08.11.12

Im ersten Teil von “Haustiere vor Parasiten schützen” habe ich darüber geschrieben, was Zecken bei Hunden ausrichten können und wie ihr vorbeugen könnt. Heute in Teil 2 möchte ich euch über mögliche Parasiten bei Katzen, dessen Folgen und vorbeugende Maßnahmen etwas schreiben.

Giardien

Giardien sind besonders heimtückische Parasiten. Sie lösen Giardiose aus, eine gefährliche Erkrankung. Sie nisten sich im Dünndarm bei Katzen und bei Hunden ein. Dort vermehren sie sich extrem schnell und sind vor allem für Jungtiere gefährlich. Die Parasiten verursachen erhebliche Schäden an der Dünndarmschleimhaut. Starke Störungen in der Entwicklung können die Folge sein. Besonders problematisch: Die Giardien sind mit einer Schutzhülle umgeben. Werden sie mit dem Kot des Tieres ausgeschieden, überleben sie auch außerhalb des Wirts mehrere Wochen! Je nach Ort sind sogar Überlebenschancen von mehrere Monaten möglich.

Leidet euer Tier unter starkem Durchfall, solltet ihr schnellstmöglich zum Tierarzt. Durch Untersuchen des Kots wird der Erreger festgestellt. Durch Behandlung mit Medikamenten wird die Krankheit behandelt.

Vorbeugen (Giardien)

Um gegen Giardien vorzubeugen, solltet ihr alle Gegenstände und Textilien, die von der Katze benutzt werden regelmäßig reinigen. Näpfe, Spielzeug usw. heiß ausspülen. Textilien regelmäßig durchwaschen. Hier muss man allerdings dazu sagen, dass diese Reinigungsmaßnahmen sowieso zum Alltag mit Tieren dazu gehören sollte!

Flöhe: lästige Plagegeister

Gerade freilaufende Katzen, die regelmäßig die Natur erkunden, sind oft von Parasiten befallen. Flöhe sind sehr häufig und besonders lästig. Sie vermehren sich rasen schnell. Die kleinen Parasiten legen die Eier direkt ins Fell ab. Fallen sie auf Teppiche oder auf den Schlafplatz der Katze, leben sie dort oft ungestört weiter. Kommt das Felltier zurück krabbeln die Flöhe wieder ins Fell und der ganze Spaß geht von vorne los. Auch wir Menschen werden von Flöhen genervt. Ist der Befall noch begrenzt, müsst ihr das Fell eurer Katze genau untersuchen. Flöhe sind sehr klein und schwer zu erkennen. Aber kleinere schwarze Pünktchen im Fell verraten die Parasiten meistens. Denn das ist Flohkot!

Mögliche Erkrankung

Flöhe können Bandwürmer übertragen, die für Katzen sehr gefährlich werden können. Der Katzenspul- und Fuchsbandwurm sind hier besonders zu beachten, weil sie auf den Mensch übertragen werden können. Daher sollte jeder Katzen-und auch Hundebesitzer sein Tier regelmäßig entwurmen lassen. Damit wird gegen eine Wurminfektion vorgebeugt. Diese vorbeugende Maßnahme sollte für jeden Katzenhalter selbstverständlich sein. Einfach beim Tierarzt nachfragen. In der Regel bekommt man Tabletten für die Haustiere, die sie über mehrere Tage einnehmen müssen. Nach dieser „Wurmkur“ bzw. Entwurmung sind alle eventuellen Larven von Würmern getötet.

Flöhe loswerden

Bevor ihr gegen Flöhe vorbeugen könnt, müsst ihr den aktuellen Flohbefall zuerst beseitigen. Alle Kissen, Decken und sonstige Textilien, die die Katze nutzt, müssen auf hoher Temperatur gewaschen werden. Teppiche gründlich absaugen und wenn möglich waschen. Habt ihr auch Hunde müsst ihr auch die Umgebung des Hundes komplett reinigen. Denn leider springen die kleinen Flöhe von einem Tier zum anderen. Ob Hund oder Katze ist denen egal!

Vorbeugen (Flöhe)

Erst wenn alles gründlich gereinigt wurde, macht das Vorbeugen mit Anti-Flohmitteln Sinn. Am besten ihr informiert euch bei eurem Tierarzt über empfehlenswerte Produkte. Denn mit Flohmitteln habe ich selbst Gott sei Dank noch keine Erfahrungen machen müssen ; ) Und ich möchte euch hier ungern Fachbegriffe von den chemischen Zusammensetzungen um die Ohren schlagen. Auch in gut sortierten Tierhandlungen gibt es Flohmittel. Am besten regelmäßig anwenden und Textilien immer wieder reinigen, damit die Flöhe nie überhand nehmen.

Herbstgrasmilben

Ähnlich wie Zecken warten Herbstgrasmilben auf Wiesen und in Sträuchern auf einen Wirt. Außerdem bohren sie sich auch in die Haut des „Opfers“ und verursachen damit einen unangenehmen Juckreiz und eine Rötung. Herbstgrasmilben sind enorm klein. Wenn ihr neben die Katze ein Stück weißes Papier legt und einige Stunden abwartet, sammeln sich die Parasiten dort. Das helle Papier zieht die Milben an. Vorbeugen ist bei Herbstgrasmilben schwierig. Regelmäßige Fellpflege macht die Parasiten sichtbar und ihr könnt schnell reagieren. Aber Katzen können sich die Parasiten eigentlich ständig einfangen. Wenn eure Katzen befallen sind, bürstet das Fell gründlich aus und sucht den Tierarzt auf. Die Milben müssen mit chemischen Mitteln bekämpft werden. Oft erhält man die Mittel auch in Apotheken.

Ohrmilben

Ohrmilben sind lästig. Ihr Kot löst im Gehörgang einen starken Juckreiz aus. Die Katzen kratzen und schütteln ihren Kopf unnatürlich oft. Bei Ohrmilben müsst ihr zum Tierarzt. Der Gehörgang wird professionell gereinigt und der Arzt wird die weitere Behandlung erklären. Auch bei Ohrmilben gibt es spezielle Medikamente zum Vorbeugen. Hier solltet ihr euch am Besten vom Tierarzt beraten lassen.

Läuse

Meistens sind kranke und geschwächte Katzen von Läusen befallen. Das Immunsystem ist geschwächt und das nutzen die Parasiten aus. Auch hier gilt: Hygiene! Durch Hygiene können Läuse vermieden, aber nie ganz ausgeschlossen werden. Leidet eure Katze unter Läusen, solltet ihr schnellstmöglich den Tierarzt aufsuchen. Durch Medikamente wird der Befall gestoppt.

Zecken

Zecken möchte ich hier nicht nochmals erläutern. Im ersten Teil von „Haustiere vor Parasiten schützen“ findet ihr alle wichtigen Infos. Diese sind zwar im Beitrag auf den Hund bezogen, aber für Katzen gilt prinzipiell das Gleiche.

Haustiere vor Parasiten schützen – Teil 1

Bildquelle: Margit Völtz  / pixelio.de

4 Kommentare für “Haustiere vor Parasiten schützen – Teil 2”

  1. Ursula Blank

    Ich lebe mit meinen vielen Tieren auf einem Bauernhof und benötigte dringend ein effektives Schutzmittel gegen Insekten, Milben und Zecken. Bei http://www.sanustec.de wurde ich fündig. INEXPARAN Animal ist geruchsneutral und lässt sich super aufsprühen. Meine Katzen, Hunde und Pferde nehmen es ohne Probleme an. Ich kann es jedem Tierfreund mit gutem Gewissen weiterempfehlen.

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  2. Hallo Ursula,

    vielen Dank für deinen hilfreichen Kommentar. Die Seite scheint gut sortiert zu sein und auch die Produktbeschreibung hört sich gut an ; )

    LG

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  3. Meiner Familie und mir ist vor einiger Zeit eine Katze zugelaufen, die ziemlich kränklich aussah. Da wir Angst um die Kleine hatten, sind wir mit ihr zu einem befreundeten Tierarzt gefahren, der uns sagte, dass sie neben Futter und Ruhe ein Mittel gegen Ohrinfektionen brauche. Er empfahl uns einen Shop im Internet http://www.vets4petz.nl, der verschiedene Medizin für Tiere anbietet. Dort fanden wir CleanAural und der Katze geht es wieder super! Ich kann diesen Shop nur empfehlen, denn er bietet große Auswahl und die Preise sind auch sehr gut!

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  1.  Haustiere vor Parasiten schützen – Teil 1 › fello

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