29.08.12

Gerade bei Zwerghamstern gibt es einige Krankheiten, die durch die geringe Körpergröße nur schwer behandelt werden können. Auch ich habe mit meiner Hamsterdame Lilli einiges mitgemacht. Ein Fettgeschwulst an ihrer Brust machte mir große Sorgen.

Eine große Beule an der Brust

Eines morgens beim täglichen Check stellten wir bei Lilli eine relativ große Beule an der Brust fest. Es sah aus als wäre ihr Brustkorb unnatürlich stark angeschwollen. Krass war dabei, dass diese Beule quasi über Nacht gewachsen sein musste! Jedoch verwirrte uns, dass es Lilli nichts auszumachen schien. Denn sie fraß und lief wie gewohnt. Da uns das aber nicht gefiel, gingen wir trotzdem zu unserer Tierärztin.

Die Diagnose

Diese teilte uns nach kurzer Untersuchung mit, dass es sich dabei um ein Fettgeschwulst handelt. Und da bei Hamstern generell die Entwicklung extrem rasant fortschreitet, wachsen bei den Tieren auch Geschwüre und Tumore extrem schnell. Daher kann es durchaus sein, dass so ein Fettgeschwür innerhalb von zwei Tagen auftritt. Prinzipiell ist so ein Fettgeschwulst nicht weiter schlimm. Der Hamster hat dabei normalerweise keine Schmerzen. Es kann allerdings brenzlich werden, wenn das Geschwulst so groß wird, dass es am Boden schleift.

Bei Lilli befand sich das Fettgeschwulst ja an der Brust und wäre das Ding zu groß geworden, wäre es beim Laufen am Boden geschleift. Das hätte wiederum dazu geführt, dass die Haut am Boden streift und schnell reißen kann, weil die Haut von Hamstern enorm dünn ist! Die Tierärztin sagte zudem, dass es kaum möglich ist das Geschwulst zu entfernen. Schließlich ist die Narkose bei so kleinen Tieren immer ein Risiko. Außerdem war Lilli da schon 2 1/2 Jahre alt und womöglich sowieso zu schwach für einen solchen Eingriff.

Abwarten

Daher blieb uns nur abzuwarten. Laut der Tierärztin kann es gut sein, dass der Wachstum stoppt und Lilli gut mit dem Geschwulst leben kann. Zurückgehen würde das Geschwulst allerdings nicht. Würde es wachsen und die Haut am Boden schleifen, müssten wir sie einschläfern lassen. Denn wenn die Haut erst mal reißt, hat der Hamster große Schmerzen und die können leider nicht vermieden werden.

Also gingen wir wieder nach Hause. Teilweise waren wir erleichtert, weil es sich bei der Beule nicht um einen Tumor handelte. Davon gingen wir nach kurzer Recherche im Internet nämlich zuerst aus. Andererseits machten wir uns natürlich große Sorgen und hofften, dass das Teil nicht mehr wächst.

Tägliche Kontrolle

Hamster sollte man zwar sowieso täglich gründlich anschauen und einige Gesundheitschecks machen, aber bei Lilli wiederholten wir das dann zweimal am Tag. Morgens und Abends kontrollierten wir das Fettgeschwulst und die Haut am Brustkorb. Zu unserer Verwunderung ging das Geschwulst nach drei bis vier Tagen sogar zurück! Es wurde tatsächlich kleiner. Ganz verschwand es zwar nicht, aber Lilli machte es nichts aus. Ich denke, dass wir hier einfach großes Glück hatten.

Ich kann euch daher nur raten nicht gleich Panik zu bekommen, wenn euer Hamster solche Beulen bekommt. Lasst euch nicht von irgendwelchen Berichten im Internet verrückt machen. Der Tierarzt weiß immer noch am besten was zu tun ist. Also immer erst mal den Tierarzt besuchen und eure kleinen Lieblinge durchchecken lassen!

 

2 Kommentare für “Fettgeschwulst beim Zwerghamster: Mein Erfahrungsbericht”

  1. Hallo! Habe gerade deinen Bericht gelesen. Ich war gestern mit meiner Freundin und unserer dschungarischen Hamsterdame „Tibbers“ auch beim TA, da wir auch so eine Schwellung festgestellt haben. Nach abtasten konnte er uns aber Entwarnung bezüglich eines Tumors geben. Der TA gab unserem Hamsterchen 2 Spritzen und ein Mittel mit, das gegen Entzündungen ist. Jetzt heißt es 12 Tage warten und schauen. ^^

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    • Hallo Robert,

      vielen Dank für deinen Kommentar!
      Tut mir sehr leid für eure „Tibbers“. Aber schön, dass es nichts ernstes ist. Wie ist denn der aktuelle Stand?
      Hat euch der Tierarzt auch gesagt um was es sich dabei genau handelt?

      Viele Grüße und alles Gute!

      LG

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