01.11.12

Von vielen Hunde-Haltern wird die Gefahr durch Zecken unterschätzt. Dabei können Hunde unter schweren gesundheitlichen Schäden leiden, wenn sie von Zecken befallen werden. In einigen Fällen können übertragene Krankheiten zum Tod führen. Heute möchte ich euch über zwei mögliche Krankheiten durch Zecken informieren und euch Tipps zum Vorbeugen geben.

Babesiose und Borreliose

In der Natur lauern die winzigen Blutsauger überall darauf, sich im Fell der Tiere festzuhalten und zuzubeißen. Unter den gefährlichen Krankheiten gibt es die Babesiose  und Borreliose. Die Babesiose ist der menschlichen Malaria sehr ähnlich. Im Deutschen Raum wird sie auch als Hundemalaria bezeichnet. Sie verursacht starke Fieberschübe. Die Infektionskrankeit zerstört die roten Blutkörperchen und sorgt für eine Blutarmut. Wird die Krankheit nicht rechtzeitig erkannt, kann sie schon nach einigen Tagen zum Tod führen!

Die Borreliose ruft zuerst Appetitlosigkeit hervor und die Hunde sind antriebslos und bekommen Fieber. Je nach dem kann es anschließend zu starken Gelenkentzündungen kommen. Auch das Herz, die Nieren und das Nervensystem kann von der Krankheit extrem geschädigt werden. Wird die Krankheit behandelt und überstanden, können Hunde trotzdem immer wieder daran erkranken. Die Behandlung ist sehr teuer.

Vorbeugung gegen Zecken

Damit man dem Hund die Qualen einer solch schlimmen Krankheit erspart, sollte jeder Hundehalter vorbeugen. Gegen Borreliose gibt es zum Beispiel einen Impfstoff. Außerdem gibt es Mittel, die sehr gut gegen Zecken wirken. Ich habe bei meinem Hund einige Dinge ausprobiert. Meine Erfahrung hat gezeigt, dass die meisten Zeckenhalsbänder überhaupt nicht helfen. Ich verwendete dann ein Mittel vom Tierarzt. Die Flüssigkeit wurde beim Hund auf den Nacken aufgetragen, damit er es nicht abschlecken kann.

Das Mittel dringt langsam in die Haut des Hundes ein und schützt für ca. sechs Wochen wirksam vor Zecken. Seit dem hatte mein Hund keine Zecken mehr. Das Mittel war allerdings nicht ganz billig. Doch die Kosten waren es mir wert. Schließlich war mein Hund geschützt! Am besten ihr lasst euch beim Tierarzt beraten.

Fell untersuchen

Untersucht nach jedem Spaziergang das Fell eures Hundes. Von Frühjahr bis in den Spätherbst können Zecken vorkommen und euren Hund plagen. Ist der Winter mild, kommen sie auch dann vor. Umso früher ihr Zecken entfernt, desto besser. Durchaus kann es auch vorkommen, dass mehrere Zecken gefunden werden. Daher gründlich hinsehen und jede Zecke sofort rausnehmen!

Zecken richtig entfernen

Hat ein Hund doch mal eine Zecke, sollte sie richtig entfernt werden. Auf keinen Fall solltet ihr die Zecke mit den Finger versuchen rauszuholen. Erstens drückt ihr damit die Bakterien, die in der Zecke sind, direkt in die Haut des Hundes. Und zweitens muss es auch nicht unbedingt sein, dass ihr selbst mit dem eckligen kleinen Mistvieh direkt in Berührung kommt ; )

Bitte auch keine Mittelchen benutzten, wie Nagellackentferner oder sonst was. Leider habe ich schon mitbekommen, wie manche Hundehalter meinten, sie desinfizieren damit die Wunde : ( Das Gegenteil ist der Fall! Damit verschlimmert man alles noch. Am besten ihr entfernt die Zecke zu zweit. Eine Person sollte den Kopf des Hundes im Auge behalten und festhalten. Schließlich kann das Entfernen schmerzhaft sein und vielleicht wehrt sich euer Hund und schnappt nach euch.

Die Zecken immer nur mit einer Zeckenzange, einem Zeckenhaken oder Ähnlichem entfernen! So wird die Zecke schnell entfernt und es werden nicht noch mehr Bakterien in die Haut hineingedrückt! 

Wenn ihr eine Zeckenzange benutzt, ist eine Drehbewegung empfehlenswert. Dabei löst sich der Stechapparat der Zecke und es wird verhindert, dass Teile davon in der Haut zurückbleiben.

Ich habe euch mal bei Amazon zwei Modelle rausgesucht. Eine Zeckenschlinge* und ein Zeckenhaken*.

Zecken korrekt entsorgen

Habt ihr die Zecken entfernt, solltet ihr sie nicht einfach in den Mülleimer werfen. Die kleinen Parasiten krabbeln wieder raus und suchen sich den nächsten Wirt. Auch das Wegwerfen in den Garten oder ins Klo bringt gar nichts. Die Zecken werden das überleben und irgendwo den nächsten Hund befallen. Das einzige was wirklich hilft, ist das Verbrennen. So haben wir das immer gemacht. Zecke in ein Taschentuch packen, draußen auf eine Steinplatte legen und anzünden. Die Zecke verbrennt und verendet. Achtet darauf, dass keine brennbaren Dinge in der Nähe liegen.

Im nächsten Teil von „Haustiere vor Parasiten schützen“ werde ich über Parasiten bei Katzen informieren.

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4 Kommentare für “Haustiere vor Parasiten schützen – Teil 1”

  1. Ursula Blank

    Weil ich mit meinen Hunden oft im Wald spazieren gehe, kommt es öfter mal vor, dass meine beiden Lieblinge mit Zecken oder anderem Ungeziefer nach Hause kommen. Das war für die Tiere und mich nicht besonders angenehm, weshalb ich mich im Internet auf die Suche nach einem guten Onlineshop machte, der Medizin für das Zeckenproblem anbietet. Zum Glück fand ich sehr schnell Vets4petz (www.vets4petz.nl), denn dort wird eine große Auswahl an Antiparasitika geboten. Für meine Hunde wählte ich ein Spray von Frontline, welches keinen Eigengeruch besitzt und meine Hunde super vertragen. Also ich kann Vets4petz nur weiterempfehlen!

    Antworten
  2. Hallo Ursula,
    vielen Dank für deinen Kommentar! Dein Tipp ist gut. Auch ich habe für meinen Hund damals ein Mittel von Frontline benutzt, das mir unser Tierarzt empfahl. Von dem habe ich in diesem Artikel unter „Vorbeugung gegen Zecken“ geschrieben. Auch die Verpackung war sehr praktisch, weil man diese nur aufknicken musste und schon konnte man die Flüssigkeit einfach in den Nacken des Hundes fließen lassen ohne damit in Berührung zu kommen.

    Ich war sehr zufrieden damit, denn es hat super gewirkt.

    Liebe Grüße

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