Hunde

17.04.14

Hunde sind für viele von uns ein festes Familienmitglied. Sie spielen mit uns, lieben uns und weichen nicht von unserer Seite. Doch es kann nicht schaden, gewisse Fakten mal wieder ins Gedächtnis zu rufen, weil sie oft in Vergessenheit geraten. Denn für unsere Hunde sind wir die ganze Welt! Ich habe mehrere Fakten aus Sicht von Hunden zusammengestellt, die zum Nachdenken anregen sollen. Vergesst sie nie! Fünf davon könnt ihr heute schon mal lesen. Der Rest folgt in den nächsten Wochen.

1. Nimm mich mit an unbekannte Orte damit ich neue Freunde finden und gemeinsam mit dir die Welt entdecken kann

Wie wichtig es ist, dass Hunde regelmäßig Kontakt zu anderen Vierbeinern haben, vergessen viele Halter. Aber für die psychische Gesundheit und optimale Entwicklung von Hunden ist es überaus wichtig, dass sie Kontakt zu Gleichgesinnten haben und nicht vermenschlicht werden! Sie sind in erster Linie Tiere. Das dürfen wir nicht vergessen. Darüberhinaus ist es für Hunde ungemein wichtig, dass wir mit ihnen viel laufen und auch mal unbekannte Wege gehen. Neue Erfahrungen stärken das Selbstbewusstsein und die Bindung zwischen euch und eurem felligen Partner : )

Hunde

2. Lass mich nicht zu lange allein

Ich weiß, dass es viele Hundehalter nicht so genau nehmen, mit dem Alleinlassen. Da werden Hunde schon mal einen halben Tag Zuhause gelassen ohne, dass man sich große Gedanken darüber macht. Aber bedenkt, dass es dem Hund schadet! Er leidet wenn ihr zu lange weg seid. Er weiß nicht wo ihr hingeht und es kommt ihm viel länger vor als ihr glaubt! Hunde sind Rudeltiere und sind es von Natur aus nicht gewohnt, lange allein zu sein. Im Rudel fühlen sie sich sicher. Aus der Sicht eines Hundes benötigt er das Rudel um zu überleben. Er muss es daher zu Beginn erst einmal lernen allein zu sein. Er muss verstehen, dass nichts schlimmes passieren wird. Das weiß er vorher nicht.

allein

Meiner Meinung nach sind fünf Stunden das absolute Maximum. Und schon diese Zeitspanne finde ich ziemlich lang. Wenn es nicht anders geht, müsst ihr euren Vierbeiner zunächst ausgiebig auspowern. Macht einen großzügigen Spaziergang damit er müde wird. Grundsätzlich entspricht das Alleinsein nicht dem Hundedasein und ich finde wer sich einen Hund anschafft, sollte vorher genau überlegen, in welchen Zeiträumen er allein sein müsste. Sind die Zeitspannen zu lang, muss entweder eine Lösung her oder ein Hund als Haustier ist ungeeignet. Wer einen Hund will, sollte ihn normalerweise freiwillig überall hin mitnehmen wollen und nicht nur zur eigenen Bespaßung in der Wohnung halten.

3. Vernachlässige mich nicht, wenn Babys in die Familie kommen

Auch das ist häufig ein Problem. Kaum kündigt sich Nachwuchs an, wird der Hund vernachlässigt. Bitte macht diesen Fehler nicht. Hunde können tolle Spielkameraden werden. Und zu Beginn wenn das Kind noch Baby ist, müsst ihr euch als Halter die Zeit nehmen, um dem Hund das neue Familienmitglied vorzustellen. Besteht Gefahr weil der Hund aggressiv ist, müsst ihr handeln und mögliche Lösungen suchen, wie beispielsweise einen Profi dazuholen.

4. Gib mich nicht auf!

Ein weiterer wichtiger Punkt! Viele geben bei der Hundeerziehung viel zu schnell auf. Kapiert es der Hund nicht innerhalb von ein paar Mal üben, wird er oft als unerziehbar abgestempelt. Dabei kann es gut sein, dass eure Erziehungsmethode einfach die Falsche ist. Gebt die Vierbeiner also nicht zu schnell auf! Bedenkt, dass sie unsere Sprache nicht verstehen! Wir Menschen sind im Grunde dazu verpflichtet uns ihrer Sprache zu bedienen, um mit ihnen zu kommunizieren. Schließlich haben wir sie zu uns geholt.

Lenni

Wir dürfen nicht erwarten, dass sie alles sofort verstehen. Und wir dürfen nicht den Fehler machen und uns die Erziehung zu leicht vorstellen. Sie ist machbar und mit den richtigen Methoden gut realisierbar. Aber niemand sollte das Thema auf die leichte Schulter nehmen. Wir brauchen Geduld, gewisse Kenntnisse und Konsequenz. Denn einen ungehorsamen Hund erschaffen wir uns selbst, weil wir sie nicht konsequent erziehen und falsch vorgehen. Wenn ihr merkt, dass es nicht funktioniert, schaut euch nach alternativen Erziehungemethoden um und überdenkt eure Vorgehensweise. Habt ihr wirklich alles richtig gemacht??

5. Steh mir bei, wenn ich Angst habe

Hunde können Ängste entwickeln. Und zwar vor den unterschiedlichsten Dingen. Erst letzte Woche habe ich einer Bekannten geholfen ihrem Hund die Angst vor Wasserhydranten zu nehmen. Hunde brauchen starke Führung und jemand selbstbewussten, der ihnen zeigt, das etwas oder Jemand ihnen nichts tut. Viele machen dann den Fehler und verstehen ihren Hund nicht. Nicht selten kommt es vor, dass Hunde für ihr Verhalten noch bestraft werden. Damit verstärken wir aber alles und machen es schlimmer. Stattdessen müssen wir ihnen Kraft und Vertrauen geben. Lasst eure Hunde also nicht im Stich, wenn sie Angst haben. Gebt ihnen Sicherheit und starke Führung. Zeigt ihnen, dass Angst überflüssig ist, in dem ihr sie gemeinsam mit dem Gegenstand konfrontiert. Natürlich nicht mit Gewalt! Hier mein Beispiel:

Ich habe die Hündin an der Leine kurz gehalten und versucht mit meiner Energie Ruhe und Entspannung auszustrahlen. Ich lief mit ihr an dem Wasserhydranten vorbei ohne zu zögern. Der Hund beruhigte sich sofort auf der Höhe dieses Hydranten als sie spürte, dass ich da bin und selbst ruhig bin. Ich ließ sie nicht ausweichen und wiederholte die Übung mehrmals. Der Hund merkte schnell, dass keine Gefahr drohte und entspannte sich.

Normalerweise drehte sie immer schon zehn Meter vor diesem Teil völlig durch und zerrte an der Leine um die Straßenseite zu wechseln. (Das ist die Aussage der Halterin) Die Halter machten dann aber immer den Fehler, dass sie den Hund weglaufen ließen, selbst eine unruhige Energie ausstrahlten und dem Wunsch des Hundes die Straßenseite zu wechseln nachgaben. Sie gingen sogar soweit, dass sie diese Strecke irgendwann völlig mieden. Aber das ist der falsche Weg. Denn so lernt der Hund nie, dass keine Gefahr droht. Also: Nehmt euch Zeit und konfrontiert den Hund auf sanfte Art mit seiner Angst. Seid ein starke Halter und stellt eure Energie entsprechend ein. Hunde lesen unsere Energie und spüren sofort wenn etwas nicht stimmt. Worte bringen hier nicht viel. Eure Energie ist ausschlaggebend. Seid ihr selber nervös und panisch, weil ihr schon vorher dran denkt, was gleich passieren könnte, überträgt sich das sofort auf den Hund.

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