31.01.13

In meinem letzten Beitrag zum Thema „Hunde und Katzen richtig transportieren“ ging es um verschiedene Möglichkeiten, um Tiere im Auto richtig zu sichern. Die Transportboxen waren dabei der Favorit. Heute will ich euch Tipps dazu geben, wie ihr euren Schützlingen die Angst vor diesen Boxen nehmen könnt.

Transportbox mit positiven Erfahrungen verbinden

Viele Halter von Hunden und Katzen machen den Fehler, dass die Transportbox nur herausgeholt wird, wenn es zum Tierarzt geht. Das Tier verbindet diese Box dann immer mit einem negativen Erlebnis, nämlich dem Tierarzt. In der Regel gehen die meisten Tiere nicht so gerne dort hin ; ) Kein Wunder also, wenn die Mietze oder der Hund nur sehr ungern in die Box wollen. Viele müssen ihre Schützlinge mit Gewalt in die Box zwängen. Das kann natürlich nicht die Lösung sein.

Damit Hunde und Katzen die Angst vor der Box verlieren, müssen sie diese mit positiven Erfahrungen verbinden. Die Transportbox sollte ihnen bekannt sein. Stellt die Transportbox am besten an einen festen Platz in eurer Wohnung, so dass euer Haustier ständig daran schnuppern kann. Die Box kann dann ganz in Ruhe und ohne Stress erkundet werden. Am besten ihr richtet die Box innen schön gemütlich ein. Eine kuschelige Decke oder ein alter Pulli mit eurem eigenen Geruch wird bei den Tieren ein gutes Gefühl hinterlassen. Mit etwas Geduld nehmen die Vierbeiner sogar Platz in der Box und nutzen sie als Schlafraum. Wenn nicht, dann könnt ihr es ja mal mit Leckerchen probieren. Einfach mal was in die Box legen und abwarten was passiert. Die Neugier wird irgendwann siegen ; )

Falls ihr euch ein Haustier neu anschafft, empfehle ich euch diese Vorgehensweise von Anfang an durchzuziehen. Früher oder später braucht ihr sowieso mal eine Transportbox. Spätestens aber, wenn es das erste mal zum Tierarzt geht. Kauft ihr erst kurzfristig die Box, dürft ihr euch nicht wundern, wenn die Tiere dieses unbekannte „Ding“ erstmal nicht mögen. Wenn die Tiere von Anfang in Kontakt mit der Box kommen, sehen sie sie nicht als einen unheimlichen Fremdkörper an.

Regelmäßig Türe schließen

Damit euer Hund oder eure Katze beim Gang zum Tierarzt keine Panik bekommen, wenn ihr plötzlich die Tür der Transportbox schließt, solltet ihr das vorher trainieren. Wenn eurer Tier mal wieder in der Box schläft oder etwas anderes angenehmes darin macht, nähert ihr euch ruhig und gelassen der Box. Redet mit eurem Tier ein paar Worte (kein Buch erzählen ; )) und entspannt euch. Schließt die Tür der Box dann mit langsamen Handbewegungen. Lasst sie kurz geschlossen damit das Tier merkt, dass nichts passiert, auch wenn die Tür zu ist. Es könnte nämlich sein, dass sich euer Haustier zwar an die Box gewöhnt, aber Panik ausbricht sobald ihr die Tür zu macht. Das solltet ihr vor dem ersten Transport üben. Habt Geduld, wenn es nicht gleich perfekt klappt. Das braucht eben Zeit.

Transport simulieren

Damit sich euer Haustier auch an Bewegungen in der Box gewöhnen kann, solltet ihr nach und nach einen Transport „simulieren“. Wenn ihr euer Tier so weit trainiert habt, dass es in der Transportbox auch bei geschlossener Tür entspannt bleibt, könnt ihr einen Schritt weiter gehen. Hebt die Box langsam und ruhig an. Je nach dem wie das Tier reagiert, könnt ihr einige Schritte durch eure Wohnung gehen. Schritt für Schritt könnt ihr dann auch einen richtigen Transport durchführen. Vielleicht nehmt ihr euren Hund mal mit zu Bekannten. Die Transportbox muss ja schließlich von vorne bis hinten getestet werden : ) Beobachtet euer Tier während der Fahrt gut und redet eventuell mit ruhiger Stimme. Am meisten müsst ihr aber auf euch selbst achten! Wenn ihr angespannt und nervös werdet, überträgt sich das auf euer Schützling! Immer dran denken…

Gewöhnung bei Transporten in Käfigen

Bei sehr großen Hunden, die im Kofferraum in einem großen Käfig transportiert werden, ist das Training natürlich nicht so einfach. Hier muss dann eben immer direkt am Auto geübt werden, weil der Käfig in der Regel fest im Fahrzeug befestigt ist. Hier müssen sich Halter genauso viel Zeit nehmen und den Hund langsam an das neue „Ding“ gewöhnen. Die Vorgehensweise ist im Prinzip ähnlich, wie bei einer Box. Käfig offen lassen und eventuell mit Leckerchen versehen, falls der Hund gar nicht rein will. Nach und nach wird sich das Tier trauen und vorsichtig in den Käfig vordringen. Wenn es soweit ist, sollte der Hund einige Male einfach nur im Käfig sitzen bleiben dürfen oder eben ein Nickerchen machen. Vorteilhaft ist auch hier die Ausstattung mit weichen Decken und einem gewohnten Geruch. Schritt für Schritt einen gewöhnlichen Transport durchführen.

Tipp bei mehreren Tieren

Wer mehrere Tiere transportieren möchte, muss für jedes Tier eine separate Transportbox haben. Auch wenn sich die Tiere ansonsten blendend verstehen! Denn während einer Fahrt könnten die Tiere in Panik geraten und sich verletzen. Das Verhältnis wäre eventuell dauerhaft gestört.

Vorteilhafte Boxen

Häufig ist es besser, wenn eine Transportbox zwei Eingänge hat. Sollte das Tier beim Tierarzt große Angst haben, kann es sich nicht in einer Ecke verkriechen. Ihr öffnet einfach die zweite Tür (am besten natürlich mit zwei Personen!) und holt euren Schützling vorsichtig raus. Auch eine Öffnung an der oberen Seite der Box kann helfen. Gerade bei sehr ängstlichen Tieren erleichtert es den Zugriff. Das nur als Tipp am Rande.

Aber das Ziel ist ja die Tiere soweit zu bekommen, dass sie gerne in der Box sind ; ) Also, legt los und trainiert mit euren felligen Freunden. Und immer dran denken: Geduld, Geduld und nochmals Geduld : )

Bildquelle: Markus Walti  / pixelio.de

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