Rüde

04.12.12

Endlich hab ich´s geschafft! Endlich hatte ich Zeit, um mich über das Gassi gehen mit Hunden aus dem Tierheim zu informieren. Heute erzähle ich euch meine Erfahrungen. Vielleicht gefällt euch Rocky? Das war nämlich mein erster Partner aus dem Tierheim, mit dem ich spazieren gehen durfte : )

Meine Erfahrung

Wie ihr wisst, ist mein Hund vor über einem Jahr verstorben. Daher suche ich immer wieder den Kontakt zu Hunden. Schon lange habe ich eine Möglichkeit gesucht, wie ich Hunden helfen und gleichzeitig mehr Kontakt mit ihnen haben kann (leider ist es mir aufgrund meiner Wohnsituation aktuell nicht möglich selbst einen Hund aufzunehmen). Denn einfach „nur“ Geld spenden, ist mir zu wenig. Ich will aktiv mithelfen und den Hunden etwas Gutes tun.

Daher habe ich vor einigen Wochen beim örtlichen Tierheim, nämlich der Tierherberge Offenburg, angerufen und einfach mal nachgefragt. Als sie mir dann vorschlugen ich solle doch einfach mal vorbeikommen und mir das Tierheim genauer ansehen, machte ich mich auf den Weg. Eine nette Kollegin führte mich dann durch die Zwinger. Für mich als Tierfreund natürlich ein grausamer Anblick. Nicht weil die Gehege irgendwie vernachlässigt waren, die sahen gut gepflegt aus, sondern einfach weil mir die Tiere leid tun. Aber gäbe es die Tierheime nicht, würde es ihnen viel schlechter gehen.

Ich entschied mich dann zuerst einmal für das Helfen in Form von Gassi gehen mit den Hunden. Damit ich mit den Hunden spazieren gehen darf, musste ich ein Formular ausfüllen. Hier gab ich meine Adresse, Telefonnummer usw. an. Außerdem musste ich unter anderem einigen Regeln zustimmen, wie beispielsweise den Hund nur an der Leine zu halten. Was meiner Meinung nach auch völlig richtig ist. Schließlich sind es fremde Hunde und man weiß nie, wie sie auf verschiedene Situationen reagieren.

Eine Woche später war es dann endlich soweit ; ) Ich durfte mit Rocky laufen gehen!

Rocky: das Scheidungskind

Ja, traurig aber war: Rocky ist ein Schäferhund-Mix, der aufgrund einer Scheidung im Tierheim gelandet ist. Er ist laut der Kollegin im Tierheim ungefähr zehn Monate alt. Ich war mit Rocky im angrenzenden Wald unterwegs:

Rocky&ich

Ist er nicht hübsch? Die Mitarbeiterin des Tierheims teilte mir vor dem Spaziergang mit, dass er noch nicht richtig erzogen ist und eventuell zieht an der Leine. Er kennt Leinen noch nicht so besonders gut ; ) Aber es war alles halb so wild. Rocky ist ein ganz lieber Hund, der ziemlich lustig unterwegs ist. Auf unserem eineinhalb Stunden langen Spaziergang fand er es total unheimlich, dass sich die Äste, an die er lief, bewegten ; ) Er erschrak und untersuchte diese „komischen Dinger“ namens Ast genauer.

So sieht Rocky übrigens in voller Größe aus:

Rocks_vollbild

Fazit

Leider ging natürlich auch die Zeit mit Rocky vorbei. Aber ich kann euch nur sagen, dass das eine tolle Erfahrung war, die ich jedem empfehlen kann. Zum einen tut es uns Menschen gut, wenn wir mit Hunden zusammen sind. Und zum anderen freuen sich die Hunde aus dem Tierheim, wenn jemand mit ihnen großzügige Spaziergänge macht. Auf der Webseite des Tierheims Offenburg könnt ihr euch auch die anderen Hunde ansehen, die es dort im Moment gibt.

Tierheimhunden helfen

In allen Regionen in Deutschland gibt es in der Regel mehrere Tierheime. Vielleicht habt ja auch ihr Lust diesen Hunden dort zu helfen? Dann fragt doch einfach mal nach, ob ihr Gassi gehen dürft. Ich finde das diese Möglichkeit zu helfen, eine gute Variante ist, um aktiv etwas zu tun. Natürlich dürfen auch Geldspenden nicht fehlen ; ) Schließlich ist die Versorgung der Tiere enorm teuer. Aber viele haben nun mal nicht viel übrig. Und dann ist das eine ideale Lösung. Oder helft mit im Tierheim beim Saubermachen von Zwingern. Auch über diese zusätzliche Hilfe freut sich das Tierheim garantiert.

Kontaktdaten Tierherberge Offenburg

Falls ihr zufällig in meiner Region lebt, solltet ihr einmal in der Tierherberge Offenburg vorbeischauen. Dort gibt es immer viele Tiere, die eure Hilfe brauchen. Neben Hunden werden dort auch Katzen und Kleintiere versorgt. Zum Gassi gehen gibt es bestimmte Zeiten. Wann ihr mit Hunden Gassi gehen könnt, erfahrt ihr hier auf der offiziellen Webseite tierschutzverein-offenburg.de. Wenn ihr anderweitig helfen wollt, findet ihr nähere Infos zu Patenschaften, Geldspenden usw.unter „Helfen“ auf der Webseite.

Ihr dürft keine Tiere halten?

Außerdem ist das Gassi gehen mit Tierheimhunden eine tolle Sache für Menschen, die keine Hunde halten dürfen. Viele Vermieter erlauben es leider nicht Hunde in der Wohnung zu halten. Warum dann nicht mal einen Tierheimhund ausführen und mit Zuneigung verwöhnen?

Also, ich hoffe ich konnte euch ein bisschen dazu animieren ebenfalls aktiv zu werden. Helft mit, die Tiere danken es euch!

3 Kommentare für “Gassi gehen mit Tierheim-Hunden: meine Erfahrung”

  1. Meine persönliche Erfahrung als Gassigänger von Tierheimhunden ist, dass man rechtzeitig da sein muss, um noch einen Hund abzubekommen. Und das freut mich ungemein, dass es so viele engagierte Tierfreunde gibt, die den armen Teufeln in Tierheim ein paar schöne Stunden bereiten.
    Themenwechsel: Ich frage mich, wie Rocky mit nur 10 Monaten schon ein Scheidungskind sein kann. Trennungen werfen doch ihren Schatten voraus, und die versucht man doch nicht mit der Anschaffung eines Hundes zu kitten. Naja, ich wünsche Rocky, dass er bald ein richtig gutes Zuhause findet. Leider haben es gerade Schäferhundmischlinge – warum auch immer – besonders schwer, wieder rauszukommen.

    Antworten
    • Liebe Ellen,

      ja da hast du Recht mit deinem Kommentar, dass man früh da sein muss. Mir ging es da schon mal ähnlich. Und mich freut das ebenfalls. Schön,
      dass sich die Leute für diese Tiere interessieren und ihnen Zeit schenken! Die Hunde sind so dankbar dafür.

      Ja mir tut Rocky auch enorm leid. Ich kann es ebenfalls überhaupt nicht verstehen, dass man so einen süßen Hund erst anschafft und dann
      nicht versorgt. Es hätte doch bestimmt eine Lösung gegeben : ( Ich hätte so etwas nie übers Herz gebracht…

      LG Gaby

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