Blaehungen-beim-Hund

18.12.15

In vielen Punkten sind sich Hunde und Menschen ähnlicher als man manchmal denken würde. Auch bei Krankheiten und gesundheitlichen Problemen gibt es so einige Gemeinsamkeiten. Ein Thema, von dem viele Hundehalter betroffen sind: Blähungen beim Hund. Spätestens wenn der Geruch dazu führt, dass man mit dem Vierbeiner nicht mehr gesellschaftsfähig ist, gibt es hier Handlungsbedarf.

Gastbeitrag von Till Pöpperling (inpetso.de):

Ursachen und Symptome von Blähungen

Ganz generell sind Blähungen beim Hund (wie auch beim Menschen) ein Anzeichen für eine gestörte Verdauung. Das wiederum hängt logischerweise mit einer falschen Ernährung zusammen. Man darf Flatulenzen (starke Entwicklung von Gasen) jedoch nicht gleich aufs Futter schieben – eine schwerwiegendere Störung oder sogar akute Vergiftung könnten ebenfalls die Ursache für die üblen Gerüche sein.

Bei der Intensität der Flatulenz muss eine Unterscheidung getroffen werden. Gelegentliche Blähungen sind zunächst einmal überhaupt kein Grund zur Beunruhigung. Ein akut aufgeblähter Bauch hingegen sollte die Alarmglocken läuten lassen. Folgende Symptome können zusammen mit Blähungen auftreten:

  • Blubbern und Rumoren im Bauch des Hundes
  • Laute Darm- oder Magengeräusche
  • Aufgeblähter Bauch
  • Durchfall und Erbrechen
  • Blut oder andere Verfärbungen im Hundekot
  • Appetitlosigkeit und Gewichtsabnahme
  • Magenkrämpfe oder Magenschmerzen
  • Auffällige Verhaltensänderungen

Als Faustregel gilt: Treten zwei der genannten Symptome parallel auf, sollte der Tierarzt oder die Tierklinik aufgesucht werden!

In den meisten Fällen liegt jedoch keine ernsthafte Erkrankung vor. Oft ist ein plötzlicher Futterwechsel die Ursache für Blähungen – es kann eine Weile dauern, bis sich der Organismus an eine Nahrungsumstellung gewöhnt hat. Zudem gibt es natürlich schwer verdauliche Nahrungsmittel, zum Beispiel Hülsenfrüchte, Milchprodukte oder fetthaltige Lebensmittel – der Hund kann die Nahrungsbestandteile nicht richtig zersetzen, im Enddarm entstehen dadurch Fäulnisgase.

Blähungen mit Hausmitteln behandeln

Das erste, was ein Tierarzt bei Blähungen empfehlen würde, ist eine Nahrungsumstellung. Es empfiehlt sich durchaus, den Hund mal für zwei Wochen auf eine Diät mit leicht verdaulichem Futter mit geringen Ballaststoffanteilen zu setzen. Mehrere kleine Mahlzeiten sind auch für Hunde übrigens besser als eine große. Bei alten Hunden kann zudem auf spezielles „Seniorenfutter“ zurückgegriffen werden.

Außerdem sollte auf genügend Bewegung geachtet werden – das regt die Verdauungsaktivität des Darms an. Falls euer Hund zum Beispiel aufgrund einer Verletzung weniger Auslauf bekommt als üblich, sind Blähungen ganz normal. Auch eine manuelle Massage des Hundebauchs kann helfen, die Gase zu lösen. Falls ihr die üblen Gerüche im Zimmer loswerden möchtet, könntet ihr übrigens einfach ein Streichholz anzünden und abbrennen lassen – das neutralisiert die Blähgase in der Luft.

Als letzter Schritt können auch Medikamente oder Enzympräparate verschrieben werden. Meist ist das jedoch nicht notwendig. Stattdessen greifen viele Hundehalter auf Hausmittel zurück. Ihr könnt zum Beispiel versuchen, gemahlenen Kümmel unter das Futter zu mischen. Auch Kümmeltee kann eurem Liebling (abgekühlt!) vorgesetzt werden. Weitere Mittelchen gegen Blähungen sind Heilerde aus der Apotheke und ein Teelöffel Orangensaft im Hundefutter.

Ein abschließender Tipp für alle Hunde mit besonders kurzer Schnauze – diese sogenannten brachyzephalen Rassen – u. a. gehören Bulldoggen und Boxer in diese Kategorie – neigen dazu, recht viel Luft zu schlucken, was ebenfalls Blähungen verursachen kann. Diese sind jedoch weniger geruchsintensiv und fallen euch daher möglicherweise kaum auf.

Till-und-Holberg

Hinweis

Dieser Gastartikel stammt von Till Pöpperling, der normalerweise für den Haustier-Blog von inpetso schreibt. Er wohnt mit seinem 15 Monate jungen Dackel Holberg in Berlin. Bei inpetso bloggt er mit zwei Freunden regelmäßig über Tipps und Ratschläge zu Ernährung, Erziehung und Training von Hunden.

Vielen Dank an dieser Stelle an Till für diesen

informativen Beitrag : )

3 Kommentare für “Was tun gegen Blähungen beim Hund?”

    • Hallo Benjamin,

      das freut mich sehr : )

      Würde mich sehr freuen, wenn du den Artikel weiterempfehlen würdest.
      Herzlichen Dank : )

      LG

      Antworten
  1. Klingt interessant. Ich habe den Artikel an meine Eltern weiter gereicht. Die habne noch einen Hund. Ich nicht mehr.

    Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *