Unser Hund aus Ungarn

27.05.14

Von Teil 1 bis 4 meiner Beitragsreihe „Hunde im Ausland“ wollte ich euch die Bedeutung von Tierschützern und ihrer Arbeit für Hunde im Ausland näher bringen. Durch meine neuen Kontakte hat sich eine erfreuliche Entwicklung ergeben : ) Wir haben Familienzuwachs! Meine Eltern haben einen der ungarischen Straßenhunde bei sich aufgenommen. In den nächsten Folgen möchte ich euch von unseren persönlichen Erfahrungen berichten.

Randy – Unser Ungar mit der kalten Schnauze

Durch meine Recherche und den wesentlichen Kontakt zu Tierschützern in meiner Heimat durfte ich nicht nur viel über das Thema Hunde im Ausland lernen. Ich kam auch direkt in Kontakt mit einem der Straßenhunde, der erst seit wenigen Wochen bei Frau Junker (von der ich euch bereits in Teil 2 erzählt habe; sie hat sich unter anderem als Pflegestelle bereit erklärt Hunden aus Ungarn zu helfen) in Deutschland lebte.

Bereits beim ersten Treffen mit Frau Junker hatte der kleine Dackel-Mix Rüde, der damals noch Randy genannt wurde, meine volle Aufmerksamkeit. Das auf dem Titelbild ist er übrigens ; ) Er war zu dem Zeitpunkt gerade zehn Tage in Deutschland und stammt aus Ungarn. Leider hatte die Endstelle, die ihn eigentlich aufnehmen wollte, kurzfristig abgesagt. Da Randy aber nun mal jetzt in Deutschland war, bemühte sich Frau Junker mit allen Kräften ein neues Zuhause für Randy zu finden. Unter anderem schaute sie sich via Facebook nach Interessenten um. Doch leider kein Erfolg.

Vor über zwei Jahren ist unser alter Hund Abel gestorben. Er wurde stolze 15 Jahre alt und lebte bei meinen Eltern. Sie haben einen riesigen Garten und ich wusste, dass sie irgendwann einen neuen Hund haben wollten. Meine Mutter schaute sich schon eine Weile um. Also dachte ich, wäre es sinnvoll Randy ins Spiel zu bringen ; ) Frau Junker hatte mir bereits beim ersten Treffen mit ihr angeboten, dass ich doch mit meinen Eltern mal vorbeischauen sollte. Das machten wir dann eine Woche später auch!

Der erste gemeinsame Spaziergang

Diese Möglichkeit des ersten Kennenlernens bei einer Pflegestelle war für meine Eltern, die schon etwas älter sind, ideal. Ich glaube nicht, dass ich sie hätte davon überzeugen können einen Hund anhand von Fotos auszuwählen (Obwohl ich damit kein Problem gehabt hätte, auf Fotos kann man manchmal mehr erkennen als man denkt). Also machten wir einen Termin aus, damit die beiden Randy in Ruhe kennenlernen konnten.

Nachdem wir uns bei dem Termin ausgiebig mit Frau Junker unterhielten, erläuterte sie uns alle Details, die ihr zu Randy bekannt waren. Sie zeigte uns den EU-Pass und erklärte uns sein Wesen. Denn in den vergangenen zwei Wochen, wo er nun schon bei ihr lebte, konnte sie ihn ganz gut einschätzen. Außerdem machten meine Eltern, Randy und ich einen Spaziergang. Dabei konnten wir direkt beobachten, wie er sich so verhält. Das war ziemlich hilfreich. Im Anschluss trennten wir uns alle schweren Herzens von dem kleinen Racker. Randy war zu diesem Zeitpunkt bereits rund sechs Monate alt.

Die Entscheidung

Eine Woche nahmen sich meine Eltern anschließend Zeit für die Entscheidung. Schließlich sollte es nie leichtsinnig entschieden werden, ob ein Hund angeschafft wird. Es ist eine große Verantwortung über viele Jahre einen Hund zu adoptieren. Am Ende fiel die Entscheidung positiv aus : )Ich bin überglücklich, dass wir endlich wieder eine Fellnase in der Familie haben : )). Zudem freue ich mich extrem darauf, euch von unseren Fortschritten in Sachen Erziehung zu berichten. Im nächsten Teil berichte ich, wie es mit Randy und uns weiterging und wie die Übernahme verlief.

Weitere Beiträge

Der Vollständigkeit zuliebe habe ich nachfolgend nochmals alle Links zu den Beitragen zusammengefasst, die zur Beitragsreihe „Hunde im Ausland“  gehören. Schließlich kam die Adoption von Randy (heute Tony) nur durch die neuen Kontakte zustande. Um für mehr Übersichtlichkeit zu sorgen, werde ich aber alle kommenden Beiträge, die sich um unseren neuen Hund Tony drehen der separaten Beitragsreihe „Unser Hund aus Ungarn“ zuordnen.

Hunde im Ausland – Teil 1 – Situation vor Ort

Hunde im Ausland – Teil 2 – Ehrenamtliche Tierschützer

Hunde im Ausland – Teil 3 – Interview mit Laura Wehner

Hunde im Ausland Teil 4 – Fazit & Notfall-Liste

Unser Hund aus Ungarn – Teil 2 – V0rkontrolle

Unser Hund aus Ungarn – Teil 3 – Die Vorbereitungen

Unser Hund aus Ungarn – Teil 4 – Die Abholung

14 Kommentare für “Unser Hund aus Ungarn – Teil 1 – Kennenlernen”

  1. Das ist aber ein bildschöner Hund. Hat fast ein wenig Ähnlichkeiten mit einem Labrador. Schön, dass der Racker ein tolles neues Zuhause bekommt. Wir sind ja auch immer am überlegen, ob wir hier vor Ort noch einem Tier aus dem Tierschutz nehmen, gerade in Spanien gibt es ja auch viel Hundeelend.
    Aber tolle Bilder von Tony.

    Antworten
    • Hallo Geo,

      Dankeschön für das Kompliment, werde ich schnellstmöglich weiterleiten 😀
      Euer Tonko ist aber auch ein hübscher Bursche ; )
      Leider ist das Hundeelend in so vielen Ländern riesig. Wenn ihr Platz und Zeit habt, kann ich nur dazu raten ein Tier aufzunehmen. Falls Du Kontakte brauchst, kann ich dir gerne helfen!

      Wünsche dir und deinem Vierbeiner alles Gute.

      Viele Grüße

      Antworten

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