Tierwohltaeter

08.01.16

Heute möchte ich euch die gemeinnützige Tierschutzorganisation „Die Tierwohltäter“ vorstellen. Der Geschäftsführer Thorsten Schröder hat sich bereit erklärt mir im Rahmen eines Interviews einige Fragen zu beantworten, damit ihr euch einen ersten Eindruck zur Organisation und dem dazugehörigen Onlineshop unter tierwohltaeter.de verschaffen könnt. Mit dem Kauf der Heimtierprodukte wie Futter, Spielzeug und Co. fördert ihr den Tierschutz in Deutschland sowie international.

Im ersten Teil meiner Beitragsreihe zum Thema „Die Tierwohltäter“ findet ihr die ersten sechs Fragen des Interviews mit Thorsten Schröder, dem Geschäftsführer der gemeinnützig arbeitenden Tierschutzorganisation mit Sitz in Wetzlar. Im zweiten Teil geht es dann mit den übrigen Fragen und Antworten weiter.

Vorab eine kurze und knappe Erklärung zum Konzept der Tierwohltäter:

Bei „Die Tierwohltäter gemeinnützige GmbH“ handelt es sich um eine Ende 2014 gegründete, gemeinnützig tätige Tierschutzorganisation, die über den Onlineshop tierwohltaeter.de Tierartikel verkauft und mit den daraus resultierenden Gewinnen Tierschutzprojekte fördert. Unterstützt werden Kampagnen und Projekte im nationalen und internationalen Tierschutz. Im Shop werden Produkte wie Futter, Spielzeug, Halsbänder und vieles mehr für Hunde, Katzen und Kleintiere hochwertiger Marken angeboten.

Das Prinzip ist schnell erkärt: Ihr als Kunde könnt mit dem Einkauf von Tierprodukten den Tierschutz fördern, ohne dabei zusätzlich spenden zu müssen. Wer seinen Heimtierbedarf sowieso online kauft, kann damit zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Shoppen und Gutes tun! Tierwohltaeter.de ist der erste deutsche Onlineshop für Heimtierbedarf, der einer gemeinnützigen Organisation angehört und 100 Prozent seiner Gewinne dem Tierschutz zugute kommen lässt.

Mehr zu den Tierwohltätern erfahrt ihr nun im folgenden Interview mit Herrn Schröder oder online unter tierwohltaeter.de. Unter den Menü-Punkten „Projekte“ und „Über uns“ findet ihr weitere Details.

Das Interview

Sehr geehrter Herr Schröder,

Sie sind Geschäftsführer des ersten gemeinnützigen Onlineshops für Heimtierbedarf in Deutschland. Kunden können unter tierwohltaeter.de den Einkauf von Heimtierbedarf mit einer Spende für gute Zwecke im Tierschutz verbinden, ohne dabei zusätzlich Geld auszugeben. Dazu einige Fragen:

  1. Wie kamen Sie auf die Idee des gemeinnützigen Onlineshops?

Ich hatte schon immer Tiere, dadurch hat sich bei mir ein Verantwortungsgefühl für die Belange von Tieren entwickelt. Bei meiner aktiven Tierschutzarbeit habe ich in den letzten Jahren immer wieder festgestellt, dass es nicht nur auf die engagierten Menschen ankommt, die sich für die Tiere einsetzen. In vielen Fällen reicht selbst der hohe persönliche Einsatz dieser Tierfreunde alleine nicht aus, um wirklich Großes zu bewirken. Oft fehlt es einfach an den finanziellen Mitteln ein tolles Projekt erfolgreich umzusetzen oder weiterzuführen. Allein auf Spenden angewiesen, scheitern daher leider viele Tierschutzvorhaben.

Statistiken des deutschen Spendenrates zeigen, dass durchschnittlich weniger als 6 Prozent des Gesamtvolumens an Privatspenden für Tierschutzprojekte aufgewendet werden. Weil dieses Spendenaufkommen längst nicht ausreicht, um die drängenden Aufgaben im Tierschutz zu meistern, habe ich die Tierwohltäter ins Leben gerufen. Das Prinzip der Tierwohltäter ist ein unkonventioneller Weg den chronischen Geldmangel zu bekämpfen und die Abhängigkeit einer Tierschutzorganisation von Spendengeldern zu verringern.

  1. Könnten Sie den Lesern das Prinzip des Shops kurz erklären?

Mit Deutschlands erstem gemeinnützigen  Online-Shop für Heimtierbedarf, haben Tierhalter die Möglichkeit ihre Einkäufe mit einem Engagement für Tierschutz zu kombinieren. Egal ob Hundehalter, Katzenbesitzer oder Kleintierfreund, alle können mit Einkäufen im Tierwohltäter Shop ihren Teil dazu beitragen, dass ambitionierte Tierschutzprojekte in Deutschland aber auch international umgesetzt werden können. Und das alles ohne mehr auszugeben als in anderen Online-Shops. 100 % des Gewinns der Tierwohltäter gehen dann in unsere verschiedenen Tierschutzvorhaben. Bei den Tierwohltätern ist Profitdenken daher etwas Positives und der Gewinn ist der Motor für unsere Tierschutzprojekte.

  1. Nach welchen Kriterien wählen Sie die Marken/Unternehmen für Heimtierbedarf für Ihren Shop aus?

Wir versuchen ein möglichst breites Sortiment anzubieten, um Menschen mit jedem Geldbeutel die Möglichkeit zu eröffnen bei uns einkaufen zu können. Die Entscheidung was er kaufen möchte, trifft bei uns jeder Kunde, seiner persönlichen Einstellung und Überzeugung entsprechend, selbst. Diese Freiheit möchten wir nicht durch eine willkürliche Auswahl von Herstellern und die subjektive Einschränkung der Produktauswahl begrenzen. Wir empfehlen deshalb Plattformen wie Peta (http://tiernahrung.peta.de/#fakten) oder wermachtwas.info, die umfassende Aufklärung und Informationen über Hersteller und ihre Produkte bieten, auf deren Basis jeder Kunde seine individuelle und verantwortungsvolle Konsumentscheidung treffen kann.

  1. Beteiligen sich auch diese Unternehmen an den Spenden oder finanzieren sich diese ausschließlich über Ihre Kalkulation der Verbraucherpreise?

Im Augenblick beteiligen sich die Herstellerunternehmen finanziell noch nicht an unseren Projekten. Wir sind jedoch ständig im Gespräch und hoffen, dass wir z. b. für spontane Hilfsaktionen, wie im Fall der 215 beschlagnahmten Welpen in Bayern, den einen oder anderen Hersteller gewinnen können, der uns zusätzlich unterstützt.

  1. Erfolgt eine Kontrolle und Prüfung der Organisation Die Tierwohltäter? Können Sie an dieser Stelle erläutern, warum sich Kunden sicher sein können, dass die Einnahmen tatsächlich dem Tierschutz zugute kommen?

Transparenz und Offenheit sind für uns wichtige Aspekte einer seriösen Tierschutzarbeit und die Basis für das Vertrauen, das uns unsere Kunden entgegenbringen. Wer bei den Tierwohltätern einkauft, kann sicher sein, dass die Gewinne dem Tierschutz zu Gute kommen und dass wir unsere Mission zum Wohl der Tiere mit Einsatz und Leidenschaft verfolgen. Eine Organisation wird vom deutschen Finanzamt als gemeinnützig anerkannt, wenn ihre Ziele dem Gemeinwohl dienen. In unserem Fall dem Tierschutz. Das bedeutet, dass sämtliche Gewinne, die von den Tierwohltätern erzielt werden, in Projekten zur Förderung des Tierschutzes von uns eingesetzt werden müssen.

Die deutschen Behörden überprüfen regelmäßig unsere Arbeit und bestätigen anschließend unseren Status der Gemeinnützigkeit. In entsprechenden Tätigkeitsberichten dokumentieren wir unsere Projekte und weisen somit unsere Arbeit detailliert nach. Wir sind darüber hinaus an die Veröffentlichungspflicht gebunden und publizieren deshalb die Bilanzen unserer Organisation regelmäßig. Jeder kann diese auf der Website des Bundesanzeiger einsehen und sich ggf. herunterladen.

  1. Können Sie besondere Projekte nennen, die dank tierwohltaeter.de bereits erfolgreich realisiert werden konnten?

Tierärztliche Basisversorgung für Bedürftige:

Die Zahl der Obdachlosen, Menschen an der Armutsgrenze und auch der von Altersarmut Betroffenen steigt in Deutschland rasant an. Oftmals ist sein Haustier der einzige verlässliche, soziale Bezug, den ein bedürftiger Mensch noch hat. Doch was ist, wenn dieser treue Freund krank wird und es ihm schlecht geht? Für viele Menschen reicht das Geld kaum noch für den eigenen Lebensunterhalt, eine Behandlung des Hundes oder der Katze durch einen Tierarzt ist nicht bezahlbar.

Zusammen mit der Veterinärin Sabine Jessen bieten wir seit März diesen Jahres eine tierärztliche Basisversorgung für die Tiere von Obdachlosen und Bedürftigen für Wetzlar und Umgebung an. Untersuchungen, Behandlungen von Verletzungen, Entwurmungen etc. werden in der einmal im Monat stattfindenden Sprechstunde geleistet. Die Kosten hierfür werden durch die Tierwohltäter getragen.

Der Tierschutzhof in Norddeutschland:

Ausgesetzte, gequälte oder verwahrloste Tiere gibt es in Deutschland zuhauf. Wenn ein solches Tier mit Glück durch mutige Menschen oder die Behörden gerettet werden konnte, stellt sich meist die Frage wer sich zukünftig um das Wohl dieses Tieres kümmert.

Zwischen Schwerin und Rostock hat Nadine Gronek ein Refugium für diese ungewollten Tiere aufgebaut. Nicht nur ausgesetzte Hunde- oder Katzenwelpen sondern auch Not leidende Tiere aus dem Zirkus, pleite-gegangenen Tierparks aber auch von Animal-Hoardern beschlagnahmte Tiere sind in der Obhut der erfahrenen Tierpflegerin. Neben Hunden, Katzen und Pferden sind Esel, Lamas, Waschbären, Hängebauchschweine, Ziegen, Gänse und Schafe nur einige der glücklichen Bewohner, die in dieser Arche für Tiere ein neues Zuhause gefunden haben. Um mehr als 200 Tiere kümmert sich Nadine derzeit gemeinsam mit ihrem Partner Marcel und einem fünfköpfigen Team.

Natürlich achten alle darauf, dass die tierischen Gäste möglichst artgerecht untergebracht werden können. Gemeinsam mit Nadine treibt deshalb das Team der Tierwohltäter den Ausbau des mehr als zehn Hektar großen Geländes voran. Neben der Erweiterung des Waschbärengeheges und umfangreichen Pflasterarbeiten im Hofbereich steht aktuell der Bau eines neuen Katzenhauses und eines Stalles für die zwei auf dem Hof lebenden Kamele auf dem Plan.

Darüber hinaus haben wir verschiedene weitere Projekte wie z. B. ein Projekt zur Rettung von Zirkustieren oder eine Auffangstation in Rumänien für gerettete Strassenhunde.

 

Nächste Woche folgt die Fortsetzung des Interviews. Reinschauen lohnt sich! : )

 

Thorsten-Schroeder

Profil Thorsten Schröder (Geschäftsführer der Tierwohltäter)

Betriebswirt und aktiver Tierschützer Thorsten Schröder ist Marketing- und Vertriebs-Experte sowie Initiator der Tierwohltäter. Als Geschäftsführer der gemeinnützigen Tierschutzorganisation kümmert er sich um sämtliche marketingrelevanten und wirtschaftlichen Themen der Tierwohltäter sowie um die Koordination und Auswahl einzelner Tierschutzprojekte.

 

 

Die Tierwohltäter – Interview mit Geschäftsführer Thorsten Schröder – Teil 2

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