Hunde

16.01.13

Viele Hundebesitzer von euch werden das Problem kennen: Sobald ihr euch an den Tisch setzt, um zu essen, wird gebettelt. Das nervt zwar tierisch, aber man muss ganz klar sagen, dass dieses Verhalten meistens durch euch selbst verursacht wurde. Hier einige Tipps zum Abgewöhnen.

Wenn Hunde, egal ob Welpe oder erwachsene Hunde, ständig betteln sobald die Menschen um sie herum etwas essen, sollte dieses Verhalten unterbunden werden. Sich nur über das Verhalten des Hundes aufzuregen, bringt gar nichts. Ihr müsst das Betteln konsequent unterbrechen, um es langfristig und erfolgreich abzugewöhnen.

Ignoranz

Hunde, die sich bereits das Betteln angewöhnt haben, sollten beim Essen ignoriert werden. Umso mehr Aufmerksamkeit ein Hund beim Essen der Menschen bekommt, desto mehr interessiert er sich auch dafür. Daher solltet ihr dem Hund zwar erlauben, dass er im gleichen Raum sein darf, in dem ihr esst, aber er darf nicht im Mittelpunkt stehen!

Das festgelegte Plätzchen

Es gibt nichts störenderes am Essen als einen Hund, der aufgeregt unter dem Tisch hin und her läuft und bettelt. Deshalb muss der Hund lernen, dass er nicht unter den Tisch darf, wenn ihr am Essen seid. Sucht euch ein festes Plätzchen aus, an dem der Hund sein darf. Am besten einen Platz, an dem der Hund euch zwar sehen kann, aber außer Reichweite des Tisches ist! An diesem Platz muss der Hund lernen ruhig zu bleiben. Er soll sich entspannen. Natürlich geht das nicht von heute auf morgen. Dafür müsst ihr üben, üben und nochmals üben. Der Hund muss immer wieder zurück auf seinen Platz verwiesen werden, sobald er ihn unerlaubt verlässt während ihr am Tisch sitzt. Er darf nicht zum Tisch kommen und betteln!

Die richtige Haltung beim Trainieren!

Während ihr mit dem Hund trainiert, solltet ihr euch nicht vorstellen, dass er gleich wieder betteln wird. Diese Befürchtungen und Ängste spürt der Hund. Stellt euch vor, was euer Ziel ist. Wie soll sich euer Hund verhalten, wenn ihr fertig seid? Stellt euch das Ergebnis vor. Automatisch werdet ihr eine positive Grundstimmung einnehmen. Die spürt der Hund und ihr werdet sehen, dass das Training leichter funktioniert, wenn ihr entspannt an die Sache ran geht. Seid ihr angespannt und aufgeregt, ist es der Hund auch.

Auch eure Körpersprache ist enorm wichtig. Seid selbstbewusst und quatscht den Hund nicht voll. Zeigt ihm besser mit eurer Körpersprache, was ihr wollt. Benutzt die Hände und zeigt ihm wo er hin soll. Verlässt er seinen Ruheplatz, führt ihr ihn zurück. Schnippt mit dem Finger und zeigt mit dem Zeigefinder auf seinen Platz. Steht dabei aufrecht und selbstbewusst vor den Hund. Er wird an eurer Körpersprache die Aufforderung erkennen. Die Schnippen macht ihn zusätzlich akustisch auf eure Forderung aufmerksam. In dem ihr euch zwischen ihn und den Tisch stellt, nehmt ihr den Raum um den Tisch herum ein. Lasst den Hund nicht vorbei. Damit zeigt ihr ihm, dass das euer Raum ist, in den er jetzt nicht eindringen darf. Ihr seid der Rudelführer! ; )

Kurze Reaktionszeit: Das A & O

Sobald er die erste Reaktion macht und aufstehen will, müsst ihr sofort reagieren. Es bringt gar nichts, wenn ihr erst mal fertig esst und dann den Hund korrigiert. Ihr müsst sofort reagieren und dem Hund zeigen, dass er nicht aufstehen darf. Das Fehlverhalten muss direkt unterbunden werden. Umso kürzer die Reaktionszeit bis zur Korrektur ist, desto eher versteht der Hund, was er nicht machen darf. Nehmt euch die Zeit! Nur durch intensives Training kann das Verhalten, das bisher toleriert wurde, abgewöhnt werden.

Vorbeugen

Wenn ihr euch den Stress des Abgewöhnens direkt sparen wollt, empfehle ich euch bei eurem eigenen Verhalten aufmerksam zu sein. Denn leider ist das Betteln der Hunde nur eine Folge des Fehlverhaltens der Halter. Wird dem Hund immer wieder mal eine Kleinigkeit vom Tisch gegeben, merkt er sich das ganz genau. Jedes Mal wenn es dann ans Essen geht, wartet der Hund gespannt, ob es auch diesmal etwas für ihn gibt! Das klingt doch eigentlich logisch oder? Aber trotzdem machen viele Hundebesitzer immer wieder den Fehler und geben ihrem Hund Essen vom Tisch.

Dann darf man sich allerdings nicht wundern, dass gebettelt wird! Woher soll der Hund schließlich wissen, dass es nur manchmal etwas vom Tisch gibt? Nämlich nur dann wenn ihr es wollt…? Der Hund ist kein Hellseher. Er merkt sich nur, was ihr macht und reagiert auf eure Verhaltensweisen.

Deshalb: gebt den Hunden von Anfang an nichts vom Tisch! Dann wissen die Tiere genau, dass es nur etwas zu futtern gibt, wenn es in ihrem Napf landet! Regelmäßige Mahlzeiten sorgen dafür, dass der Hund satt wird und reduziert das Risiko des Bettelns zusätzlich.

Ich hoffe ich konnte euch ein bisschen helfen und wünsche euch viel Geduld und Erfolg ; )

6 Kommentare für “Hunden das Betteln am Tisch abgewöhnen”

  1. Meiner schaut immer immer wie hundgewordenes Elend, wenn er nicht zu Tisch gebeten wird. Auch, wenn er gerade eine große Portion Forellenbäckchen geschmaust hat. Er hofft wohl, dass ich das nicht mehr weiß… Mich persönlich stört es nicht, wenn er bettelt. Ist doch irgendwie sein Job.

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    • Hallo Ellen,

      vielen Dank für deinen Kommentar. Klar, jeder muss selbst entscheiden ob das Betteln stört oder nicht ; )
      Aber ich denke generell ist es von Vorteil wenn der Hund nicht zu sehr auf das Essen vom Tisch fixiert ist. Dann
      kann er sich nämlich bei anderen Leuten oder im Restaurant benehmen : )

      LG

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  2. Unsere Hündin hat auch lange Zeit gebettelt. Mittlerweile konnten wir es Ihr abgewöhnen. Es hat zwar ziemlich lange gedauert, aber mit viel Geduld hat es schließlich geklappt. Jetzt können wir endlich wieder in Ruhe essen 🙂

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    • Hallo Marc,

      Ja die Geduld spielt eine wesentliche Rolle. Viele geben zu früh auf, obwohl sich durchhalten und konsequentes Training meistens lohnt ; )
      Freut mich, dass es bei dir geklappt hat.

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