis von der Tierärztin, dass sie aufgrund ihrer Schwangerschaft den Chip nicht einsetzen dürfte, hätte weniger etwas mit dem Wirkstoff, sondern vielmehr mit der Anwendung und dem Einsetzen des Implantats selbst zu tun. Denn mit dem Umgang der Gerätschaften zum Einsetzen des Chips gehen gewisse Risiken für den Tierarzt einher. Das dürfte der Grund für die Aussage gewesen sein. Gerade Schwangere stehen diesbezüglich unter besonderem Schutz.

Definitiv lässt sich aber zusammenfassen, dass das Implantat KEINE Nebenwirkungen für Menschen hat.

Ich hoffe ich konnte damit wieder etwas Licht ins Dunkel bringen : )

Update 18.07.2016 – Hoden-Größe, Zuchtrüden, Harnträufeln

Aufgrund weiterer Kommentare zu diesem Beitrag, habe ich nochmals mit der medizinischen Fachberatung des Herstellers Virbac telefoniert, einem Hersteller für Tierarzneimittel. Virbac ist derzeit der einzige Hersteller des Suprelorin-Implantats.

Die Leserin „Corry“ hatte Anfang Juli 2016 gefragt:

…werden die Hoden irgendwann wieder normal groß? Oder ist bekannt, dass sie klein bleiben und quasi einen Schaden davon tragen können?

Mein Anruf bei Virbac ergab, dass es ganz normal ist, dass sich die Hoden verkleinern. Das liegt daran, dass die Bildung von Spermien zum Erliegen kommt. Hinweise darauf, dass die Hoden dauerhaft klein bleiben oder gar einen Schaden nehmen, gibt es laut Virbac nicht. Wenn die Produktion wieder auf normales Niveau steigt, passt sich auch die Größe der Hoden wieder an, da ja quasi wieder wie gewohnt Sperma-Masse vorhanden ist. Laut Virbac ist hier allerdings ebenfalls zu beachten, dass sich die tatsächliche Wirkungsdauer des Implantats nicht zu 100 Prozent exakt planen lässt. Wie bereits in einem vorangegangenen Update erwähnt, kann die Wirkungsdauer durchaus länger sein. Bei 18 Prozent liegt diese zwischen 12 und 18 Monaten und bei zwei Prozent sogar noch länger. Daher kann es eben vorkommen, dass die Hoden länger klein bleiben als „geplant“.

Für Zuchtrüden ergibt sich daraus, dass Züchter diese zeitlichen Verschiebungen einplanen müssen. Ein Suprelorin-Implantat wirkt mindestens sechs Monate, kann aber eben auch deutlich länger „nachwirken“. Das müssen Züchter in jedem Fall beachten! Jeder fachkundige Tierarzt, der das Implantat einsetzt, wird darauf hinweisen.

Die Leserin „Silvia Narovec“ berichtete folgendes:

Der Chip wurde für die Dauer von einem halben Jahr eingesetzt. Mein Hund zeigte danach einige Gute aber auch Schlechte Reaktionen. Gut War, dass er nicht mehr ständig schnüffele, keine Apetitlosigkeit mehr hatte und läufigen Hündinnen nicht mehr hinterher rannte. ( Er hat 38 Kilo ).
Leider wurde er sehr unsicher mit dem Hormonschub und zeigte ein aggressives Verhalten anderen Rüden gegenüber.
Ein weiterer Punkt war, dass er anfing Harn zu träufeln. Was aber laut Tierärztin und Herstellers ( da zu wenig Erfahrungsberichte und Studien ) nicht vom Hormonchip sein musste.
Die Wirksamkeit ließ nach 1 1/2 Jahren erst nach. Aufgefallen durch wieder häufiges schnuppern ,größeren Hoden und das beste- er verliert keinen Harn mehr.
Ich bin mir ziemlich sicher,dass das Harn träufeln am Chip lag , hab aber unzählige Erfahrungsbericht gelesen und dieses Problem nicht gefunden.

Ich schilderte Virbac das Problem mit dem Harnträufeln. Das Telefonat ergab: Es kann nicht zu 100 Prozent ausgeschlossen werden, dass das Harnträufeln durch das Suprelorin-Implantat ausgelöst wird. Auch bei der klassischen Kastration kann Harnträufeln bzw. Harninkontinenz eine Folge sein. Es wäre daher durchaus möglich, dass bei Silvias Hund das Implantat das Harnträufeln ausgelöst hat. Wie Silvia aber auch selbst berichtete, muss das nicht am Implantat liegen. Es gibt auch weitere mögliche Ursachen. Jedoch kann man es eben auch nicht ausschließen. Ob das Harnträufeln bei einer Kastration nicht auftritt, lässt sich ebenfalls nicht sagen. Es wäre ebenfalls denkbar, dass der Hund kastriert wird und es dann gleichermaßen zum Harnträufeln kommt.

Optimierung der Sperma-Qualität?

Unabhängig davon informierte mich Virbac im Telefongespräch im Rahmen meiner Fragen zum Thema Zuchtrüden darüber, dass an der Uni Gießen untersucht wurde, dass sich das Suprelorin-Implantat sogar positiv auf die Qualität des Spermas von Rüden auswirken könne. Aus Berichten geht angeblich hervor, dass sich die Sperma-Qualität nach der Wirkungsdauer des Wirkstoffs verbessert zeigte, als vor dem Einsatz des Implantats. Dies könne an der Tatsache liegen, dass die Sperma-Produktion vorübergehend vollständig heruntergefahren wird, um diese anschließend optimiert fortzusetzen. Von einem Ankurbeln der Produktionsfähigkeit ist die Rede. Konkrete Zahlen zu diesen Berichten konnte Virbac nicht nennen.

Ich hoffe euch damit weiterhelfen zu können und bin für weitere Fragen offen. Über Erfahrungsberichte freue ich mich natürlich wie immer, schließlich können sie dazu beitragen das Thema näher zu durchleuchten.

Update 13.10.2016 – Größe des Suprelorin-Implantats

Leserin Luise hat mich in einem Kommentar darauf aufmerksam gemacht, dass die Angabe fehlt, wie groß das Suprelorin-Implantat ist. Das möchte ich hiermit nachholen : ) Das Suprelorin-Implantat ist ca. ein Zentimeter lang und relativ schmal. Wie es eingesetzt wird und wo, steht bereits oben im Text.

 

 

108 Kommentare für “Chemische Kastration mit Suprelorin-Implantat – Der Hormon-Chip für Rüden”

    • Hallo Gaby,

      das ist eine gute Frage und ich bin froh dass du sie gestellt hast. Denn diesen Punkt habe ich meinem Artikel nicht thematisiert. Werde ich direkt ergänzen. : )

      Ich habe dazu nochmals recherchiert und unter pharmazie.com eine offizielle Antwort gefunden. Dort heißt es, dass das Implantat „biologisch verträglich“ ist und deshalb nicht entfernt wird. Außerdem wird dort erklärt, dass der Chip heraus operiert werden kann, falls das aus irgendwelchen Gründen notwendig wäre um die Behandlung abzubrechen. Mit Hilfe von Ultraschall wird der Chip lokalisiert.

      Ich hoffe ich konnte dir damit weiterhelfen : )

      LG

      Antworten
      • Ist zwar schon eine Weile her, aber ich habe gestern meinem Rüden den 6 Monats Chip setzen lassen. Der TA sagt, der Chip löst sich auf und muss nicht entfernt werden. Heißt also auch das kein „Rest“ im Körper des Hundes verbleibt.
        Ob das von Hersteller zu Hersteller unterschiedlich ist weiß ich nicht.

        LG

        Antworten
        • Hallo Lisa,

          vielen Dank für deinen Kommentar.

          Wenn es aktuell noch so ist, gibt es bislang nur einen Hersteller für das Suprelorin-Implantat
          und das ist „Virbac“.

          Vielleicht kannst du mir und den anderen Lesern ja später ein Feedback zu deiner Meinung
          über das Implantat geben, wenn die Wirkungsweise beendet sein sollte.

          Würde mich interessieren, welche Erfahrungen du machst.

          Danke und dir und deinem Vierbeiner alles Liebe : )

          LG Gaby

          Antworten
  1. Kann der Chip auch mit örtlicher Betäubung entfernt werden, wenn eine Vollnarkose zu riskant ist?
    LG

    Antworten
    • Hallo Sabrina,

      da würde ich dir empfehlen, das mit deinem Tierarzt des Vertrauens zu besprechen. Ich denke das hängt immer
      vom Einzelfall ab und ich möchte hierzu ungern Stellung nehmen, da ich das nicht mit Sicherheit beantworten kann.

      Ich würde einfach kurz beim Tierarzt nachfragen. Sicherlich findet sich eine Lösung.

      LG und alles Gute
      Gaby

      Antworten
  2. Hallo Gaby,
    wie oft in Folge kann man die chemische Kastration vornehmen? Können Nebenwirkungen (z.B. erhöhtes Krebsrisiko) entstehen, wenn der Chip zu ift gesetzt wird?

    Antworten
    • Hallo Conny,

      vielen Dank für deinen Kommentar. Entschuldige, dass ich mich erst jetzt melde.

      Ich habe leider noch keine konkrete Antwort auf deine Frage, wie oft in Folge man diese Art der Kastration durchführen kann. Ich werde mal bei meiner Tierärztin anrufen. Vielleicht kann sie mir das beantworten. Online finde ich keine plausible Erklärung. Ich melde mich an dieser Stelle wieder, falls ich neue Infos habe.

      Zu extremen Nebenwirkungen wie erhöhtem Krebsrisiko ist mir nichts bekannt und auch auf den tiermedizinischen Webseiten habe ich hierzu keinen Hinweis gefunden. Neben den oben genannten Nachteilen kann es beispielsweise zu Schwellungen an der Stelle auftreten, an welcher der Chip eingesetzt wird. Diese sollen aber nur vorübergehend sein und von allein wieder abschwellen.

      Einen Hinweis, der dir vielleicht weiterhilft, habe ich hier in einem Hundemagazin gefunden:

      http://www.lumpi4.de/chemische-kastration-bewirkt-beim-hund-15576999/

      In dem Artikel erklärt Professor Dr. Axel Wehrendt, Fachtierarzt für Reproduktionsmedizin, mehr zum Thema. Unter anderem heißt es darin: „In Einzelfällen berichten die Besitzer über Verhaltensänderungen, Reaktionen an der Injektionsstelle, Problemen beim Harnabsatz und Haarverlusten. Dies sind jedoch keine wissenschaftlich erhobene Daten sondern Einzelbeobachtungen.“

      Lese dir diesen Artikel am besten auch noch durch. Vielleicht findest du darin weitere Hinweise.

      Ich hoffe ich konnte dir damit ein wenig weiterhelfen : )

      Liebe Grüße Gaby

      Antworten
  3. Hallo Gaby,
    ich hätte noch eine Frage zu dem Thema oben. Welches Verhalten zeigt der Hund wenn der Chip nachlässt? Merkt man das, außer daran das die Hoden wieder größer werden? Unser sonst quirliger und liebenswerter Havanese knurrte mich an! Ein andern mal saß er zitternd unter der Bank und ließ sich mit nichts verlocken? Der Chip ist jetzt ca. 10 Monate drin und seine Hoden schwellen wieder an. Kann das untypische Verhalten von der Hormonumstellung kommen?

    Liebe Grüße Ilka

    Antworten
    • Hallo Ilka,

      der Chip kann verschiedene Verhaltensänderungen verursachen. Lässt die Ausschüttung der entsprechenden Stoffe nach Ablauf der Wirkungsdauer langsam nach, sollte sich das Tiers nach und nach wieder so verhalten, wie vor dem Einsatz des Chips.
      Aufgrund der Hormonumstellung sind Verhaltensänderungen somit durchaus möglich und normal. Den Chip nutzt man ja unter anderem
      auch dafür, um zu schauen, ob eine Kastration sinnvoll wäre oder ob die Verhaltensänderungen möglicherweise zu krass wären. Vielleicht ist das bei deinem Hund der Fall.

      Die von dir geschilderten Verhaltensänderungen würde ich an deiner Stelle umgehend bei dem entsprechenden Tierarzt abklären lassen, wo du den Chip hast einsetzen lassen. Er kann dir bestimmt mehr sagen, wenn er das Tier sieht und untersucht hat.

      Ich hoffe, dass sich das Verhalten deines Lieblings schnell wieder normalisiert!

      Ganz liebe Grüße,

      Gaby

      Antworten
      • Hallo Gabi,
        ich war sicherheitshalber auch schon beim Tierarzt und es hat sich herausgestellt, dass er eine Blockade zwischen zwei Rückenwirbeln hat. Das knurren war also ein Achtung, da nicht anfassen das tut weh. Das wusste ich ja nicht, sein Vorgänger hat sobald ihm was unangenehm oder gar schmerzhaft war alles „weggeknutscht“. Daher war ich es von der Rasse nicht gewohnt angeknurrt oder sogar geschnappt zu werden. Tja jeder Hund ist halt anders auch wenns die gleiche Rasse ist. Nun bekommt unser Puschel Schmerztabletten und siehe da das Futter schmeckt auch wieder. Das Zittern kam vom rumtoben, wie Kinder beim Spielen vergessen, dass man doch eigentlich Schmerzen hat. Montag wieder vorstellen und dann mal weiter gucken. Aber vielen lieben Dank, dass auch du dich schlau gemacht hast.
        Viele liebe Grüße Ilka 😊

        Antworten
        • Hey Ilka,

          gern geschehen!

          Dann war es ja umso besser, dass du gleich zum Tierarzt gegangen bist. Freut mich, dass das „Problem“ gelöst ist : ) Gute Besserung für deine Fellnase!

          Wünsche dir und deinem Vierbeiner alles Gute für das neue Jahr : ) Vor allem viel Gesundheit.

          Viele tierische Grüße,

          Gaby

          Antworten
  4. Hallo Gaby,

    vielen Dank für deine gute Zusammenfassung bezüglich des Chips.

    Ich habe mich im Internet bereits umfangreich über das Thema informiert. Ein Punkt, den ich bislang nirgendwo erwähnt gefunden habe, sind mögliche Nebenwirkungen des Chips auf den Hundebesitzer.

    Meine Tierärztin ist derzeit schwanger und sagte mir, sie dürfe aus diesem Grund derzeit den Chip nicht persönlich einsetzen. Das Einsetzen des Chips müsste deshalb von ihrer Helferin durchgeführt werden. Diese Vorschrift steht so auch in der Arzneimittelbeschreibung des Herstellers.

    Meine Frage ist daher: Gibt es denn Untersuchungen oder Aussagen des Pharmaherstellers oder einer anderen Prüfstelle zu eventuellen Wirkungen des Chips auf den Hundebesitzer/die Hundebesitzerin. Kann ausgeschlossen werden, dass es hier zu einer Übertragung des Wirkstoffs auf den Menschen kommt? Das Medikament befindet sich ja in der Blutbahn des Hundes. Wenn es auch nur in kleinsten Mengen über die Haut in das Fell abgegeben wird, könnte es durch Streicheln des Hundes ja zu unerwünschten Wirkungen bzw. Hormonstörungen beim Hundebesitzer kommen.

    Antworten
    • Hallo Franziska,

      Vielen Dank für deinen Kommentar.
      Ich habe bereits mit meiner Tierärztin Kontakt aufgenommen, aber
      sie war leider gerade in einer Operation als ich anrief.

      Da ich mich derzeit im Ausland befinde, werde ich das klären, sobald ich zurück bin. Ich melde mich an dieser Stelle wieder, sobald ich weitere Informationen habe. Meine Tierärztin konnte mir bereits wegen etwas anderem Auskunft geben, daher habe ich Hoffnung, dass sie mir auch hierzu eine kompetente Antwort geben kann.

      Ich bitte um etwas Geduld, ich melde mich so schnell ich kann und hoffe, dass ich konkrete Antworten bekomme bzw. finde.

      Alles Liebe und bis bald : )

      LG Gaby

      Antworten
    • Hallo Franziska,

      wie versprochen, melde ich mich nochmals bei dir bezüglich deine Frage zur chemischen Kastration.

      Ich habe gerade mit der medizinischen Fachberatung eines Herstellers telefoniert. Die Ergebnisse findest du als Update in meinem Beitrag : )

      Ich hoffe dir damit weiterhelfen zu können.

      Alles Liebe,

      Gaby

      Antworten
      • Vielen Dank, Gaby, dass du dich da nochmal so genau informiert hast. Da bin ich jetzt wirklich beruhigt, zumal ich diesbezüglich wirklich Bedenken hatte.

        Antworten
        • Hallo Franziska,

          habe ich sehr gerne gemacht : )

          Freut mich, dass ich dir weiterhelfen und dich beruhigen konnte.

          Wünsche dir alles alles Gute und vielleicht bis bald : )

          Liebe Grüße,

          Gaby

          Antworten
  5. iwanka maier

    Hallo Gaby,
    ich wollte dir gerne und natürlich auch vielen Interessierten mal über meine Erfahrungen über diesen Chip berichten.
    Mein Rüde hatte zweimal in Folge diesen Chip um bei meiner Hündin drei Läufikeiten zu überbrücken.Zuvor hatten wir 1 Wurf . Nun war ich vor ca 4 Wochen beim Tierarzt und ließ ein Spermiogramm von meinem Rüden machen.Resultat: nicht eine einzige Spermie zu erkennen-unfruchtbar. An seinem Verhalten deutete nichts darauf hin, bei einer läufigen Hündin dreht er nach wie vor völlig durch und will sie auch in der Standhitze besteigen.
    Da er nun ja schon einmal erfolgreich gedeckt hat und nach den Chips nur noch mit heißer Luft schießt,denke ich das das aufgrund der Chips zurückzuführen ist.

    LG Iwanka

    Antworten
    • Hallo Iwanka,

      herzlichen Dank für deinen Kommentar. Toll direkt von jemandem zu hören, der eigene Erfahrungen mit dem Chip gemacht hat. Weniger schön ist natürlich, dass du negative Erfahrungen damit machen musstest. So sollte das selbstverständlich nicht laufen.

      Was mich an dieser Stelle interessieren würde: Welcher Zeitraum lag denn zwischen dem Ende der Wirkungsdauer des Chips und dem Spermiogramm?

      Hast du schon mit dem Tierarzt darüber gesprochen, der den Chip eingesetzt hat? Würde mich auch interessieren, was er gesagt hat…

      Über ein Feedback würde ich mich sehr freuen.

      Danke und LG : )

      Antworten
    • Hallo Iwanka,

      ich habe gerade mit der medizinischen Fachberatung eines Herstellers telefoniert. Die Ergebnisse findest du als Update in meinem Beitrag : ) Ich hoffe ich kann dir damit weiterhelfen. Vielleicht klärt sich das ja in deinem Fall noch auf und dein Hund ist nicht dauerhaft unfruchtbar. Ich drücke die Daumen und freue mich über weitere Erfahrungen von dir.

      Viele Grüße

      Antworten
  6. Hallo,
    vielen Dank für den tollen Beitrag!

    Ich bin mir nicht sicher, ob ich bei meinem Hund einen Chip setzen lassen werde oder nicht. Wahrscheinlich ist er mit seinen 9 Monaten auch noch etwas zu jung dafür?

    Jedoch ist es derzeit mit ihm unerträglich raus zu gehen. Vor 2 Monaten ist er immer brav an der Leine gegangen, hat nicht gezogen (Anfangs schon, aber wir haben viel mit ihm geübt) und jetzt, sobald er auch nur die Hinterlassenschaften einer Hundedame riecht, habe ich das Gefühl einen 25kg schweren Hund an der Leine zu haben. Er wiegt 2,5kg (Langhaar Chihuahua). Wenn er dann mal zu so einer Stelle gekommen ist, leckt er sich quasi in Trance. Nicht Ansprechbar, nicht lockbar. Ich müsste ihn mit „Gewalt“ wegziehen, oder wegtragen. Wie ein Kind was seinen Schokoriegel nicht bekommt und sich in den Gang auf den Boden wirft, so macht mein Sammy das auch. Wir haben (leider) viele Weibchen in unserer Nachbarschaft.
    Außerdem ist er anderen Hunden gegenüber immer sehr aufdringlich und hängt ihnen am Po (schnüffelnd).

    Habe für morgen einen Termin beim Tierarzt ausgemacht und möchte mich mal beraten lassen.
    Sonst ist er ein super Hund und hört, aber draußen mutiert er wie gesagt zum 25kg Hund.

    Chip wohl für diese Problematik Empfehlenswert und ab welchem Alter?

    Antworten
    • Hallo Stephanie,

      vielen Dank für deinen Kommentar.
      Tut mir sehr leid, dass du in dieser Hinsicht solche Probleme mit deinem Vierbeiner hast.
      Ich finde es gut, dass du dich von einem Tierarzt beraten lässt. Sicherlich kann er dir dabei weiterhelfen.

      Das Suprelorin-Implantat sollte grundsätzlich nur bei gesunden und erwachsenen Tieren eingesetzt werden. Mit neun
      Monaten ist dein Hund noch nicht ausgewachsen, daher glaube ich eher weniger, dass der Tierarzt den Chip jetzt schon
      einsetzen würde.

      Dein Hund befindet sich gerade in der pubertären Phase, die meist ungefähr zwischen dem 7. und 11. Monat liegt.

      Als grober Richtwert kann man sagen, dass ein Hund ab dem 12. Monat „erwachsen“ ist. Allerdings hängt der exakte Zeitpunkt
      des Erwachsenseins von mehreren Faktoren ab.

      Ab wann ein Tierarzt den Chip empfiehlt, kann ich persönlich nicht sagen. Das hängt individuell vom Hund und dessen Entwicklung ab.

      Lasse dich also beraten. Vielleicht gibt es ja noch andere Lösungen, um deinen Hund zu bändigen. Der Chip ist generell ideal als Testlauf, um herauszufinden, ob eine Kastration Sinn macht.

      Grundsätzlich kann ich dich aber beruhigen: Diese extreme Phase, die du gerade mit deinem Hund durchmachst, kennen die meisten Hundehalter und sie geht auch wieder vorbei. Die Pubertät kann sehr anstrengend werden, da die Tiere hier ihre Grenzen austesten und zum Chef mutieren ; )

      Lass dich nicht unterkriegen und sei weiterhin konsequent, um deine erzieherischen Maßnahmen bisher nicht zunichte machen zu lassen.

      Kopf hoch : )

      LG Gaby

      Antworten
  7. Hallo Gaby,
    unser Pudel frisst allgemein ziemlich wenig und ist, was das anbelangt sehr wählerisch. Er ist jetzt 3 Jahre alt und unsere Tierärztin tippt auf Liebeskummer, da er auch lange schnüffelt und während dem Gassi gehen stehen bleibt ect. Nun stellt sich mir die Frage, ob ich ,auf den Rat der Tierärztin, ein Implantat setzen lasse. Normalerweise ist er verspielt,ängstlich und super verträglich mit anderen, jedoch kommt es in letzter Zeit schon häufiger vor, dass er andere Hunde anknurrt und stehen lässt obwohl sie nur mit ich, spielen wollen.

    Vielleicht hast du einen Rat 😉

    LG Gina

    Antworten
    • Hallo Gina,

      vielen Dank für deinen Kommentar : )

      Kann natürlich gut sein, dass dein Pudel gerade ziemlich auf die Mädels abfährt und deshalb
      so einiges um sich herum vergisst ; )

      Allerdings können auch sonstige gesundheitliche Beschwerden für eine Veränderung des allgemeinen Verhaltens
      verantwortlich sein. Das mit dem Fressen kann auch einfach an einer unvorteilhaften Nahrung liegen. Vielleicht
      enthält es Bestandteile, die euer Pudel nicht mag. Hier würde ich mir die Inhaltsstoffe mal genauer anschauen und vielleicht checken, ob es etwas geeigneteres gibt.

      Zum Implantat: Ich würde da grundsätzlich auf das Urteil deiner Tierärztin vertrauen. Sie kennt deinen Hund und
      weiß über das Implantat bestens Bescheid. Da das Implantat nur vorübergehend wirkt, kannst du damit
      gut prüfen, wie sich dein Hund anschließend verhält. Im Idealfall wird er wieder der Alte und wesentlich entspannter.
      Sollte es so sein, ist es gut möglich, dass sein Drang zur Fortpflanzung ihm Stress beschert und eine dauerhafte Kastration sinnvoll ist.

      Informiere dich gut über das Implantat und lasse dich in einem Gespräch mit deiner Tierärztin nochmals beraten. Sicherlich kann sie dir alle noch offenen Fragen beantworten : )
      In meinem Beitrag findest du bereits viele Fakten dazu.

      Ich wünsche dir und deinem Pudel alles Gute.

      Liebe Grüße,

      Gaby

      Antworten
  8. Ich hatte meinen Rüden auch einen Hormon Chip verpassen lassen. den für 6 Monate, alles klappte super wie gewünscht. Statt 6 Monate hielt die Wirkung jedoch 9 Monate an was laut meiner Tierärztin bei sehr kleinen Hunderassen recht häufig vorkommt und mir war das auch recht. Dann war unsere Hündin vom Alter her soweit das ich mir eine Trächtigkeit wünschte und der Rüde mittlerweile wieder Zeugungsfähig. Aber da ging es uns dann genauso wie bereits von Ivanka beschrieben, da kam nämlich erst mal nur noch “ heiße Luft“ und das obwohl der Einsatz des Chips mittlerweile knapp über ein Jahr her war. Erst 2 weitere Hitzigkeitszyklen später hat der Deckakt dann Früchte getragen und unsere Emily hat 3 gesunde Chihuahuawelpen geboren. Insgesamt sind somit ca 2 Jahre vom Chip einsetzen bis zum erfolgreichen Deckakt vergangen. Da ich kein Züchter bin hat mich das nicht gestört jedoch sollten die Tierärzte darauf hinweisen das zwar die Wirkung der Hormone nur ca 6 bis max 9 Monate anhält aber es durchaus nochmal doppelt so lange (oder sogar mehr) dauern kann bis der Rüde wieder erfolgreich decken kann.

    Antworten
    • Hallo Saskia,

      vielen Dank für deinen Kommentar und deine Hinweise zu deinen Erfahrungen.

      Ist sicherlich nicht einfach zu sagen, ob das letztendlich am Chip liegt oder nicht.
      Aber wie du auch meintest, sollten sich Züchter besonders intensiv informieren …

      Freut mich auf jeden Fall, dass es bei euch wie gewünscht geklappt hat : )

      Viele Grüße
      Gaby

      Antworten
  9. Hallo ich habe da noch eine frage zum Chip entfernen!
    Ist es denn besser die wirkung auslaufen zu lassen , da der stoff ja nicht sofort auf hört zu wirken , sondern immer weniger wird .

    Ich wollten den Chip nähmlich jetzt entfernen lassen , der ist seit Januar drin aber ich befürchte das wenn der Chip entfernt wird , damit ja die Wirkung sofort aufhört , er eventuell Probleme bekommt .

    Er hat ein jahres chip mit 6 monaten bekommen , er ist jetzt 10 monate !

    Der grund war , das ich noch ein rüde habe und eine intakte hündin die seine Schwester ist , damit da nichts passiert hatte ich den Chip setzten lassen

    Antworten
    • Hallo Eichhorn,

      Vielen Dank für deinen Kommentar.

      Die Frage ist natürlich hierbei, warum du den Chip früher rausnehmen lassen willst, als die Wirkung eigentlich besteht?
      Wenn du einen Chip für ein Jahr gewählt hast, warum willst du den jetzt schon wieder rausnehmen, nach nur wenigen Monaten?

      Willst du denn aktuell Hunde-Nachwuchs? Wenn nicht, würde ich ihn drin lassen. Du hast dir das zu Beginn ja sicherlich gut überlegt… Ansonsten einfach mal beim Tierarzt nachfragen, der den Chip verkauft hat. Der hat sicherlich den passenden Rat : )

      Viele Grüße
      Gaby

      Antworten
  10. Hallo,

    mein Rüde hat den 6 Monatschip im März 2015 gesetzt bekommen. Nach ca einem halben Jahr sind die Hoden wieder gewachsen, allerdings sind sie heute (15-16 Monate nach der Injektion) nach wie vor bei ca 25% der ursprünglichen Größe.
    Eigentlich war ein Zuchteinsatz 2017 geplant (gutes Spermiogramm vorausgesetzt), werden die Hoden irgendwann wieder normal groß? Oder ist bekannt, dass sie klein bleiben und quasi einen Schaden davon tragen können?

    Vielen Dank schon mal im Voraus

    Antworten
    • Hallo Corry,

      vielen Dank für deinen Kommentar. Ich habe aufgrund deiner Frage erneut beim Hersteller angerufen.
      Die Ergebnisse des Telefonats findest du in meinem aktuellen Update des Artikels : )

      Ich hoffe dir weiterhelfen zu können. Solltest du weitere Fragen haben, einfach fragen : )

      Liebe Grüße,

      Gaby

      Antworten
    • Carolin Göpfert

      Hallo Corry, nach langem Suchen bin ich auf deinen Beitrag gestoßen. Wir haben unseren Rüden 1,5 Jahre , den homonchip setzen lassen. Seit die Wirkung da ist, tröpfelt er wenn er aufsteht und sich streckt. Sonst hat der Chip nur positive Wirkung und wir würden ihn gern kastrieren lassen. Hast du dann kastriert? War das Tröpfeln während der kompletten Wirkungdauer gleich? Würde mich über eine Antwort freuen. Gruß Caro

      Antworten
  11. Silvia Narovec

    Hallo Gaby,
    würde hier auch gerne von meinen Erfahrungen bei meinem mittlerweile fast 9 Jahre alten Rüden berichten.
    Der Chip wurde für die Dauer von einem halben Jahr eingesetzt. Mein Hund zeigte danach einige Gute aber auch Schlechte Reaktionen. Gut War, dass er nicht mehr ständig schnüffele, keine Apetitlosigkeit mehr hatte und läufigen Hündinnen nicht mehr hinterher rannte. ( Er hat 38 Kilo ).
    Leider wurde er sehr unsicher mit dem Hormonschub und zeigte ein aggressives Verhalten anderen Rüden gegenüber.
    Ein weiterer Punkt war, dass er anfing Harn zu träufeln. Was aber laut Tierärztin und Herstellers ( da zu wenig Erfahrungsberichte und Studien ) nicht vom Hormonchip sein musste.
    Die Wirksamkeit ließ nach 1 1/2 Jahren erst nach. Aufgefallen durch wieder häufiges schnuppern ,größeren Hoden und das beste- er verliert keinen Harn mehr.
    Ich bin mir ziemlich sicher,dass das Harn träufeln am Chip lag , hab aber unzählige Erfahrungsbericht gelesen und dieses Problem nicht gefunden. Vielleicht hilft es ja jemandem bei der Entscheidung ob Chip ja oder nein.
    Ich würde ihn nicht mehr einsetzten lassen, sondern eher einer Kastration vorziehen.

    Antworten
    • Hallo Silvia,

      vielen Dank für deinen Kommentar und deine Erfahrungswerte. Ich habe aufgrund dessen erneut beim Hersteller angerufen.
      Die Ergebnisse des Telefonats findest du in meinem aktuellen Update des Artikels : )

      Ich danke dir für deine Informationen. Diese sind äußerst wertvoll. Vor allem wenn man bedenkt,
      dass die chemische Kastration noch sehr „jung“ ist und Erfahrungswerte Mangelware sind.

      Liebe Grüße,

      Gaby

      Antworten
  12. Hallo, vielen Dank für die umfassenden Informationen zum Thema und die Zusatzrecherchen. Mein Hund hat einen angeborenen Herzfehler und wir mussten dadurch auf die klassische Kastration verzichten. Durch zu viele Hormone hat er sich sogar den Bauch aufgeschubbert, so dass wir handeln mussten. Sein 1. Chip hielt 3 Jahre, die zwei folgenden je 1 Jahr. Wir haben also schon einige Erfahrung mit dem Produkt. Worauf wir empfehlen würden hinzuweisen: nach Ablauf des Implantats kommt es beim Rüden zu einem Hormonstau, der sich erst nach einigen Wochen normalisiert. Es tritt demnach nach dem Ablauf KEINE Rückkehr zum normalen Hormonstatus ein, zumindest nicht unmittelbar, sondern sogar eine Verschlimmerung. Das unerwünschte oder dem Hund nicht gut tuende Verhalten wird also erstmal noch verstärkt. Meine Tierärztin hatte mich nach dem ersten Implantat darauf hingewiesen. Zurzeit versuchen wir es ohne Implantat. Nach unserer Erfahrung wird tatsächlich eine langfristige Beeinträchtigung durch die Implantate hervorgerufen, vielleicht unterscheidet sich dies nach Konstitution oder Alter des Hundes. Wir haben einen Havaneser, 8 Jahre.

    Antworten
  13. Kirsi Sander

    Hallo Gaby,
    ich bin an dein Block gestolpert da ich Information über Chemische Kastration für mein Rüde suche. Und ich muss sagen, ich bin erschüttert mit welchen Leichtigkeit Menschen einen Chip für ihr angeblich so lieben Hund einsetzen! Nur wenn man eine Hündin und ein Rüde in gleichen Haushalt hat und es nicht zu einen „Unfall“ kommen soll! Das ist doch kein Grund!! Einziger Grund für eine Kastration – normal oder Chip – soll doch nur gesundheitliche Probleme sein. Unannehmlichkeiten für Besitzer gehören nicht dazu!
    Ich habe über 20 Jahre lang Hunde. Meistens nur Rüden, da ich ein Stress von Läufigkeit (die nun mal in Natur gehört) niemanden in mein Haushalt antun möchte. Jedoch gab es immer wieder Hündinnen zu Pflege, oder ich hatte vorübergehend Hündin und Rüden, aber nur deswegen wurde kein Hund kastriert. Wenn man Tiere in zwei unterschiedlichen Geschlecht zu sich nimmt, muss man doch klar sein, wohin es führt. Natürlich gibt es Ausnahmen, dass alles glatt läuft. Ich habe eine Freundin, die zwei Hündinnen und zwei Rüden hatte, und sie brauchte die Hunde nicht mal in Stehtagen trennen. Die Rüden wussten, dass Decken verboten ist und so blieb es ganzen leben lang. Aber das ist eine ziemliche Ausnahme.
    Eine Kastration ist natürlich immer gut, wenn es um Gesundheit des Tieres geht. Z.b. beim Prostata Problemen würde ich sofort den Hund kastrieren. Nur dann, verhindert man, das der Prostata sich wieder vergrößert und schlimme gesundheitliche Folgen hat.
    Jetzt muss ich leider meinen sehr jungen (1,5 Jahre) Rüden kastrieren lassen, weil er sexuell Hyperaktiv ist. Wenn er einen Hündin sieht, kann er nicht anders als nur „rammeln“. Und er hört nicht auf. „Normale“ Rüden hören schon spätestens in ei zwei Tagen auf, meiner leider nicht, er war gerade zwei Wochen in Pflege bei Freunden, die drei Hündinnen haben und er hat jeden Tag immer wieder versucht. Er selbst leidet sehr unter diesen Stress, ist auch sehr dünn, weil er kaum frisst. Leider wird sein Verhalten immer schlimmer, daher habe ich mich entschieden ihm zu kastrieren. Mein TA hat mir den Chip empfohlen und da ich selbst bei eigenen Hund schlechte Erfahrungen gemacht habe und bei vielen anderen Rüden viel negatives gehört habe, wollte ich noch mal recherchieren, vielleicht gibt es was neues und schließlich lernt man ja immer was neues. Jedoch habe ich bei Deinen Block auch gelesen das beim Kryptorchismus man kein Chip benutzen soll, hat sich der Thema Chip für mich erledigt. Wieder mal. 😉
    Vielen Dank für den sehr ausführlichen Bericht über Chip und toll wie viel du recherchiert hast! Mach weiter so!

    Liebe Grüße,

    Kirsi Sander mit einen HormonMonster 😉

    Antworten
    • Hallo Kirsi Sander,

      herzlichen Dank für deinen ausführlichen Kommentar. Freut mich sehr, wenn du in meinem Beitrag passende Informationen gefunden hast. Das Thema Kastration wird wahrscheinlich immer ein Streitthema bleiben ; ) Die einen sehen es so, die anderen so. Das ist auch völlig ok, solange kein Tier unter den Entscheidungen leiden muss. Ich denke, es gibt da keine pauschal richtige oder falsche Lösung. Man sollte immer individuell entscheiden und sich auch stets von einem kompetenten Tierarzt beraten lassen.

      Ich wünsche dir alles Gute und weiterhin viel Freude mit Hunden : )

      Liebe Grüße,

      Gaby

      Antworten
      • Kirsi Sander

        Hallo Gaby und alle andere Leser,

        ich hatte mich hier im Oktober über den Chip informiert und meine Meinung dazu „ziemlich klar“ ausgedrückt. Ich hatte mich wirklich schon gegen den Chip bei meiner Rüde entschieden, aber wie es oft im Leben ist, kommt es oft anders als man denkt. Ich bin mit den Hund zum Tierarzt gefahren über die Kastration zu reden und sehe da! Er hat mir den Chip dringend empfohlen! Ich habe wieder mal meine Erfahrungen darüber raus gebracht, aber er sagte, dass beim meinem Hund würde er vor den Kastration gerne mit den Chip Kastration überhaupt eine Lösung für ihm ist. Ob seine Verhalten wirklich von Hypersexualität kommt, oder nicht. Außerdem ist der Kerl eine riesige Memme und schreit beim kleinsten Schmerzen wie eine Irre. Deswegen würde der Tierarzt ihm nicht „umsonst“ kastrieren. Dazu wäre es gut, wenn er beim Kastration nicht so hoch im Hormonrausch wäre. Also habe ich mich tatsächlich überreden lassen. O Wunder! 🙂
        Jetzt ist es vier Monate nach dem Chip und der Hund ist wie gewechselt! Ganz entspannt, ganz locker, frisst besser, schläft mehr, haut nicht mehr ab ständig und was am wichtigsten ist – er versucht gar nicht mehr die Hündinnen zu decken. Er kann wieder spielen und fröhlich sein, ohne ständigen Stress. Er war gerade vier Wochen bei meine Freunde mit den drei Hündinnen und hat kein einziges mal versucht zu decken.
        Bis jetzt habe ich nicht negatives bemerkt und hoffe, dass es so bleibt. Nächste Woche fahre ich zum Tierarzt und wir sprechen dann über seine Kastration. Das wird jetzt alle Fälle kommen. Mein Tierarzt hat auch davon abgeraten, den Chip mehrmals aufzusetzen, für ein Mal probieren ist es gut und wenn es wirkt, sollte man lieber kastrieren.
        Ich bin gespannt, ob es weiter so gut läuft mit den Wirkung von den Chip. Ich drücke die Daumen und werde hier berichten, wie der Lage sich entwickelt.
        Vielen Dank noch mal, für deine tolle Seite und dass du dich ständig weiter informierst. Weiter so!

        Liebe Grüße,

        Kirsi

        Antworten
        • Hallo Kirsi,

          es freut mich sehr das zu lesen : ) Super dass es deinem Hund nun schon besser geht.
          Und was dein Tierarzt noch gesagt hat, nämlich dass man den Chip nur einmal probieren sollte
          und falls er positiv anschlägt, direkt kastrieren sollte, dem kann ich nur zustimmen. Genau
          das haben mir mein Tierarzt auf Nachfrage sowie auch der Hersteller des Chips ebenfalls gesagt.
          Der Chip ist kein Dauerzustand, sondern soll lediglich den Zweck erfüllen, dass man vor der
          endgültigen Kastration dessen Auswirkungen auf das Tier erkennen kann. Und anschließend lässt
          sich dann eher mit Hilfe des Tierarztes entscheiden, ob eine Kastration Sinn macht oder nicht.
          Schließlich muss dieser Eingriff immer gut überlegt sein.

          Ich wünsche dir und deinem Vierbeiner nun alles Gute.

          Würde mich freuen, wenn du wieder berichtest, wie es mit deinem Hund weitergeht.
          Denn nur konkrete Erfahrungen bringen die Leser weiter.

          Danke dir und vielleicht bis bald.

          LG Gaby

          Antworten
          • Kirsi Sander

            Hallo Gaby,

            ich kann dir beim allen Punkten zustimmen. 🙂
            Ja jeder Eingriff – egal ob Operation, Chip, oder was auch immer – soll immer gut überlegt sein. Eigentlich sollte man schon bei den Punkt ganz genau überlegen, wenn man einen Hund zu sich nimmt. Rüde, oder Hündin – was bedeutet das für mich? Wie kann ich mit eine Läufigkeit umgehen? Wie kann ich mit einer Rüde, wer hoch im Trieb steht, umgehen? Leider denken viele Menschen erst dann um diese Sachen, wenn es schon zu spät ist. Z.B. eine gemischte Rudel, das muss man schon vorher wissen, was es mit sich bringt. Habe ich die Möglichkeit die Hunde sicher zu trennen? Man muss auch immer bedenken, dass es besonderes beim Rüden, sehr stressig ist, mit läufige Hündin zusammen zu leben. Oft führt diese körperlicher Stress zum Prostata Probleme und die können schwere Schaden verursachen und sogar tödlich enden. Das sollte man nicht zu leicht abwinken.

            Jetzt zur meinem Hund. Er wurde erfolgreich im April kastriert. Der Op ging ohne Probleme und die Wundheilung ebenfalls ganz einfach und ohne Komplikationen. Er ist genau so fröhlich und lustig wie immer. Keine Gewichtszuname (ok, er ist ein sehr agiler Windhund 😉 ) und Fell ist auch genau so wie früher. Vielleicht ändert sich das noch, mal sehen.

            Jedoch war ich bei meiner Freundin vor zwei Wochen und ihr Hündin ist während unser Besuch läufig geworden. Mein unkastrieter, „normaler“ Rüde hatte sich noch gar nicht geäußert und da war schon zwei Tage vor erster Bluttropfen verrückt gespielt. Wollte nur decken und war wieder wie vor den Kastration. Zum Glück bin ich auch am nächsten Tag abgereist, da blieb uns viel Stress gespart. 🙂

            Jetzt bin ich bei anderen Freunden zu Hundesitten, sie sind im Urlaub und hier ist jetzt eine Hündin seit fünf Tage läufig und der kleiner reagiert noch gar nicht. Jedoch gebe ich für die Hündin Chlorophyll Kapseln – sie sind gegen Mundgeruch und helfen auch beim Hündin den Geruch vom Läufigkeit zu vermindern. 🙂 Fünf Tage müssen wir hier noch ausharren, ich hoffe es läuft alles glatt. 🙂

            Das ist die Lage im Moment, bin immer noch glücklich mit den Entscheidung mit Chip und danach Kastrieren.

            LG Kirsi

          • Hallo Kirsi,

            super das freut mich riesig, dass es mit der Kastration problemlos geklappt hat und dein Rüde noch „der Alte“ ist : )

            Und ich stimme dir zu: Man muss sich viele Gedanken machen, bevor man sich einen Hund anschafft und auch das Geschlecht überdenken. Absolut korrekt. Leider denken die Leute oft zu spät daran und sind dann mit der Situation überfordert. Viele Tiere landen im Tierheim, weil sie missverstanden werden bzw. die Besitzer nicht damit umzugehen wissen.

            Da kann man nur appellieren sorgfältig zu recherchieren und auch andere Halter nach ihren Meinungen und Erfahrungen zu fragen. Lieber macht man sich vorher etwas zu viele Gedanken, als hinterher nicht klar zu kommen. Wobei man aber natürlich auch sagen muss, dass man nie genau weiß, welchen Charakter das Tier entwickeln wird und wie es bei hormonellen Veränderungen reagieren wird. Man muss insgesamt einfach viel Geduld und vor allem Verständnis für die Tiere mitbringen.
            Hochwertige Literatur und gute Trainer können auch weiterhelfen in schwierigen Situationen. Aufgeben gilt nicht : )

            In diesem Sinne wünsche ich dir alles Gute und noch eine möglichst ruhige Hundesitting-Zeit : ) Bestimmt klappt alles! Positiv denken ; )

            Viele Grüße
            Gaby

  14. Luise Berbig

    Hallo Gaby,

    weißt du, wie groß der Chip ist? Dazu findet man keine Angaben. Angeblich soll er unter der Haut tastbar sein, ich kann aber nichts ertasten. Da die Tierärztin leider sturzbetrunken war (kein Witz!) als sie den Chip gesetzt hat, bin ich mir nicht ganz sicher, ob er auch wirklich drin ist…
    Deshalb wollte ich mal nachfühlen. Wirken kann er noch nicht, denn es ist erst zwei Wochen her. Ich gehe demnächst aber sowieso zu einer anderen Tierärztin – ohne Alkoholproblem 🙂 – möglicherweise weiß die ja, wie sich der Chip anfühlen muss, oder kann ihn per Ultraschall suchen…

    Grüße, Luise

    Antworten
    • Hallo Luise,

      vielen Dank für deinen Kommentar. Gut, dass du mich darauf aufmerksam gemacht hast, dass ich die Größenangabe vergessen habe : ) Habe das gleich Mal nachgeholt und die Antwort in den Text als Update integriert. Für dich aber hier nochmals die Angabe: Das Suprelorin-Implantat ist ca. ein Zentimeter lang und ziemlich schmal. Es ähnelt optisch dem Mikrochip, den man Tieren einsetzt, um sie zu kennzeichnen.

      Das mit deiner Tierärztin ist ja der Hammer! Die kann doch sowas nicht alkoholisiert machen!! Unfassbar echt. Die Ärztin würde auch umgehend wechseln. Das ist ja nicht tragbar.

      Lasse es auf jeden Fall kontrollieren, ob der Chip korrekt eingesetzt wurde!

      Ich hoffe es wurde anständig gemacht.

      LG Gaby

      Antworten
  15. Hallo, der Beitrag ist wirklich sehr informativ. Eine Frage habe ich dennoch. Wie lange muss man denn nach einer Impfung warten, bis man den Chip implantieren kann? Oder lieber erst Chip, dann impfen (und in welchem Abstand?)
    Danke und Grüße
    Sonja

    Antworten
    • Hallo liebe Sonja,

      vielen Dank für deinen Kommentar. Freut mich, dass du den Artikel informativ findest : )

      Ich habe gerade mit der Fachberatung der Firma Virbac telefoniert, um deine Frage korrekt beantworten zu können.
      Verständlicherweise bekomme ich, weil ich keine Tierärztin bin und es sich beim Suprelorin-Implantat um ein verschreibungspflichtiges Präparat handelt, keine Auskunft über derartige Zusammenhänge. Das hängt einfach damit zusammen, dass nur fachkundige Tierärzte derartige Fragen beantworten sollten, um eine korrekte Anwendung und den Schutz der Gesundheit der Tiere zu gewährleisten. Daher verweise ich auf deinen Tierarzt. Lasse dich dort ausführlich beraten. Sicherlich kann er dir dazu mehr sagen.

      Vielen Dank für dein Verständnis.

      Liebe Grüße,

      Gaby

      Antworten
  16. Heike Jankowsky

    Hallo Gaby,

    Erstmal danke für Deine ausführlichen Informationen, sie waren für mich sehr aufschlussreich, aber ich habe noch eine Frage:
    Meine TA erklärte mir, es sei nicht erlaubt die chemische Kastration sofort für 12 Monate
    vorzunehmen. Erst muss der Chip für 6 und dann darf man den für 12 Monate setzen.
    Ich habe darüber im Netz und auch auf der Virbac Seite nichts finden können.
    Ich wollte einfach wissen warum das so geregelt ist, oder ab das ganze nur Geldmacherei
    ist.
    Kannst Du mir bei dieser Frage weiterhelfen?

    Vorab vielen Dank
    Grüße
    Heike

    Antworten
    • Hallo liebe Heike,

      vielen Dank erst mal für deinen netten Kommentar : ) Freut mich, dass du passende Infos bekommen hast.

      Zu deiner Frage: Ich habe gerade aufgrund deiner Frage nochmals mit dem Hersteller Virbac telefoniert. Mir wurde erklärt, dass es grundsätzlich kein Verbot dafür gibt direkt den Chip für 12 Monate einzusetzen.
      Kunden die das möchten, könnten das tun.

      Jedoch wird empfohlen zunächst einen Chip für nur sechs Monate zu nehmen, da man nie voraussagen kann, wie das Tier auf das Präparat reagiert. Genauso wie es eben auch bei der herkömmlichen Kastration der Fall ist. Da weiß man auch nicht, ob es möglicherweise zu verhaltenstechnischen Auffälligkeiten oder sonstigem kommt. Ist zwar eher selten, aber man weiß es halt nie. Deshalb wird dazu geraten erst die kurze Wirkdauer zu nehmen.

      Es heißt zwar online unter anderem, dass Tierärzte den Chip via Ultraschall lokalisieren und entfernen können, doch in der Praxis scheint das schwieriger, weil sich der Chip im Nacken mit dem umliegenden Gewebe verbindet und „wandert“. Es ist wohl gar nicht so einfach den Chip wiederzufinden. Wenn alles normal läuft, wird er ja gar nicht mehr entfernt, sondern baut sich von allein ab (wie im Text bereits erklärt). Sollte ein Hund aber negativ reagieren, wäre es eben gut, wenn man nur einen 6-Monate-Chip implantiert hat, da die Wirkdauer dann deutlich kürzer ist.

      Ich könnte mir daher vorstellen, dass deine Tierärztin sich einfach dafür entschieden hat, keine 12-Monate-Chips einzusetzen, bevor ihre Kunden nicht den 6 Monate Chip probiert haben. Ich denke nicht, dass sie damit extra Geld verdienen will, sondern es ihr um das Wohl der Rüden geht.

      Ich hoffe ich konnte dir damit weiterhelfen : )

      Liebe Grüße

      Antworten
  17. Heike Jankowsky

    Hallo Gaby,

    vielen lieben Dank für Deine ausführliche Recherche. Du hast mir damit sehr geholfen und meine Unklarheiten beseitigt.
    Toll das Du so ein Arangement an den Tag legst, mach weiter so.

    Viele liebe Grüße
    Heike

    Antworten
    • Hallo Heike,

      freut mich sehr, dass ich dir helfen konnte : )
      Vielen Dank. Klar, mir ist es sehr wichtig, den Lesern auch wirklich Mehrwert und Hilfe zu bieten.

      Falls du weitere Fragen hast, melde dich gerne wieder.

      Alles Liebe : )

      Gaby

      Antworten
  18. Hallo Gaby,

    danke für den tollen Bericht. Eins würde mich noch interessieren. Ab welchem Alter empfiehlt man denn den Chip zu setzen? Ich bin total verunsichert, da ich so viele verschiedene Meinungen dazu höre.

    z.B. sagt unser Tierarzt, dass er besonders bei großen Rassen keinen Chip setzt, bevor der Hund 15 Monate alt ist. Weißt du zufällig ob es da auch Angaben vom Hersteller gibt?

    Liebe Grüße

    Lisa

    Antworten
    • Hallo Lisa,

      vielen Dank für deinen Kommentar.

      Grundsätzlich ist der Chip nur bei erwachsenen und gesunden Hunden erlaubt. Ab welchem Zeitpunkt ein Hund als erwachsen gilt, hängt von verschiedenen Faktoren wie Rasse und Größe ab. Kleine Hunde sind oft etwas früher erwachsen, als große. Grundsätzlich ließt man häufig, dass Hunde frühestens ab dem 12. Monat als erwachsen bezeichnet werden können. Doch auch diese Angabe ist mit Vorsicht zu genießen, wenn es um die chemische Kastration geht. Denn es kann nochmals ein halbes Jahr dauern, bis das Tier sein endgültiges Gewicht erreicht.

      Hinzu kommt, dass es noch deutlich länger dauern kann, bis die emotionale und psychische Reife erreicht wird. Bei einer großen Rasse kann das erst mit rund 30 Monaten der Fall sein. Verhaltensweisen können sich daher erst viel später herauskristallisieren als viele annehmen.

      Die Aussage deines Tierarztes scheint mir also vernünftig, da er ja auch Bezug auf die Größe genommen hat… Er weiß, was er tut. Hole dir im Zweifelsfall doch einfach noch eine zweite Meinung von einem anderen Tierarzt ein. Das ist immer sinnvoll finde ich!

      Ich wünsche dir und deinem Vierbeiner alles Liebe : )

      LG

      Antworten
  19. Margot Emilio

    Liebe Gabi ,
    Deine Seite ist sehr informativ und hat mir schon enorm weiter geholfen. Ich sollte meinem Kleinen (12 Kg) auch diesen Chip einsetzen lassen aber leider ist nur ein Hoden wirklich draußen, der andere liegt weiter oben, doch, wie der Tierarzt sagt, nicht wirklich in der Bauchhöhle. Ich muss mich da nochmal direkt mit dem TA zusammensetzen. Wenn möglich würde ich eine Kastration vornehmen lassen, aber ein Testlauf zuvor wäre mir lieber. Mein Kleiner verhält sich gegenüber anderen Rüden zum Teil sehr aggressiv. Aber die gründe und seinen Werdegang zu erklären würde an dieser Stelle zu weit führen.
    Möchte nur noch erwähnen, dass ich seit55 Jahren Hunde habe, mit ihnen Agility mache all bis auf die ersten beiden ihre BH haben und ich meine Hunde auch homöopathisch behandele. bisher mit sehr gutem Erfolg und nie ohne auch mit meinem TA darüber zusprechen.
    Erstmal lieben Dank, dass Du Dir für uns und unsere Hunde soviel Mühe machst und uns so gute Informationen weiter gibst.
    LG Margot

    Antworten
    • Hallo liebe Margot,

      herzlichen Dank für deinen Kommentar.
      Freut mich sehr, dass du hier passende Infos für dich gefunden hast : ) Das ist mein Ziel.

      Klar, gerade für einen solchen Testlauf ist der Chip ja ideal. So kannst du schauen, wie sich sein Verhalten
      eventuell ändern würde usw. Aber spreche da in Ruhe alles mit dem Tierarzt durch. Er kann dir im individuellen Fall am besten weiterhelfen und dich fachkundig beraten.

      Homöopathie bei Hunden klingt sehr interessant! Das hab ich bis jetzt noch nicht probiert. Mich würde interessieren wo du da deine
      Infos her hast. Liest du das alles in Büchern nach oder wie gehst du hier vor? Ich als Neuling in diesem Gebiet bin für alles offen und vielleicht hast du ja einen Literaturtipp oder ähnliches? Würde mich freuen : ) Dann kann ich mir das mal anschauen. Für unsere Maya wäre das vielleicht auch hilfreich. Sie ist sehr ängstlich teilweise noch und unsicher. Es wird zwar von Tag zu Tag besser, aber vielleicht kann ich ihr mit Homöopathie ja helfen.

      Danke dir : )

      Und weiterhin alles Liebe für dich und deinen Vierbeiner!

      Antworten
  20. Margot Emilio

    Liebe Gabi,
    ich kann Dir dieses Buch:
    Hans Günter Wolff, Unsere Hunde gesund durch Homöopathie
    nur wärmstens empfehlen.
    Angefangnen hat alles vor etwa 20 Jahren als unser Kuvasz eine schlimmen Zeckenbiss in Ungarn erhalten hatte und innerhalb eines Tages derat viel Bilirubin im Urrin war, dass ganz braun wurde. Ich bin auf dem shcnellsten Weg nach Deutschland zu unserem Tierarzt gefahen und und es war eine schwere Hepatitis mit Lebrschaden. Der Hund wurde von stunde zu Stunde schwächer. Nach normaler behandlung beim TA rief ich eine Freundin an was ich noch tun könnte. Sie empfahl mir das Buch. Sunny bekam drei Tage und Nächte alle halbe Stunde, später jede Stunde Flor de Piedra. Sein Zustand besserte sich so schnell, dass der TA verwundert war und sagte seine Medikamente hätten noch nie so schnell angeschlagen. Von da n war ich von homöopathischen Mitteln sehr angetan und probierte sie weiter aus und nehme sie natürlich selbst.
    Meine Hunde können ja nicht sagen: ich glaube die Globuli die helfen mir bestimmt. Denen ist das völlig egal für sie sind das Bonbons.
    Du musst allerdings das Buch zu deinem Krankheitsbild genau durchlesen und auch die Symptome genauestens analysieren. Bei homöopathischen Mitteln ist die Regelmäßigkeit der Einnahme ganz wichtig. Nicht die Menge macht es.
    Ich habe jetzt nur noch zwei Pulis, natürlich aus dem Tierschutz bzw. zugelaufen. 11 Jahre und drei Jahre alt Meine liebste Blacky musste im August 2015 leider mit 18 Jahren von uns gehen.

    Antworten
    • Hallo Margot,

      super herzlichen Dank für deine schnelle Antwort. Deine Erfahrungen klingen sehr überzeugend und ich bin offen für alles.
      Schlimm, was du da erleben musstest, aber manchmal passieren die blödsten Dinge. Auch unsere Hündin hat wegen eines Zeckenbiss in Rumänien eine ernste Krankheit gehabt. Glücklicherweise konnte sie mit herkömmlichen Medikamenten schnell geheilt werden.

      Ich werde mir das Buch anschauen und vielleicht hilft es ja auch unserer Maya : )
      Und dein Argument, dass Hunde nichts beurteilen, ist hierbei natürlich besonders entscheidend.

      Bin gespannt!

      Ganz lieben Dank nochmals für deine Empfehlung!! Super lieb.

      Alles Gute für dich und ein schönes Wochenende : )

      Antworten
  21. Margot Emilio

    Hallo Gabi,
    schön, dass wir uns so gut austauschen können. Ich schätze Deine Art nicht sofort in gute Ratschläge zu verfallen, sondern erst die Antwort abzusichern. Bei der Homöopathie kann ich aber nur aus eigener Erfahrung sprechen. Ich wende sie auch bei mir an, mit gutem Erfolg.
    Solltest Du mal längere Zeit nichts von mir hören, kann es daran liegen, dass ich mich im Sommer überwiegend im Ausland aufhalte. Also nicht böse sein wenn eine Antwort mal länger dauert.
    Liebe Grüße
    Margot

    Antworten
    • Hallo Margot,

      lieben Dank. Das freut mich : )

      Danke nochmals auch für deine Tipps, ich kenne viele, die die Homöopathie ebenfalls bei sich selbst anwenden und sehr gute Ergebnisse damit erzielen. Ich bin überzeugt, dass man in vielen Fällen mit natürlichen Lösungen mehr erreicht und dabei schonender zum Körper sein kann. Aber klar ist auch, dass dabei jeder andere Erfahrungen macht. Ich finde, man sollte auf jeden Fall offen für Alternativen sein. Das kann nie schaden : )

      Kein Thema, ich wünsche dir schon mal vorab eine tolle Zeit im Ausland. : )

      Viele Grüße
      Gaby

      Antworten
  22. Huhu, du schreibst ind einem Artikel, bei prostata veröndeurngen darf der chop nciht gesetzt werden, bzw, sollte nciht, mein hund hat eine vergrößerte prostata und ich wollte den genau deswgeens etzen um erstmal, eien kastration zu verhindern. gehört zu deinen prostataverönderungen krebs oder auch schin die vergrößerung? Mein TA hat nämlich nicht gesgat,dass man das nicht darf.

    Antworten
    • Hallo Janina,

      herzlichen Dank für deinen Kommentar.
      Ich habe für diesen Artikel sehr sorgfältig recherchiert und mehrfach erfahren, dass „Bei Tumoren am Hoden oder Prostata-Veränderungen von einer chemischen Kastration abgeraten wird.“ Dies ist mein Zitat vom obigen Artikel. Zudem schrieb ich: „Bei kranken Hunden ist allerdings dringend davon abzuraten. Zu den Krankheiten gehören Hoden- und Prostatatumore und Hodenhochstand (Kryptorchismus).“

      Ich habe außerdem gelesen, dass bei einer gutartigen Vergrößerung der Prostata viele Tierärzte eine Kastration durchführen, weil die Prostata anschließend innerhalb weniger Monate schrumpft. Die chemische Kastration (also der Chip) ist dann eine Alternative, wenn die chirurgische Kastration abgelehnt wird. Auch hier kommt es dann im Idealfall zur Verkleinerung der Prostata.

      Aber ganz klar: ich bin kein Tierarzt und wenn dein TA meint, dass es in deinem Einzelfall möglich ist, sollte man hier denke ich in den Fachmann Vertrauen haben. Im Grunde kommt es darauf an, ob die Veränderung der Prostata gut- oder bösartig ist. Wenn ein bösartiger Tumor vorliegt, wird der Chip nicht empfohlen.

      Jeder Fall muss individuell behandelt werden. Eine pauschale Vorgehensweise gibt es nicht. Die Gesundheit des Tiers muss immer an erster Stelle stehen. Ist die Prostata bereits vergrößert, muss man finde ich schauen, ob die vorübergehende Hormonumstellung tatsächlich die richtige Wahl ist. Vielleicht wäre die direkte Kastration hier angebrachter, um eine weitere Vergrößerung zu verhindern. Aber wie gesagt, ich bin kein TA und mutmaße hier nur : ) Rede mit deinem TA und lasse dich gut beraten. Eine Zweitmeinung ist meiner Meinung nach auch immer anzuraten in solchen Fällen.

      Ich hoffe ich konnte dir ein wenig weiterhelfen : )

      Ganz liebe Grüße und alles Gute für deinen Vierbeiner!
      Gaby

      Antworten
  23. Hallo alle zusammen, sehr interessiert habe ich alle Kommentare zum Hormon Chip gelesen…
    Leider für mich etwas spät da mein langjähriger Tierarzt mich nicht richtig beraten hat.Ich bin Züchter einer Windhunderasse und als ich für längere Zeit ins Krankenhaus müsste riet mir mein TA zum Chip damit in meiner Abwesenheit dem Hundesitter kein Unglück passiert da ich mehreŕe Hündinnen besitze.
    Ihm war bekannt das es ein Zuchthund war und gab ihm trotzdem einen 12 Monats Chip ohne mich über die genaue Auswirkung zu informieren
    Jetzt ist das 20 Monate her und mein Rüde ist immer noch unfruchtbar.
    Ich hoffe jetzt nur das er wieder bald Zeugungsfähig Ist…. also an alle Züchter macht das nicht
    MfG Karo

    Antworten
    • Hallo Karolin,

      vielen Dank für deinen Kommentar : ) Tut mir sehr leid, dass du da schlechte Erfahrungen machen musstest. Da sieht man mal wie wichtig eine umfassende Beratung ist. Ich hoffe, dass dein Rüde bald wieder zeugungsfähig wird! Super ärgerlich natürlich in so einem Fall…

      Liebe Grüße,
      Gaby

      Antworten
      • Liebe Gaby,
        Ich werde berichten wenn es wieder soweit ist … abschließend sei noch erwähnt das der Hund nur 15kg gewogen hat und nach dem Chip erst mal Haar und Haut Probleme bekommen hat und Fressattacken bekam u ständig Futter geklaut hat…letztlich hat er 4 Kg zugenommen und wir kämpfen heute noch mit dem Gewicht… er bekommt jetzt eine Spezialdiät.Raten kann ich allen erst mal nur den 6 Monats Chip zu probieren und das auch vom Körpergewicht abhängig zu entscheiden
        LG und Danke Gaby für die tolle Seite
        Karo

        Antworten
        • Hallo Karo,

          solche negativen Folgen sind natürlich schlecht. Die Umstellung des Hormonhaushalts kann einiges durcheinander wirbeln…
          Man weiß es vorher leider nie.

          Ich gebe dir recht, dass es sinnvoll ist erst den 6 Monate Chip einzusetzen. Schließlich kann er durchaus noch eine Weile nachwirken. Diese zusätzliche Zeitspanne muss man einkalkulieren.

          Ich wünsche deinem Vierbeiner alles Gute und dass er schnell wieder sein Idealgewicht erreicht.

          Sehr gerne, danke Karo für deinen Kommentar. Freut mich, wenn dir mein Blog gefällt : )
          Bist immer willkommen!

          Ganze liebe Grüße
          Gaby

          Antworten
        • Kirsi Sander

          Hallo Karo, (und Gaby natürlich auch. 😉 )

          ich habe selbst Barsois und habe von mehreren Barsoibesitzern und -Züchtern genau das gleiche gehört. Auch meiner Rüde sah richtig schäbig aus nach dem er ein mal den Chip bekommen hatte. Bei mir war es auch ein Notfall und der Tierarzt hatte mich auch nicht richtig informiert was er nun in den Hund reinspritzen wird. Damals war ich noch so naiv, die Tierärzte bodenlos zu vertrauen. Obwohl es ein Chip für sechs Monate war, hat es fast zwei Jahre gedauert, bis der Hund wieder Normal war.
          Jedoch hat der Chip bei unseren jüngsten Rüde wunderbar geholfen. Er hatte nur einen Hoden und war Hypersexuell. Er hatte nie ruhe zu spielen, fressen und schlafen, ist ständig abgehauen und und und. Nach langen hin und her, habe ich dann entschlossen für ihm den Chip zu geben einfach sicher zu sein, ob es sein Verhalten verbessert. Da es der Fall war, haben wir dann den Hund kastriert. Jetzt ist der glücklichste und entspannte Hund der Welt.

          Beim Barsois scheint der Chip nicht so harmlos zu sein, wie viele Tierärzte behaupten. Die Windhunde sind nun mal bei vielen Sachen anders und das sollte man immer bedenken.

          Hoffentlich wird dein Rüde wieder mal „der Alte“.

          Alles gute,
          Kirsi

          Antworten
          • Hey Kirsi,

            vielen Dank für deinen Kommentar : )
            Das klingt ja leider weniger erfreulich mit deinen Erfahrungen : / Tut mir leid,
            dass es schlecht gelaufen ist. Sehr interessant zu lesen, dass es da vielleicht tatsächlich
            Zusammenhänge mit der Rasse geben könnte. Ist euer jüngster Rüde auch ein Windhund?

            Ich wünsche dir und deinen Vierbeinern alles Gute : )

            Liebe Grüße,
            Gaby

          • Kirsi Sander

            Hi Gaby,
            ja der Jüngste ist auch ein Barsoi. Einmal Windhund, immer Windhund. 😉

            Ich habe ja schon vor ein zwei Jahren über meine Erfahrungen mit Chip hier geschrieben. Aber keine Ahnung mehr, wann es war. Daher wird man es wahrscheinlich nie wieder finden. 🙂 Ist auch nicht schlimm…

            Ich bekomme immer eine Meldung in meine Email, wenn hier eine neue Kommentar erscheint. Komme nicht immer dazu, die auch zu lesen, aber manchmal schon. Ist sehr interessant und ich bin sehr beeindruckt über dein Mühe und Zeit die Du für diese Seite reinsteckst. Echt toll.

            Schöne Grüße,

            Kirsi

          • Hallo Kirsi,

            ah schön ok : )

            Zu deinen Kommentaren: Die sind alle direkt unter dem Artikel einsehbar. Du hattest im Oktober 2016 das erste Mal kommentiert und mich freut es daher, dass du regelmäßig hier vorbeischaust : )

            Freut mich, dass es dir gefällt, wie ich den Blog führe. Ich versuche möglichst alle Kommentare zu beantworten. Doch oft fehlt leider auch mir die Zeit. Ich hoffe, dass wird wieder besser.

            Ich wünsch dir alles Gute für dich und deine Vierbeiner. Bleibt gesund!

            Gaby

  24. Rowena WILKE

    Hallo Gaby,
    ab welchem Alter kann man den Kastrations Chip einsetzen? Sollte man warten bis der Hund 1,5Jahre alt ist, ähnlich wie bei der Kastration? Oder reicht es aus, dass er geschlechtsreif ist?
    Mein Rüde ist nun 10Monate al, ein StaffMix, 30kg – mitten in der Pupertät. Leider entwickelt er sich zu einem potenten Rüden, der sich nicht gern die Wurst vom Brot nehmen lässt und jede Hündin verdreht ihm den Kopf.
    Ich möchte ausprobieren,ob sein Geprolle weniger wird und ob er im Training/Alltag besser händelbar wird.

    Antworten
    • Hallo Rowena,

      vielen Dank für deinen Kommentar.
      Ich habe diese Frage bereits beantwortet und zwar im Kommentar an Lisa.
      Hier nochmal die Angaben:

      „Grundsätzlich ist der Chip nur bei erwachsenen und gesunden Hunden erlaubt. Ab welchem Zeitpunkt ein Hund als erwachsen gilt, hängt von verschiedenen Faktoren wie Rasse und Größe ab. Kleine Hunde sind oft etwas früher erwachsen, als große. Grundsätzlich ließt man häufig, dass Hunde frühestens ab dem 12. Monat als erwachsen bezeichnet werden können. Doch auch diese Angabe ist mit Vorsicht zu genießen, wenn es um die chemische Kastration geht. Denn es kann nochmals ein halbes Jahr dauern, bis das Tier sein endgültiges Gewicht erreicht.

      Hinzu kommt, dass es noch deutlich länger dauern kann, bis die emotionale und psychische Reife erreicht wird. Bei einer großen Rasse kann das erst mit rund 30 Monaten der Fall sein. Verhaltensweisen können sich daher erst viel später herauskristallisieren als viele annehmen.“

      Spreche unbedingt in Ruhe mit deinem Tierarzt über den richtigen Zeitpunkt und hole im Zweifelsfall eine zweite Meinung ein.

      LG Gaby und alles Liebe für dich und deinen Vierbeiner

      Antworten
  25. Hallo Gaby! Unser Labbi hat seit 6 Monaten den Chip der 12 Monate wirken soll. Hab ich das richtig verstanden, dass es sein kann, das er nur 6 Monate halten könnte? Denn er fängt wieder an sehr häufig zu markieren und die Ohren auf durchzug zu stellen. Gruß Anna

    Antworten
    • Hallo Anna,

      nein, das hast du eher falsch verstanden. Es gibt Chips mit unterschiedlich langer Wirkdauer, wie 6 und 12 Monate. Ein 12-Monate-Chip sollte auch über diese Zeitspanne hinweg wirken. Jedoch bin ich kein Tierarzt und im Grunde muss jeder Einzelfall individuell betrachtet werden. Die Verhaltensveränderungen lassen sich nicht pauschalisieren. Spreche am besten mit dem Tierarzt, der den Chip gesetzt hat und erläutere ihm die Veränderungen bei deinem Hund. Vielleicht gibt es ja andere Ursachen dafür?

      LG Gaby

      Antworten
  26. Manuela Friedl

    Hallo..Dringend!!
    Wir haben einen Rottweilwerrüden und eine Americanbulldog Hündin. Beide 18monate alt. Die erste Hitze haben wir …Na ja ..So ollala überstanden. Jetzt haben wir den dicken chiPen lassen. Der is immerboch der alte 😂. .Wie auch immer. .Meine Frage :
    Wie ich hörte greift eine kastration in das Wachstum ein….Knorpel und Knochen können sich nicht so recht auswachsen…Was beim onehin schon schweren rottie sehr fatal wäre…stimmt das wirklich ? Er ist auch noch im Kopf ein kleines Kind. .Das wäre doch auch emotional nicht gut oder? Und zu guter letzt…wirkt sich der Chip genauso negativ auf das Wachstum meines 18monate alten Hundes aus?
    Bei der Hündin steht es i. Moment außer Frage …Sie ist auch emotional und physich noch nicht ausgewachsen. Außerdem habe ich etwas Angst vor Inkontinenz nach dem kastrieren . Ich hoffe du kannst uns weiter helfen …kastrieren ja oder nein? Wie wirkt sich der Chip auf das wachstum eines junghundes aus? Danke Manu und Alex

    Antworten
    • Hallo Manuela,

      lieben Dank für deinen Kommentar.

      Deine Frage habe ich in einem anderen Kommentar so ähnlich schon mal beantwortet:

      Das Suprelorin-Implantat sollte grundsätzlich nur bei gesunden und erwachsenen Tieren eingesetzt werden.
      Als grober Richtwert kann man sagen, dass ein Hund ab dem 12. Monat „erwachsen“ ist. Allerdings hängt der exakte Zeitpunkt
      des Erwachsenseins von mehreren Faktoren ab. Es kann deutlich länger dauern, bis die emotionale und psychische Reife erreicht wird. Bei einer großen Rasse kann das erst mit rund 30 Monaten der Fall sein! Auch Verhaltensweisen können sich daher erst viel später herauskristallisieren als viele annehmen.

      Ab wann ein Tierarzt den Chip empfiehlt, kann ich persönlich daher leider nicht sagen. Das hängt immer individuell vom Hund und dessen Entwicklung ab.

      Lasse dich daher am besten von deinem Tierarzt umfassend beraten. Der Chip ist generell ideal als Testlauf, um herauszufinden, ob eine Kastration Sinn macht. Aber nur dein Tierarzt kann dich dahingehend kompetent und zu deinem Hund passend beraten. Ob der Chip bei deinem Hund in Frage kommt und inwieweit das Wachstum beeinflusst wird, diese Fragen stellst du am besten deinem TA. Ich kann hier nur spekulieren ; ) Sorry

      Aber wie bereits erwähnt, ist der Chip nur für erwachsene Hunde geeignet. Dein TA sollte jetzt einschätzen, ob dein Hund schon alt genug ist oder ob man besser noch wartet. Im Zweifelsfall würde ich lieber etwas länger warten, um keinesfalls gesundheitliche Schäden zu riskieren. Das wäre es wirklich nicht wert.

      Ich hoffe ich konnte dir wenigstens ein bisschen helfen : )

      Ganz liebe Grüße und ein schönes Wochenende : )

      Gaby

      Antworten
  27. Jessica Krögel

    Hallo Gaby.

    Mit Interesse habe ich deinen Bericht gelesen. Vielen Dank dafür.
    Ich bin total hin- und hergerissen.
    Chip ja oder nein?
    Mein Old englisch Bulldog ist jetzt knapp 2,5 Jahre alt und zu Hause das liebste Tier.
    Draußen reagiert er schon recht garstig auf andere Rüden, die ihn schief angucken
    Am schlimmsten ist aber sein Verhalten beim Spielen und Toben. Er ist recht dominant und geht dem anderen Hund so lange auf den Wecker, bis die Stimmung kippt.
    So fühle ich mich immer mehr isoliert – ich will ja nicht, dass er andere Hunde angeht (was früher auch nie der Fall war, bis er auf dem Hundeplatz angefallen wurde und er sich das erste Mal nach drei Übergriffen gewehrt hat)

    Nach Information meines TA muss der Hund mit drei Leuten festgehalten werden und der Chip wird mit einer großen Spritze in der Nähe des Brustbeins implantiert??
    Für mich eine Horrorvorstellung.
    Oder bin ich zu sensibel?
    Liebe Grüße
    Jessie

    Antworten
    • Hallo Jessica,

      freut mich, dass du hier ein paar Infos für dich gefunden hast.
      Fakt ist, dass man vor der richtigen Kastration nie wissen kann, ob sich das Verhalten
      durch den veränderten Hormon-Haushalt nach der Kastration verbessert. Oft erfordert
      es entsprechendes Training, um dem Hund das unerwünschte Verhalten abzugewöhnen.
      Hast du schon mal mit einem seriösen Hundetrainer gesprochen? Vielleicht könnte er dir eher helfen.
      Wenn die Hunde spielen und dein Hund übermütig wird, greifst du dann rechtzeitig ein um das negative Verhalten zu unterbinden?
      Es ist schwierig ich weiß, oft verpasst man aber den richtigen Moment und dann steigert sich der Hund da immer tiefer rein. Ich denke
      ein guter Trainer könnte hier eine Alternative sein, um zu schauen, ob sich das nicht auf diese Weise regeln lässt.

      Ansonsten ist die chemische Kastration eine gute Möglichkeiten, um die Auswirkungen der Kastration abschätzen zu können.
      Was hat dir denn dein TA geraten? Er kennt deinen Hund…

      Ob der Hund von drei Leuten festgehalten werden muss, hängt von deinem Tier ab. Hunde, die nicht gerne zum TA gehen und dann noch
      relativ kräftig sind wie eine Bulldogge muss man schon gut festhalten, ansonsten geht das schief. Das hört sich aber schlimmer an als es ist und ist ja nur für dein Hund und die Personen eine Sicherheitsmaßnahme. Die Spritzen sind relativ groß ja, aber auch nicht viel anders als die, die beim Chippen zur Tierkennzeichnung zum Einsatz kommen.
      Das sieht dann vielleicht brutal aus und klar wird der Hund den Piekser auch spüren, aber eine Horrorvorstellung muss es für dich nicht sein : )

      Aber wenn sich das für dich nicht gut anfühlt, würde ich echt schauen zunächst mal mit einem Trainer an dem Problem zu arbeiten. Vielleicht wird es ja : )

      Viel Erfolg!

      Ganz liebe Grüße,
      Gaby

      Antworten
  28. Hallo und guten Morgen,
    ich habe ein Aussie der 2,5 Jahre alt. ist. Seit 8 Wochen oder länger ist er bei den Spaziergängen ausser rand und Band weil ständig läufige Hündinnen in der Siedlung unterwegs sind. Er markiert 187 mal bei den
    Spaziergängen und schnüffelt sich sogar am Bürgersteigpflaster fest. Ich muss ihn dauernd überall wegziehen. Zuhause angekommen ist er noch rattendoll und sabbert rum und guckt bedeppert. Er jammert manchmal sogar nachts herum. Vor lauter Aufregung und Anspannung hat er sogar manchmal Durchfall.
    Kann ich es einfach mal mit einem Chip probieren? Ich habe Angst meinem Hund gesundheitlich zu schaden…

    Mfg
    Bine

    Antworten
    • Hallo Simon,

      vielen Dank für deinen Kommentar. Klingt so, als hätte dein Hund ziemlichen Stress. Das ist auch nicht
      gesund für ihn und viele Rüden leiden extrem dabei. Ich persönlich finde es richtig, wenn Rüden kastriert werden,
      um ihnen diese enorme psychische und körperliche Belastung zu nehmen. Aber das muss jeder selbst entscheiden.
      Der Chip ist im Grunde ja genau dafür gedacht, um schauen zu können, wie der Hund auf die hormonelle Umstellung bei
      einer richtigen Kastration reagieren würde. Wenn alles passt, kann anschließend die Kastration folgen. Sprich doch
      einfach mal mit deinem Tierarzt über das Thema. Er kennt deinen Hund und kann dir sicherlich am besten weiterhelfen.

      Viele Grüße
      Gaby

      Antworten
      • Hallo Gaby,
        vielen Dank für die schnelle Antwort.
        Kannst Du mir noch bitte sagen, ob dieses Medikament im Chip irgendwelche schlimmen
        Nebenwirkungen haben kann (Herz- Kreislauf, innere Organe etc.) ? Das sind so meine Befürchtungen und Ängste….. Vielen Dank im voraus

        mfg
        Bine

        Antworten
        • Hallo Simon,

          Zum Thema Nebenwirkungen habe ich bereits im Artikel zur chemischen Kastration einige Hinweise erläutert.
          Lies dir das am besten in Ruhe durch. Außerdem rate ich immer dazu direkt beim behandelnden Tierarzt nachzufragen.
          Jedes Tier ist individuell und bevor man den Schritt geht, muss konkret geprüft werden, ob der Chip aus irgendwelchen
          gesundheitlichen Gründen kritisch sein könnte.

          Viele Grüße

          Antworten
  29. Sorina Speidel

    Hallo, mmemeimein kleiner Rüde(knapp 3 kg)hat vor 2 Wochen seinen ersten Chip bekommen.Heute fing er an sich sichtbar unwohl zu fühlen und hat gespuckt.Er suchte stärker als sonst meine Nähe.Mein Mann ddedenkt das evtl.der Chip anfängt zu wirken.Kann das sein?

    Antworten
    • Hallo Sorina,

      vielen Dank für deine Nachricht. Grundsätzlich kann das sein ja. Wie ich in meinem Artikel geschrieben habe, sinkt das „Niveau der Geschlechtshormone stark“ nach ca. zwei bis drei Wochen nach dem Einsetzen des Chips. Halte am besten Rücksprache mit dem Tierarzt, der den Chip gesetzt hat und erläutere ihm die Veränderungen. Generell kann man nie genau sagen, wie sich die hormonelle Umstellung auf ein Tier auswirkt. Daher wäre es denkbar, dass der Chip der Auslöser für die Änderungen am Verhalten usw. ist.

      Vielleicht pendelt sich das Ganze noch ein wenn sich der Körper an die Umstellung gewöhnt hat. Sprich mit deinem Tierarzt!
      Drücke euch die Daumen, dass euer Rüde nicht dauerhaft spucken muss (was ich nicht glaube) und es ihm schnell besser geht.

      Ganz liebe Grüße Gaby : )

      Antworten
  30. hallo Gaby,

    ich bin aber auf der suche nach einer hormonfreien methode, die es in der humnmedizin (GyneFix Kupferkette) brereits gibt. unsere TÄ hat sich darüber belesen, dass es das wohl inzwischen auch für hunde/ hündinnen geben soll, hat aber keine genaueren angaben machen können.
    ich würde diese methode bevorzugen, weil die hündin nicht mit hormonen oder einer größeren OP belastet werde müßte. der eingriff selbst würde lediglich unter sedierung stattfinden.

    gibt es dazu schon infos oder erfahrungen? welcher tierarzt/ klinik macht das?

    liebe grüße

    Antworten
    • Hallo Siri,

      dazu kann ich dir leider nichts sagen. Davon habe ich noch nichts gehört.
      Tut mir leid. Wenn deine TÄ schon darüber gelesen hat, weiß sie vielleicht auch welcher Hersteller
      eine solche Alternative herstellt oder? Im Grunde würde ich da anfangen zu recherchieren. Wenn man weiß, welche Hersteller so etwas anbieten, könnte man direkt dort anrufen und sicherlich erfahren, welche Kooperationspartner / Kunden das verabreichen…

      Tut mir leid, dass ich dir nicht direkt weiterhelfen konnte. Hoffe du findest noch mehr heraus.

      PS: Es kann auch helfen in Tier-Foren zu fragen. Vielleicht findet sich jemand mit Erfahrung.

      LG : )

      Antworten
  31. Hallo ..
    Ich habe deinen Artikel mit Begeisterung gelesen..
    Danke dafür..
    Mein Sam ist jetzt 1 Jahr und ich war bis jetzt immer hin und her gerissen ob ich ihn kastrieren lassen soll..
    Bei uns laufen viele Hündinen und es ist Stress für ihn und mich. Aber da können viele glaub ein Lied von singen
    Ich finde den Chip eine gute Alternative um es zu testen und zu schauen wie der hund sich verhält und verändert.
    Ich hoffe meiner konzentriert sich dann draußen besser auf mich^^.. Ich werde es im neuen Jahr auf jeden fall mal in Angriff nehmen und meine Erfahrung dann hier mitteilen. Vielleicht hilft das dem einen oder anderen auch..
    Ich wünsche dir bis dahin noch einen guten Rutsch ins neue Jahr.
    LG Alex

    Antworten
    • Hallo Alexandra,
      freut mich sehr, dass dir der Artikel gefallen hat : )

      Ich freue mich sehr darüber, wenn du deine Erfahrungen hier mit uns teilen magst. Das hilft immer und ist für jeden weiteren Leser nützlich. Ich bin gespannt und wünsche dir und deinem Schützling alles Liebe.

      Danke, ich hoffe auch du bist gut ins neue Jahr gerutscht und wünsche dir Gesundheit und Glück für 2018.

      Lg Gaby

      Antworten
  32. Ulrich Weinert

    Unser Bolonka- Lhasa Mischling ist sehr dominant. Andere Rüden egal welcher Größe, werden erstmal verbellt. Er ist Vater von 8 Hundebabys. Wir haben uns für den Chip entschieden weil wir hofften, das sein Verhalten gegenüber anderen Rüden etwas moderater wird(einmal hatte sich eine Dogge auf ihn gestürzt). Unser TA setzte März 2016 den 9,4 Chip ein.
    Seine Hoden wurden kleiner und sein Fell wurde etwas stumpf (es verfilzte schneller) ansonsten :Rüden -volle Kante- und die Hündinnen liebt er. Schade um das Geld. Nochzumal er eigentlich ein lieber Kerl ist.
    Er wiegt 6kg und hat den Chip jetzt 22 Monate. Die Hündin (Bolanka) unserer Nachbarn ist heiß und er soll für Nachwuchs sorgen. Haben wir da eine Chance?
    mfGrüßen u.Weinert

    Antworten
    • Hallo Ulrich,

      vielen Dank für deinen Kommentar. Also normalerweise sollte die Wirkung des Chips bereits beendet sein. Allerdings ist es bei Hunden unter zehn Kilo so, dass die Wirkungsdauer länger sein kann, als eigentlich geplant. Im Grunde hilft nur eins: Der Check der Zeugungsfähigkeit durch den TA oder testen ; ) Frag also einfach mal beim behandelten TA nach. Der sollte das am besten einschätzen können, weil er deinen Hund kennt.

      Lg Gaby

      Antworten
  33. Hallo,

    wir haben zum Anfang den Chip für ein halbes Jahr machen lassen,waren begeistert und hatten jetzt schon den 3. Ganzjahres-Chip.
    Wir haben einen 32kg schweren 7 Jahre alten Staffordrüden,andere Rüden mochten ihn nicht und einige Damen auch nicht.
    Er mag fast jeden und lässt sich auch anbellen ohne selbst ein Mucks zu machen.
    Mit dem Chip verlor er die extremen männlichen Gerüche und wurde besser akzeptiert.
    Harntreufeln hatte er nie,zudem hört er besser.
    Ich wäre einer Kastration von Anfang an nicht abgeneigt,aber mein Mann tut sich da schwer(die fühlen ja immer mit) und somit wird bei uns der nächste Chip bald folgen.
    Wir hatten ihn damals setzen lassen,da er nicht nur dauerhaft schnüffelt sondern es ableckt und ich möchte nicht,dass er sich darüber Krankheiten holt.
    Er frisst mit dem Chip besser und bekommt immer die gleiche Menge.
    Am Anfang schwangt das Gewicht kurz,pendelt sich aber relativ gut ein.
    Also wir können nur positives berichten und werden wieder einen machen lassen,schon allein weil andere Hunde ihn nicht nur mit anbellen beachten.🐶👍

    Antworten
    • Hallo „Schnuppel“ ; )

      ganz lieben Dank für deinen Kommentar. Freut mich sehr, dass ihr da positive Erfahrungen gemacht habt. Das ist
      schön zu hören. Auch für den Hund.

      Dennoch hab ich einen kleinen Einwand: Möchtet ihr nicht doch mal überlegen, ob ihr die Kastration dauerhaft machen wollt? Der Chip ist eher zum Testen der Auswirkungen gedacht und bringt ja auch hormonolle Schwankungen mit sich, die das Tier immer wieder erleben muss. Mich wundert es ein wenig, dass der TA da nicht was dagegen hat ; ) Aber klar, wenn ihr es als Besitzer nicht möchtet, wird er sich fügen : ) Mich würde einfach interessieren, ob der TA da etwas dazu gesagt hat? Und versteh mich nicht falsch, ich habe Verständnis für die Bedenken. Aber nur weil die lieben Männer da ein Problem damit haben (da ist dein Mann ja keinesfalls der Einzige ; ), sollte der Hund nicht ständig Hormonschwankungen ausgesetzt werden. Wie schon geschrieben: Ist keinesfalls böse gemeint, ich frag mich einfach, warum man es dann nicht gleich „ganz“ macht. Dann hat der Hund und ja auch ihr Ruhe. Zudem wäre es sogar dauerhaft günstiger.

      Vielleicht kannst du mir da ja mal ein Feedback geben, was die Meinung des TA ist. Danke dir : )

      Ganze liebe Grüße
      Gaby

      Antworten
  34. Hallo

    Unsere Tierärztin hat damit keine Bedenken,da unser Hund von
    Natur aus zu viele Hormone besitzt und sich das mit dem Chip eher einpegelt.
    Wir impfen ihn sonst bevor der alte aufhört zu wirken,damit es da nicht solche Schwankungen gibt.
    Wir haben ihn jetzt nurmal auswirken lassen,um zu sehen wir unser Hund sich benimmt, oder ob sich etwas geändert hat.
    Hat sich aber nichts verändert im Gegensatz zu vor dem Chip.
    Das Besteigen hatte vorher von allein schon aufgehört,das war wohl einfach die Jugend.
    Wir zahlen für den Einjahres-Chip 140€ bei unserer TÄ.
    Ja,wenn sich der Mann nicht so schwer tun würde wäre er direkt kastriert worden.

    Antworten
    • Hallo Schnuppel,

      vielen lieben Dank für deine Antwort!
      Ok dann ist gut, wenn eure TÄ keine Bedenken hat. Das freut mich : )
      Ist immer interessant die Erfahrungen anderer zu lesen, da den Chip nicht soooo viele verwenden. Vielen Dank dafür!
      Ich wünsch dir und deinem Vierbeiner alles Liebe. Und vielleicht lässt sich der Mann ja doch noch irgendwann auf eine Kastration des Tieres ein ; )

      Viele Grüße,
      Gaby

      Antworten
    • Kirsi Sander

      Hallo Schnuppel,

      ich bin sehr kritische Mensch was das dem Chip und den Tierärzten angeht, daher kann ich jetzt nicht meiner Klappe nicht zuhalten, obwohl es bei euch anscheinend gut läuft mit den Chip. 😉
      Natürlich freut sich euer Tierarzt über Jährliche 140€, verdient in weniger als fünf Minuten. Mit Kastrieren wäre diese einfache Geldquelle weg. Mit einmaligen fast gleichen Preis.
      Bitte versuche Deinen Mann zu überzeugen, euren Hund zu kastrieren. Der Chip beeinflusst auch andere Hormone, nicht nur den Testosteron. Außerdem greift es sehr aggressiv in den Hormonproduktion ein. Ein Kastration beeinflusst nur den Produktion in den Hoden. Die Hunde, genau wie wir Menschen, brauchen die Hormone in unseren Körper, die sind nicht um sonst da. Besonderes der Schilddrüsenhormon ist wichtig. Beim American Staffordshire kommt schon häufiger vor, dass sie in Schilddrüsenunterfuktion (Hypothyreose) erkranken. Dieser Krankheit bricht häufig erst im Alter aus. Daher wäre ich noch mehr vorsichtiger mit den Chip bei Deiner Hunderasse und beim Alter Deines Hundes.

      Ich möchte dir keinesfalls Angst einjagen, möchte nur dass Du deinen Hund möglichst lange und möglichst gesund genießen kannst.

      Unsere Hypersexuelle Barsoi Rüde wurde im Alter vom 2 Jahren erst ein mal mit den Chip behandelt und dann kastriert. Obwohl er keine Probleme mit den Chip hatte, würde ich es niemals mehr als einmal wenden. Mein Mann ist immer gegen Kastration – ich auch – aber wenn es MEDIZINISCH Notwendig ist, ist er auch so vernünftig alles zu tun, dass unseren Hunden es gut geht. Auch wenn es dann Kastration heißt.

      Verzeihung Gaby, dass ich schon wieder hier zwischen kommentiere, aber dieser Thema ist wichtig. Wir Menschen sollten immer erst an unseren Tieren denken – schließlich sind ihren Wohlbefinden von unseren Entscheidungen abhängig – und danach an uns.

      Herzlichst euer,

      Kirsi

      Antworten
      • Hallo Kirsi,

        vielen Dank für deinen Kommentar. Du brauchst dich überhaupt nicht entschuldigen! Ich freu mich, wenn hier diskutiert wird und wie du gesagt hast, ist das Thema einfach zu wichtig. Wie du an meiner Reaktion auf den Kommentar von „Schnuppel“ nachvollziehen kannst, bin ich auch nicht begeistert davon, wenn der Chip mehrfach eingesetzt wird. Durch meine Recherche und mehrere Telefonate mit dem Tierarzt kann ich bestätigen, dass der Chip eigentlich nicht dafür gedacht ist. Das ist Fakt und ich gebe dir da völlig recht. Das Tierwohl muss an erster Stelle stehen. Aber ich hoffe der behandelnde TA weiß einfach was er tut… Oft unterscheiden sich ja leider auch die Meinungen der Ärzte, was beim Halter dann zu Verunsicherung führt.

        Viele Grüße

        Antworten
  35. Diana Köhn

    Hallo Gabi,
    mit großem Interesse habe ich hier deinen Artikel und alle Kommentare gelesen.
    Ich habe meinem jetzt 2 Jährigen Großpudel im Januar einen 6 Monats Chip setzen lassen. Für ihn war es eine super Entscheidung , ständige Gefühlskaos und hungern , weinen und aggressivität anderen Rüden gegenüber, ist weg. Auch habe ich nach drei Monaten noch kein negatives Verhalten festgestellt.
    Wir haben noch eine intakte Hündin zu Hause mit 11 Jahren, daher kommt für sie keine Kastration in Frage. Die letzte Läufigkeit war für uns alle der Horror.
    Desweiteren haben wir noch einen 11 Monate alten Großpudel . Bei ihm bin ich jetzt auch am Überlegen, ihm einen 6 Monats Chip setzten zu lassen, nur bin ich mir sehr unsicher aufgrund des Alters . Ausgewachsen ist die Rasse ja erst mit 18 Monaten. Bei zwei jungen Rüden , kann sich jeder vorstellen was da auf den Hunderunden abgeht. Es ist sehr streßig für mich! Nun habe ich ja wenigstens den einen sehr viel entspannter. Der Junior geht ab wie eine Rakete, ständig am schauen ob Konkurrenz zu sehen ist und ist nur am pinkeln und aufregen…Meine TÄ sagt kein Problem mit dem Chip für den kleinen. Ein anderer befragter TA meinte auf keinen Fall, die Gefahr von Hodenkrebs und er würde eher die Spritze empfehlen. Nun wollte ich den Chip aber wirklich bei beiden nur einmal geben und sie danach beide gleichzeitig kastrieren. Das hat was mit der Rudelstellung zu tun. Ja , nun was macht man. Sind 11 Monate noch zu früh. Besteht die Gefahr von Krebs bei einmaliger Gabe?
    Liebe Grüße Diana

    Antworten
    • Hallo liebe Diana,

      vielen Dank für deinen Kommentar. Deine Frage ist berechtigt und ich persönlich, würde klar von dem Implantat abraten, solange dein Hund noch nicht ausgewachsen ist. Während der Pubertät ist der Hormonhaushalt noch im Umschwung und ich kann ehrlich gesagt nicht verstehen, warum ein TA da grünes Licht gibt. Klar, bin ich kein TA und meine Meinung ist nicht professionell, aber die Empfehlung zum Präparat ist klar und deutlich formuliert. Ich würde warten, bis er ausgewachsen ist, aber im Grunde musst du das selbst entscheiden. Mir wäre das jedenfalls zu riskant.

      Vielleicht liegen die Meinungen der TA aber auch deshalb auseinander, weil Hunde generell oft schon ab dem 12. Monat als ausgewachsen gelten und die rassenbedingte Verlängerung beim Großpudel auf 18 Monate nicht immer gilt? Das ist nur eine Frage, weil ich mich bei den rassenbedingten Unterschieden nicht auskenne. Vielleicht fragst du dahingehend nochmals gezielt bei den TA nach? Und im Zweifelsfall würde ich da eine dritte Meinung einholen. Vielleicht findest Du einen TA oder eine Tierklinik, die mit dem Implantat schon häufiger gearbeitet hat und kannst da mal konkret nachhaken. Zum Thema Krebsrisiko kannst du im Artikel bzw. in meinen Antworten auf Kommentare mehr lesen.

      Ich hoffe dir damit weitergeholfen zu haben.
      Du kannst dich jederzeit hier melden, falls weitere Fragen auftreten.

      Liebe Grüße Gaby

      Antworten
  36. Hallo Gabi,
    finde im ganzen Netz nichts über Hormonchip für Hündinnen…soll wohl auch nicht dafür verwendet werden.
    Unsere Tierärztin setzt ihn Hündinnen genauso, weil sie sagt, dass das sowieso irgendwann zugelassen wird.
    Ich wollte unsere damals 14 Monate alte Miniaustralianshepherdhündin unbedingt nach ihrer
    ersten Läufigkeit sterilisieren lassen. Da sie aber vom Verhalten eher unsicher und nervös war, hat mich
    die Ärztin von der OP abgeraten, da dieses Verhalten sich verschlimmern könnte.
    Somit wurde ihr vor 1 Jahr, 3 Wochen nach Ende der Läufigkeit, der Hormonchip gesetzt (Delvosteron Sup. 4.7). Sie wiegt 14,5 kg. Der Chip sollte nur für ein halbes Jahr wirken, um zu sehen wie sie ihn verträgt. Anfang September sollten wir erneut kommen um einen neuen zu setzen. Unsere Hündin, die sich bis zu diesem Zeitpunkt mit allen Hunden verstanden hat, war daraufhin wie ausgewechselt…
    Sonst hat sie sich halt vor Unsicherheit immer unterworfen, jetzt wird jeder Hund der größer ist als sie,
    insbesondere unkastrierte Rüden, total abgeschnappt. Es ist kein Spiel mehr möglich, sie kläfft und knurrt schon auf Entfernung, wenn sie größeren Hund sieht. Da es jetzt schon 1 Jahr her ist und sie immer noch nicht läufig geworden ist, glaube ich, der Chip war zu hoch dosiert, also von Haus aus für 1 Jahr….
    Auf Nachfrage bei der Tierärztin hieß es, dass es verschieden sei, wann die Läufigkeit wieder einsetzt, das könne von 1/2 Jahr bis 1 1/2 Jahre dauern…. Werden es auf keinen Fall mehr wiederholen. Warten jetzt
    auf Läufigkeit und dann muss das Verhalten geprüft werden. Sie ist kein ängstlicher Hund, aber sehr, sehr
    nervös und unsicher und sie geht halt in bestimmten Situationen eher aggressiv nach vorne…d.h. Fremde
    werden angestupst, rennende, laute Kinder angeknurrt, größere fremde Hunde angeschnappt.
    Ich glaube, wir haben der Hündin in einer für sie sehr wichtigen Zeit der Entwicklung nichts gutes getan
    mit diesem Hormondurcheinander.
    Ist es jetzt überhaupt legal oder nicht, den Chip für Hündinnen zu verwenden? Gibt es da irgendwelche
    Erfahrungsberichte??
    Liebe Grüße Sabi

    Antworten
    • Hallo Sabi,

      vielen Dank für deinen Kommentar. Ich habe diesen gelesen und muss sagen, dass ich das ziemlich beunruhigend finde, dass eine TA ein Präparat gibt, das keine Zulassung hat. Wo kommen wir denn da hin, wenn das jeder TA so machen würde?? Es gibt doch gute Gründe wenn etwas noch keine Zulassung hat oder? Und der Chip (zumindest zum Zeitpunkt als ich den Ratgeber geschrieben habe) ist definitiv nur für Rüden zugelassen. Das Ergebnis zeigt mir, dass das vermeidbar gewesen wäre. Außerdem finde ich es persönlich nicht in Ordnung, dass hier sogar ein zweiter Chip hätte gesetzt werden sollen. Klar ich bin kein TA, aber lesen kann ich noch. Und der Hersteller hat mir bereits am Telefon bestätigt, dass ein Chip, wenn die Wirkung positiv ausfällt, nur eine einmalige Sache sein sollte und im Anschluss besser direkt kastriert werden sollte. Das hormonolle Durcheinander ist ansonsten nicht gerade gesund für die Tiere. Also, wenn doch sogar der Hersteller davon abrät den Chip mehrmals zu verabreichen, soll das doch was heißen. Hier nochmals mein Hinweis, den ich bereits zu einem anderen Kommentar veröffentlicht habe:

      „Der Chip ist kein Dauerzustand, sondern soll lediglich den Zweck erfüllen, dass man vor der
      endgültigen Kastration dessen Auswirkungen auf das Tier erkennen kann. Und anschließend lässt
      sich dann eher mit Hilfe des Tierarztes entscheiden, ob eine Kastration Sinn macht oder nicht.
      Schließlich muss dieser Eingriff immer gut überlegt sein.“ Und das gilt für Rüden…

      Und wegen der Wirkungsdauer ist in zwischen auch bekannt, dass der Chip in einigen Fällen länger wirkt als geplant.
      Das kann auch der Hersteller nicht exakt vorausahnen. Jedes Tier ist einzigartig.

      Ich würde mir an deiner Stelle ehrlich gesagt eine zweite Meinung von einem anderen TA einholen. Lass dich beraten und zur Not noch von einem dritten TA. Es ist immer gut mehrere Meinungen einzuholen. Sowohl Chip als auch Kastration müssen gut überlegt sein. Im Idealfall findest du einen Ansprechpartner, der mit dem Chip schon Erfahrungen gesammelt hat.

      Wie du am Verhalten deiner Hündin erkennen kannst, können die Hormone des Chips entsprechende Auswirkungen haben. Besser, als die potenziellen Auswirkungen einer Sterilisation bzw. Kastration ist das bestimmt nicht, zumindest in deinem Fall. Niemand kann garantieren, was der Chip bei einem Hund im Detail auslöst. Genauso wenig wie die OP. Der Chip soll lediglich als eine Art Probelauf dienen, um eben zu sehen, wie sich das Verhalten verändern könnte. Aber: Ob das Verhalten während der Wirkung des Chips mit der potenziellen Verhaltensänderung durch eine vollständige Kastration komplett identisch ist, weiß man ebenfalls nicht. Genauso wäre es auch theoretisch möglich, dass deine Hündin kastriert wird und ihr geht es besser. Man weiß es einfach nicht.
      Lass dich beraten und hol dir eine zweite oder dritte Meinung ein. Das lege ich dir dahingehend wirklich ans Herz.

      Falls du noch Fragen hast, frag : )

      Ich wünsch dir alles Liebe und deiner Hündin, dass sich ihr Verhalten möglichst schnell wieder normalisiert.

      Liebe Grüße
      Gaby

      Antworten
  37. Vicky und Sven

    Hallo,
    Wir hätten dann auch mal eine Frage zum Chip.
    Man sagt ja wenn man sein Hund zu früh Kastrieren lässt, z.B. schon mit einem Jahr, dann wird er vom Kopf her immer ein Kind sein und wird nicht Erwachsen. Wie wirkt sich das denn auf den Chip aus? Bleibt er vom Kopf her auch wie ein Kind oder Verhält sich das ganze anders weil der Chip ihm nur was vorgaukelt?!?
    Gruss
    Vicky und Sven

    Antworten
    • Hallo Vicky und Sven,

      lieben Dank für euren Kommentar. Zu eurer Frage:
      Grundsätzlich gilt: Niemand kann voraussagen, wie sich das Verhalten eines Rüden durch Kastration oder Chip ändert. Der Hormonhaushalt wird beeinflusst, aber eine pauschale Aussage, wie genau sich ein Tier dadurch verändert, gibt es nicht bzw. wäre nicht seriös. Da der Chip nur vorübergehend wirkt, normalisiert sich nach dessen Wirkungsdauer in der Regel alles wieder. Hunde sollten den Chip erst bekommen, wenn sie erwachsen sind. Lass dich am besten von einem Tierarzt beraten. Jeder Hund ist individuell, weshalb jeder Einzelfall auch entsprechend behandelt werden sollte.
      Generell wirkt der Chip wie eine Kastration, nur eben nicht dauerhaft.

      Schaut euch auch mal noch meine Antwort auf einen Kommentar einer anderen Leserin an. Da ging es um ähnliches:

      Grundsätzlich ist der Chip nur bei erwachsenen und gesunden Hunden erlaubt. Ab welchem Zeitpunkt ein Hund als erwachsen gilt, hängt von verschiedenen Faktoren wie Rasse und Größe ab. Kleine Hunde sind oft etwas früher erwachsen, als große. Grundsätzlich ließt man häufig, dass Hunde frühestens ab dem 12. Monat als erwachsen bezeichnet werden können. Doch auch diese Angabe ist mit Vorsicht zu genießen, wenn es um die chemische Kastration geht. Denn es kann nochmals ein halbes Jahr dauern, bis das Tier sein endgültiges Gewicht erreicht.

      Hinzu kommt, dass es noch deutlich länger dauern kann, bis die emotionale und psychische Reife erreicht wird. Bei einer großen Rasse kann das erst mit rund 30 Monaten der Fall sein. Verhaltensweisen können sich daher erst viel später herauskristallisieren als viele annehmen.

      Ich hoffe ich konnte euch ein wenig weiterhelfen : )

      Bei Fragen, fragen!
      lg Gaby

      Antworten
  38. Alexandra Rösner

    Hallo Gaby,

    Wir haben einen 16-Monate-alten Appenzeller-Berner-Mischling, den wir mit 10 Monaten auf Anraten unseres (bereits zweiten) Tierarztes chemisch für 12 Monate kastrierten. Nach den ersten vier bis sechs Wochen, nachdem unser Hund zuerst einmal wesentlich aktiver und aggressiver geworden war, beruhigte er sich ziemlich. Der Umgang mit ihm war ein bisschen einfacher geworden, er zog nicht mehr ständig an der Leine und war auch sonst nicht mehr so „umwerfend“ außer Rand und Band. Dinge, die sich nicht geändert haben, sind das ständige Schnüffeln – unser Hund pickt mit der Nase am Boden, sobald er das Haus verlässt -, das Markieren – vielleicht würde er ohne Chip mehr markieren, wer weiß, aber ich kann es mir nicht vorstellen, er markiert auch so schon 150 mal pro Spaziergang -, das Macho-Gehabe bei anderen Rüden und bei Männern (!), allerdings nicht bei allen und ich weiß nicht, nach welchen Kriterien er diese aussucht. Grundlegende Verhaltensveränderungen haben wir allerdings nicht festgestellt. Eine negative Erscheinung, die ich nach langer Recherche dem Chip unterschiebe (vielleicht kannst Du mich hier ja eines Besseren belehren), ist der Haarverlust. Den zweiten Haarwechsel hatte er letzten März, einen Monat nach der Implantation des Chips und seitdem befindet er sich im Dauerhaarwechsel. Das ist so schlimm, dass ich trotz des zweimal täglichen Staubsaugens praktisch in Haaren versinke. Er wird mittlerweile fast täglich gebürstet, das hilft aber auch nicht viel. Da wir in der Nähe eines Flusses wohnen und er das Wasser liebt, ist er oft im Wasser, Winter und Sommer. Er planscht gerne, schwimmt aber nicht. Wenn man ihn danach anfasst, hat man die Hände schwarz vor Haaren. Eigentlich war der chemische Chip nur eine Probeaktion, um zu sehen, wie er reagiert. Als Zweijähriger wollte ich ihn operativ kastrieren. Wenn er allerdings mit einem solchen Haarverlust darauf reagiert, traue ich mich nicht. Ein Appenzeller ist eigentlich ein pflegeleichtes Tier. Obwohl er ein Mischling ist, hat er das Fell des Appenzeller und die Größe des Berner (er misst 63 cm und wiegt 35 kg). Hast Du vielleicht Erfahrung damit? Kann man dagegen etwas unternehmen? Sollte der Haarausfall nicht vom Chip stammen, woher dann? Was denkst Du? Sein Fell ist wirklich schön glänzend, dicht (ein Wunder bei dem Haarausfall!) und riecht auch nicht (den Geruch haben wir in den Griff bekommen dank unserer Hundefrisörin und einem auf natürlicher Basis zusammengestelltes Kokosöl für Hundefell).

    Vielen Dank im Voraus für Deine Unterstützung. Ich habe Deinen Blog heute zufällig gefunden und wirklich alle Beiträge interressiert durchgelesen.

    Liebe Grüße
    Alexandra

    Antworten
    • Hallo liebe Alexandra,

      erstmal herzlich willkommen auf meinem Blog : )
      Vielen Dank für deinen Kommentar und dein Lob. Freut mich sehr, dass du interessante Beiträge bei mir gefunden hast.

      Jetzt zu deiner Frage zwecks Fellverlust. Ich habe zu diesem Thema hier zum Chip unterhalb des Beitrags bereits einen kleinen Kommentar abgegeben, weil mich eine andere Leserin zu möglichen Nebenwirkungen angesprochen hatte:

      „In dem Artikel erklärt Professor Dr. Axel Wehrendt, Fachtierarzt für Reproduktionsmedizin, mehr zum Thema. Unter anderem heißt es darin: „In Einzelfällen berichten die Besitzer über Verhaltensänderungen, Reaktionen an der Injektionsstelle, Problemen beim Harnabsatz und Haarverlusten. Dies sind jedoch keine wissenschaftlich erhobene Daten sondern Einzelbeobachtungen.““

      Wie du hier lesen kannst, gibt es bereits andere Fälle, die von Haarverlust berichten. Hast du deinen Tierarzt schon mal dazu befragt? Er kennt deinen Hund und kann vielleicht herausfinden, woran es abseits des Chips noch liegen könnte. Aufgrund der hormonellen Umstellung kann es natürlich schon passieren, dass sich das Fell verändert. Es könnte aber genauso gut von der Ernährung kommen. Hast du vielleicht zufällig zeitgleich das Futter umgestellt oder sonst irgendetwas hinsichtlich Ernährung geändert?

      Auch Unverträglichkeiten, allergische Reaktionen und Stress könnten für starken Haarverlust verantwortlich sein.
      Unsere Maya haart auch extrem und ich komme mit dem Saugen kaum hinterher ; ) Daher kann ich nachvollziehen, wie nervig das teilweise ist. Ohne regelmäßiges Kämmen geht nichts. Ich würde mal ein Termin beim TA ausmachen und mit ihm alles durchgehen. Vielleicht kommt er ja noch auf eine Idee. Er wirft dann einen kritischen Blick auf die Haut und kann dir hoffentlich weiterhelfen. Dass das Fell glänzt, dicht ist und gut riecht ist ja schon mal positiv!
      Was benutzt ihr denn für eine Bürste?

      Falls du weitere Fragen hast, einfach melden : )
      LG Gaby

      Antworten
      • Alexandra Rösner

        Liebe Gaby,

        Herzlichen Dank für Deine prompte Antwort. Hinsichtlich der Frage nach dem Stress kann ich Folgendes dazu sagen: Wir sind im Mai umgezogen. Zwar in die Nähe des alten Hauses, aber in eine neue Wohnung, d.h. seine Spazierumgebung ist dieselbe, aber sein Heim ist neu. Trotzdem hat er in der Wohnung mehr Platz als im Haus, wo er nur den Gang benützen dürfte und hier eine riesige Terasse für sich alleine hat (mit Gang und Wohnzimmer, wenn wir da sind). Eine Woche nach dem Umzug hat er auch nicht mehr in Richtung altes Haus gezogen, wenn wir vom Spaziergang heim sind. Wir besuchen noch immer unsere alten Nachbarn, aber unser altes Haus nebenan interessiert ihn gar nicht, also denke ich, dass er sich gut umgewöhnt hat.
        Ernährungsumstellung: Auch da hat sich was getan. Unsere Hundefrisörin hat uns geraten, ein anderes hochqualitatives Futter zu verabreichen, da er sehr viele Blähungen hatte, die jetzt völlig weg sind. Er bekommt ausschließlich Trockenfutter mit mindestens 70% Fleischanteil und der Rest Gemüse, Marke Real Nature Wilderness. Zusätzlich bekommt er Cerealien der Marke Rupp und Olivenöl. Daneben bekommt er mehrmals wöchentlich frische Kalb- und Rinderknochen (wir haben einen Bauern, der uns beliefert). Gras und Pferdeäpfel knabbert er auf dem Spaziergang. Das Futter frisst er lieber als das, was er vorher bekam, und wir haben auch das Gefühl, dass er gut ernährt ist und es ihm guttut.
        Bürste: Wir haben uns durch ein Arsenal an Bürsten gearbeitet, bis wir die richtige für ihn gefunden haben. Es ist eine Bürste aus derben Borsten (die Drahtbürste mag er überhaupt nicht und holt auch nur die Unterwolle heraus). Zweimal im Jahr gehen wir zur Hundefrisörin, die ihn beim Fellwechsel wirklich ordentlich durchbürstet. Dort lassen wir dann mindestens eine Tonne Unterwolle. Problematisch ist allerdings das schwarze Deckhaar, das er verliert, nicht die Unterwolle.
        Allergien: Davon haben wir nichts bemerkt, allerdings hatte er diesen Sommer mehrfach Infektionen an Maul und Nase und musste mehrmals zum Tierarzt und mit Antibiotika behandelt werden. Die Infektionen stammen laut Tierarzt aber nicht vom Futter oder einer Allergie (wir haben gefragt), sondern von seiner ewigen Manie, seine Nase wirklich überall hineinzustecken, zu graben und alles zu fressen, was er findet (außer ich bin schneller und reiße ihn davon weg). Zum Haarproblem hat sich der Tierarzt nicht geäußert, obwohl er selbst einen Appenzeller Mix hat. Jeder Hund sei anders. Das hilft mir nicht.
        Wie Du siehst, dafür, dass wir einen pflegeleichten Sennenhund haben, war echt viel los in den letzten Monaten. Wir hoffen wirklich, dass das Fellproblem gelöst werden kann, sondern werden die Wintermonate problematisch.

        Liebe Grüße
        Alexandra

        Antworten
        • Hallo Alexandra,

          vielen Dank für deine Antwort.
          Ich kann mir gut vorstellen, dass da einfach ziemlich viel zusammengekommen ist. Umzug, neues Futter, dann die Probleme mit Maul und Nase. Und der Chip. Hinzu kommt das Alter bzw. die Hormone, die da auch eine Rolle spielen. Das sind viele Faktoren, was es nicht einfacher macht die Ursache zu ermitteln. Wie lang bekommt er denn schon das neue Futter? Es dauert viele Wochen (i.d.R. mindestens 6) bis sich die Ernährung vollständig bemerkbar macht. Wurde die Ernährung zeitgleich mit dem Chip verändert oder erst später? Hat er zufällig auch Juckreiz?

          Ich würde an deiner Stelle jetzt erst mal nichts mehr verändern, wenn es irgendwie geht. Warte noch einige Zeit und beobachte das Fell genau. Mach dir am besten auch Notizen wenn dir etwas auffällt. Das macht es später einfacher Veränderungen nachzuvollziehen. Wir haben aufgrund dessen, dass Maya starken Juckreiz an Pfoten, Entzündungen in den Ohren und schlechtes Fell hatte, die Ernährung umgestellt. Juckreiz und Entzündungen sind seither weg. Der Haarverlust ist geblieben. Das Fell sieht aber auch super gut aus und sie riecht auch gut. Möglicherweise ist dein Hund tatsächlich einer, der mehr Fell verliert, was sich aber erst jetzt eingestellt hat…? Er ist ja noch sehr jung und macht körperliche Veränderungen durch… Im Idealfall ist er kerngesund, aber haart eben stärker : ) Ich weiß, dass das nervt, aber es wäre denkbar. Solange er aktiv ist, gut frisst, normalen Kot hat, gut schläft und gut drauf ist, ist es relativ unwahrscheinlich, dass es ein krankhafter Haarausfall ist. Was ja schon mal super wäre. Eine Frage noch: Hast Du den TA auch konkret gefragt, ob der Chip am Haarausfall schuld sein kann? Hätte mich interessiert, was er dazu sagt. Da gehen die Meinungen ja auseinander.

          Was ich beim Recherchieren gefunden habe, ist der Tipp, dass Bierhefetabletten helfen sollen Haarausfall einzudämmen. Ob das stimmt, kann ich allerdings nicht sagen. Da solltest du konkret mit dem TA Rücksprache halten. Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren sind ebenfalls wichtig.

          Wie gesagt, ich würde jetzt erst einmal gar nichts weiter unternehmen, sondern erst mal nur noch beobachten. Vielleicht beruhigt sich alles wieder und dein Vierbeiner verliert schon bald weniger Haare. Gut möglich auf den Winter hin…

          LG Gaby

          Antworten
  39. Hallo liebe Gaby,

    Danke für Deinen tollen Beitrag. Seit anderthalb Wochen suche ich nun das Internet rauf und runter. Mein Rüde hat vor gut drei Wochen den Suprelorin-Chip für 6 Monate gesetzt bekommen und seitdem läuft alles schief. Ich kenne meinen Hund nicht mehr. Im Mai diesen Jahres hatte er auf einmal Prostataprobleme, welche so schnell verschwanden, wie sie da waren. Damals bekam er eine Hormonspritze. Danach war alles gut. Die Prostataprobleme weg und er der Alte. Er hat in den fünf Jahren, die er nun bald hier ist nie auf läufige Hundedame reagiert, selbst auf unsere nicht. Jedenfalls hat die Tierärztin im Rahmen der Prostata zur Kastration geraten. Da ich das wegen der fehlenden Abklärung was die Prostata betrifft nicht möchte, habe ich mich zur Kastration auf Probe überreden lassen, also Suprelorin-Chip. Seitdem herrscht hier Chaos und für mich steht fest, einmal und nie wieder. Nach drei Tagen begann der Appetit zu steigen und zeitgleich die Libido. Seit nunmehr fast drei Wochen habe ich einen Rüden, dessen Hoden doppelt so groß sind und der jeder Hündin nachstellt. Alles wird angerammelt, Hunde, Katzen, Möbel, wir. Er markiert alles und überall, all das hat er noch nie gemacht. Nicht in der Pubertät, nicht im Junghundalter. Für einen Podenco war er sehr ausgeglichen und leicht zu erziehen und leiten. Jetzt ist er das krasse Gegenteil. Und es wird von Tag zu Tag schlimmer. Auf Anfrage beim Tierarzt kam als Antwort, dass das nicht vom Chip kommen kann. Es müsse wohl wieder die Prostata sein. In der Zusammenfassung der Merkmale des Tierarzneimittels steht allerdings ganz klar, das es zu Beginn zu vermehrt starken sexuellen Interesse kommen kann. Zwar sehr selten, weniger als 1 von 10000, doch das Netz ist voll davon. Entweder ist diese Nebenwirkung den Tierärzten nicht bekannt oder sie verschweigen sie, da sonst keiner den Chip möchte. Mein Rüde geht gerade vom sexuellen Interesse und Trieb locker für 10 durch und das ist nicht angenehm. Und damit meine ich nicht die schlaflosen Nächte, das immer auf der Hut sein, nein damit meine ich den Stress den er hat und ganz schmerzfrei ist es anscheinend für ihn auch nicht. Ablenken und beruhigen ist nicht mehr. Und aus einem ehemals sanften, liebevollen Kerl ist ein wahrer Rüppel geworden. Er ist weder leichter als 10kg noch schwerer als 40kg. Wie kann das sein? Vielleicht kannst Du mir da weiterhelfen? Wie gesagt, der vom Hersteller beschriebene vorübergehende Anstieg des Plasmatestosteron, welcher ohne Behandlung weggehen soll muss doch irgendwann seinen Höhepunkt erreicht haben und dann sinken? Es wird aber von Tag zu Tag schlimmer, seit nun drei Wochen geht das so. Egal welchen Tierarzt ich bis heute gefragt habe, keiner kann oder will mir darauf eine Antwort geben. Nun hat er von unserem Tierarzt nochmal eine Hormonspritze, wie im Mai bekommen. Ebenso Null Wirkung bis jetzt. Woran kann es liegen und was konnen wir tun?

    Herzlichen Dank im Voraus und liebe Grüße

    Alexa

    Antworten
    • Hallo Alexa,

      puh das klingt sehr übel. Tut mir mega leid, dass ihr das durchmachen müsst. Klingt für alle Beteiligten sehr heftig. Der Hund leidet ebenfalls, weil sein Stresspegel natürlich rasant gestiegen ist und er nicht mehr zur Ruhe kommt. Ich persönlich kann da leider keine kompetente Antwort darauf geben. Ich werde aber folgendes machen: Ich werde versuchen den Hersteller direkt zu erreichen und melde mich dann bei dir. Ich werde meiner Ansprechpartnerin dort deinen Fall schildern und sehen, was die mir sagen. In Ordnung?

      Sobald ich etwas rausbekommen habe melde ich mich.

      LG Gaby

      Antworten
    • Hallo Alexa,

      ich habe versucht den Hersteller des Chips zu erreichen. Da niemand direkt ans Telefon gegangen ist, habe ich
      eine Nachricht hinterlassen. Sobald die sich melden, werde ich deinen Fall schildern und hoffen, dass ich dir bald Antworten bzw. Hilfestellungen liefern kann. Hat sich an der Situation mit deinem Hund vielleicht in der Zwischenzeit etwas getan?

      Viele liebe Grüße,

      Gaby

      Antworten
  40. Alexandra Rösner

    Liebe Gaby,

    Ein kurzes Update zu unserem Bailey. Tatsächlich hat er sich sehr viel gekratzt, soviel dass er teilweise wund war. Unser TA hatte gemeint, es könnten Milben sein, aber das sehe er nicht. Da wir im Sommer ein Nissenproblem zu Hause hatten, habe ich Hund und Kind mitbehandelt. Mein Apotheker gab mir (sündteure) Tropfen zur Parasitenbehandlung. Gleichzeitig bin ich bei Recherchen darauf gestoßen, dass Lachsöl gut für das Fell sein soll. Ein Freundin, die Ridgeback züchtet, hatte mir auch Leinöl empfohlen. Das Lachsöl kam für uns nicht infrage, weil wir keinen fischelnden Hund wollten, aber ich hatte bei einem lokalen Futtermittelhersteller nachgefragt und der stellt tatsächlich hochwertiges Hundefutter mit Lachsöl her. Das mischen wir nun seit drei Wochen ins herkömmliche Futter. Fazit: Der Haarausfall ist rapide zurückgegangen. Ob das nun am Lachsöl oder an der Entparasitierung liegt oder an der Kombination von beidem, kann ich nicht sagen. Der Haarausfall lag aber definitiv nicht am Chip, der noch bis Februar produktiv sein sollte. Wir sehen einem haarentlastenden Winter entgegen.

    Liebe Grüße
    Alexandra

    Antworten
    • Hallo Alexandra,

      das sind ja wunderbare Neuigkeiten : ) Freut mich riesig für euch, klang doch sehr heftig bei euch!
      Nachdem du das mit dem Öl erwähnt hast, hab ich in diesem Interview hier nachgeschaut, das ich mit einer Tierärztin gemacht habe: https://www.fello.de/interview-zur-hundeernaehrung-mit-tieraerztin-matina-raisch-teil-2/

      Sie erklärt, dass neben Leinöl auch Sonnenblumenöl gesund für Hunde ist und ein schönes Fell fördert. Fischöl empfiehlt sie zum Beispiel für Hunde-Senioren, weil es entzündungshemmend wirkt. Generell rät sie zu Futter, dass neben tierischen Fettquellen auch pflanzliches Öl enthält. Kannst dir das Interview ja mal durchlesen. Vielleicht findest du darin noch weitere Tipps.

      Freu mich auf jeden Fall total, dass sich eine Besserung eingestellt hat. Das ist großartig.

      Wünsch euch alles Liebe,

      Gaby

      Antworten

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